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Empfehlungen aus Young Reader

Beste Zeiten
Simone Finkenwirth

Simone Finkenwirth

Mitarbeiterin bei stories!

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Lost girl meets life! Wäre ich nochmal süße Achtzehn dann würde ich diesen Roman lieben! Denn ich fühle so sehr mit der Ich-Erzählerin. Daher habe mit meinen 40ern "Beste Zeiten" von Jenny Mustard ebenfalls mit allergrößter Freude gelesen. Die Autorin hatte mich ja bereits mit "Okaye Tage" begeistert.

In ihrem neuen Roman werde ich eine Freundin von der 21jährigen Sickan. Die Ich-Erzählerin ist gerade aus der schwedischen Provinz nach Stockholm gezogen und hat alles vor sich: die Uni, neue Kontakte und das Glück! Als sie ihre Kommilitonin Hanna kennenlernt, findet sie eine Freundin, und das obwohl Hanna aus einem anderem Haushalt stammt. Denn Hanna hat Geld, lebt in der Wohnung der verstorbenen Großmutter in einem guten Viertel. Sickan hingegen wohnt im Studentenheim und muss jede Krone umdrehen.

Sickan ist speziell und ich mag sie gerade deshalb. Sie hatte keine einfache Kindheit und Narben in ihrer Seele wie Abbe. Doch eine Beziehung wird schwierig, weil Abbe in einem Jahr nach Mexiko City will. Sie können dafür einfach gute Freunde sein. Werden es natürlich, und schließlich noch viel mehr.

Jenny Mustard hat einen wahrlich eigenen Sound - extrem cool und sehr nah an ihren Figuren greift sie Themen wie Identität, Freundschaft, LIebe und Abgrenzung auf. Jedes junge Mädchen findet sich in ihren Geschichte wieder, ob sie nun lost ist oder nicht:

"Ich frage mich, ob er recht hat, ob wir jetzt, wo wir erwachsen sind, endlich über die schweren Themen, die wir bisher verheimlicht haben, reden können."

Dem Eichborn-Verlag ist diese Entdeckung ebenfalls zu verdanken, wie ihrer Übersetzerin Lisa Kögeböhn, die wieder erstklassige Arbeit geleistet hat!

Beste Zeiten

von Jenny Mustard

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Spielverderberin
Simone Finkenwirth

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Es könnte so leicht sein wie so vieles im Leben. Einfach eine schöne Freundschaftsgeschichte. Doch das wollte Marie Menke mit ihrem Debüt nicht. Und genau das ist gut so!

Lotte, Sophie und Romy sind die drei tragenden Säulen des Romans. Während Lotte und Sophie seit Kindheitstagen befreundet sind, stößt in der Oberstufe Romy aus der Großstadt dazu. Am Anfang der Geschichte treffen sie sich in der alten Heimat, im Süthland. Alle drei sind der Heimat entwachsen, leben in Köln. Doch wie nah sind sie sich immer noch?

Die Ich-Erzählerin, Sophie, will sich mit ihren beiden Freundinnen am Baggersee treffen, angestoßen hatte dies Romy. Als Sophie und Lotte dort ankommen, ist Romy längst da. Nach einigen Gläsern Wein will Romy in den See. Lotte ist das zu riskant, Sophie ebenso. Als sie Romy im See nicht mehr sehen, sagt Lotte: "Romy braucht keine Hilfe." Lotte verschwindet daraufhin mit ihrem Jutebeutel, Sophie bleibt. Bereits hier wird mir klar, dass etwas nicht stimmt. Und das liegt weiter zurück.

Nach und nach nimmt uns die Autorin mit in die vertrackte Freundschaftsgeschichte, die gleichermaßen Fragen wie Unsicherheiten aufwirft. Marie Menke verwebt verschiedene Themen in ihre mitreißend erzählte Geschichte: Anziehung, der Wunsch nach Zugehörigkeit, Abhängigkeit, Ghosting. Und ich denke: Was bin ich dankbar, dass ich so etwas nie erleben musste. Ich bin in einem harmonischen Kreis unterschiedlicher Freundinnen groß geworden, mit denen ich heute noch verbunden bin, und das obwohl sich unsere Leben anders entwickelt haben.

Marie Menke geht indes weiter oder sagen wir besser: Sie stürzt uns in dunkle Täler, was Freundschaften noch sein können. Teuflisch und toxisch.

Ich habe den Roman in einem Atemzug weggelesen, wurde am Ende nochmal aus der Bahn geworfen und ahne: Man darf von der jungen Schriftstellerin noch Großes erwarten.

PS: Bald gibt es mehr zur Autorin, die ich bei der Leipziger Buchmesse gecoffeetalkt habe.

Spielverderberin

von Marie Menke

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Half His Age
Simone Finkenwirth

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Die Geschichte ist nicht neu. Trotzdem lese ich sie mit Neugier, Begeisterung und roten Ohren "Half His Age" von Jennette Mccurdy. Waldo hat ein sehr lebendiges Sexleben: "Ich weiß schon, dass dieses genervte Ächzen nicht gut kommt, wenn man gerade von einem Typen geleckt wird, aber im Moment kann ich mich echt schwer zurückhalten." Oha! Von solchen expliziten Stellen hagelt es hier mehr als mir manchmal lieb ist. Trotzdem lese ich weiter. Je tiefer ich eintauche, um so mehr dringe ich zum Kern vor. Und der ist weniger hot, eher beklemmend und düster.

Waldo lebt mir ihrer Mutter in präkeren Verhältnissen zusammen. Die wiederum hat wechselnde Männerbekanntschaften. Nach jedem Ende versinkt ihre Mutter in eine Depression. So will Waldo nie werden. Und doch wird sie selbst bald in ein solches tiefes Tal fallen. Als sie mit ihrem Lehrer Mr. Korgy eine Affäre beginnt. Mr. Korgy unterrichtet Kreatives Schreiben, erkennt Waldos Talent. Und genauso ihre Neugier, Reife und natürlich findet er sie reizend. Erst versucht der verheiratete Vater der Anziehung zu entgehen, aber hey, am Ende ist er auch nur ein Mann.

Man könnte diese Geschichte als Nabokovs "Lolita" lesen. Doch sie ist natürlich moderner. Heutige Kummerfluchten wie das Internet und damit verbunden der immer verfügbare Konsum, das hat es damals nicht gegeben. Diese unmögliche Lovestory trieft nicht nur vor Sex. Es geht um Klassizismus, und den Wunsch nach einem besseren Leben. Immer, wenn ich denke, es reicht jetzt langsam mit dem Sex, wirft mir die Autorin ziemlich kluge Sätze zu und ich betrachte die Geschichte aus einem anderen Blickwinkel.

So sehe ich einen verzweifelten Hilferuf! Höre den Wunsch nach einer Rettung heraus - durch einen älteren Mann. Kann das gelingen? Und geht es hier wirklich um den älteren Liebhaber oder viel mehr um das, was Waldo zum ersten Mal führt? Dass Sex mehr ist als reine Befriedigung.

"I'm Glad My Mom Died" war der große Erfolg der Autorin. Auch in ihrem aktuellen Roman treffe ich auf ihre offenherzige, witzige Erzählweise. Mag der Ausgang für manche vorhersehbar sein, ich mochte vieles an dieser sexy, belebenden und mitunter tiefsinnigen Story.

Altersempfehlung ab 18 Jahren!

Half His Age

von Jennette McCurdy

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Himmel ohne Ende
Simone Finkenwirth

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Mit 15 Jahren hätte ich mir so ein Buch gewünscht. Julia Engelmann erzählt Charlies Geschichte auf behutsame wie sensible und schöne Weise. Die 15jährige ist eine junge Melancholikerin, ihre Oma bezeichnet sie als Philosophin. Zu viele Gedanken, zu viele unguten Gefühle jagen Charlie Tränen in die Augen und kennen keine Grenzen, selbst nicht vor dem Klassenzimmer. Das führt zu Häme unter ihren Schulfreund:innen. Sogar Charlies beste Freundin Kati findet das Verhalten seltsam und wendet sich ab.

Charlie muss sich in der neuen Rolle der Einzelgängerin zurechtfinden. Dass sie auch noch unglücklich verliebt ist, macht die Gefühlslage nicht leichter. Glücklicherweise taucht nach den Sommerferien Charlies Sonne auf: Kornelius. Weil der blonde Junge, Charlies Schulfreund Schmitti an Pommes erinnert, bekommt das neue Klassenmitglied den Namen verpasst. Pommes setzt sich neben Charlie. Und die beiden werden sehr schnell ein Herz und eine Seele.

„Himmel ohne Ende“ ist für mich die melancholischste Coming-of-Age-Geschichte ever. Aber sie hat mich erstaunlicherweise gar nicht heruntergezogen. Eher berührt und auf zarte Weise beglück. Charlie stellt die richtigen Fragen, hat interessante Einsichten wie aufbauende Sätze, und zeigt, wie stark und hell eine gute Freundschaft sein kann, und noch viel mehr: Sie kann Grenzen durchschreiten, einen wieder aufrichten und manchmal sogar fliegen lassen.

„Himmel ohne Ende“ ist so gesehen viel mehr als die Geschichte vom Erwachsenwerden. Eine wärmende Decke für eine aufgewühlte Seele, egal ob mit 15 oder 45 Jahren.

Himmel ohne Ende

von Julia Engelmann

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Great Big Beautiful Life
Simone Finkenwirth

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Emily Henry beschert uns jedes Jahr zum Sommer einen neuen Roman. Ihre Bücher sind so sicher wie das Amen in der Kirche. Jeder Roman ist eine erfrischende Lesefreude. Doch dieses Mal ist etwas anders. Halt, nicht zurückschrecken, denn das Anders finde ich gut. Und dass ihre Schriftstellerkollegin Taylor Jenkins Reid ihrem neuen Roman mit einem wohlwollenden Zitat schmückt, dürfte alle Plagiatsvorwürfe abprallen lassen.

Denn in der Mitte treffen sich die beiden. Wie in Reids Roman „Die sieben Männer der Emily Hugo“ steht eine glamouröse Frau im Zentrum der Geschichte. Bei Reid war es Evelyn Hugo, bei Henry ist es Margaret Ives, die Tochter einer skandalumwitterten wohlhabenden Familie. Margaret möchte ihre Geschichte in einem Buch erzählen. Und sucht nur noch die Richtige oder den Richtigen, die/der das aufschreibt.

Nun stehen sich der Pulitzer-Preis-Gewinner Hayden Anderson und die Ich-Erzählerin Alice Scott gegenüber. Zwei gegensätzliche Menschen. Alice ist ein Sonnenschein und ein optimistischer Zeitgeist. Hayden recht grummelig. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Das hat sich offenbar auch unsere Autorin gedacht. Während Alice frei von der Leber heraus über Margaret sprechen möchte, blockt Hayden alles ab. Was er jedoch schwer verdecken kann, sind seine Gefühle, doch er bleibt hart „Ich werde mich mit niemanden einlassen, dem ich den Traumjob wegenehmen werde.“ Oha, das hat gesessen!

Die beiden konkurrieren um ihre Beute. Denn Margaret wird sich einen Monat lang mit den beiden treffen und dann entscheiden, wem sie ihre Zusage für das Buchprojekt geben wird.

Emily Henry ist beliebt und bekannt für ihre fluffigen, charmanten Romane, in denen die Liebe stets im Mittelpunkt steht wie Freundschaftsgeschichten. In diesem Buch hat sie eine neue Weggabelung eingeschlagen. Der Ton zwischen den beiden Akteuren ist natürlich ganz im Emily Henry Stil äußerst übermütig, charmant und zum Schmunzeln. Doch Margarets Geschichte verströmt ernste, andere Nuancen. Und ich spüre, die Autorin will mehr als nur locker leicht sein. Ein Wagnis. Was sie aber für mich eingelöst hat.

Great Big Beautiful Life

von Emily Henry

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All dies könnte anders sein
Simone Finkenwirth

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Wer kennt das nicht? Wenn einem das Leben in den Bauch boxt? Ist uns allen bestens vertraut. Egal, welches Alter. So fühlt sich „All dies könnte anders sein“ von Sarah Thankam Mathews wie die Umarmung einer Seelengefährtin an. Obwohl die Erzählerin ein paar Jahre jünger ist als ich. Darauf erstmal ein Glas Rharbarberschorle!

Die Ich-Erzählerin ist das Kind von indischen Einwanderern, die es nach einem Studium geschafft hat, in Milwaukee als Changemangement-Beraterin einen gutbezahlten Job bei einer Agentur zu ergattern. Endlich kann Sneha ihren Eltern Geld in ihrer Heimat zukommen lassen und Freunde einladen. Und doch gibt es die Fallstricke des Lebens, in denen sich unsere sympathische Romanheldin verheddert. Ihr zu folgen, berührt und trotzdem falle ich nie in ein Tal der Tränen. Denn die Autorin hält geschickt die Waage zwischen Drama und Humor.

Mit Augenzwinkern und einem wohligen Gefühl folge ich dieser sympathischen Frau, die auf der Suche nach einer erfüllenden Beziehung ist. Auf ihrem Weg knüpft sie neue Kontakte, die in keiner Lovestory endet, dafür ereignen sich andere schöne Dinge.

Noch etwas passiert:: Unsere Romanheldin erfährt eine große Solidarität: „Was ich in den darauffolgenden Jahren schwer zu erklären fand, war die Tatsache, wie sehr die Menschen, die ich in Milwaukee kennenlernte, füreinander da waren, selbst für Fremde.“ Unvergesslich: Die Schlüsselverlust-Sache, bei der Sneha eine große Unterstützung bekommt. Ich sehe sie alle noch vor mir, wie sie versuchen, Sneha in ihre Wohnung zu helfen.

Sarah Thankam Mathews stand mit ihrem Buch auf der Shortlist der National Book Awards 2022. So verdient! „All dies könnte anders sein“ belebt, verführt, trifft einen Nerv und beglückt daher im allerfeinsten Sinne. Lauren Groff hat über ihre Kollegin so treffende wie wertschätzende Worte gefunden: „Sarah Thankam Mathews“ ist eine geniale Autorin, und jeder ihrer Sätze hat sowohl Biss als auch Herz.“ Mehr kann ich dem nicht hinzufügen: Außer: Lesen und dem Bauchtritten ins Gesicht lachen. Vergesst nie, wie stark ihr seid!

All dies könnte anders sein

von Sarah Thankam Mathews

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No Hard Feelings
Simone Finkenwirth

Simone Finkenwirth

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Wenn dich das Leben gerade an mehreren Stellen zwickt, dann lies dieses Buch! Es enthält zwar keine Gebrauchsanweisung für das perfekte Leben, aber Genevieve Novak zu lesen, tut einfach gut, und sie ist eine Schwester im Geiste. So steht ihre Romanheldin Penny vor Herausforderungen und verliert nicht selten das innere Gleichgewicht.

Da ist ihre toxische Chefin, und Pennys Job im Allgemeinen macht sie nicht glücklich. Ebenso anstrengend ist die On-Off-Beziehung mit Max. Und als Pennys Freundin Bec verkündet, dass sie demnächst heiraten wird, ist Penny eher zum Schreien als zum Feiern zumute.

Penny weiß: Es muss sich etwas ändern. Sie will etwas ändern. Wird es ihr gelingen?

Dieses Buch passt wieder einmal perfekt in die pola-DNA. Das ist der Verlag, der seinen jungen Leser:innen einen Mehrwert geben will. Raffiniert hat die Autorin herausfordernde Themen wie toxische Beziehungen, Perfektionismus, Bodyshaming eingewoben. Der Witz und liebenswerte, mitfühlende Menschen ziehen nicht nur unsere Ich-Erzählerin aus den tiefen Tälern.

„No Hard Feelings“ ist alles andere als hart. Eher weich, sonnig, witzig und spritzig!

No Hard Feelings

von Genevieve Novak

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Only Margo
Simone Finkenwirth

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„Du fängst an, ein neues Buch zu lesen, und hast ein wenig Herzklopfen. Der Beginn eines Romans ist wie ein erstes Date. Du denkst: Hoffentlich ziehen die ersten Zeilen mich sofort in ihren Bann, und ich versinke in der Geschichte wie in einem wohligen Bad…“

Mit diesen ersten Worten hatte mich Rufi Thorpe sofort auf ihrer Seite. Die Anziehung blieb, Margo und ich wurden zu Verbündeten. Die 19-Jährige ist die Stimme in „Only Margo“. Die Studentin hat eine Affäre mit ihrem Collegeprofessor. Als sie von ihm schwanger wird, zieht er sich feige zurück. Was soll sie nun machen? Das Kind behalten oder abtreiben? Margo entscheidet sich fürs Leben, ohne sich den Konsequenzen wirklich bewusst zu sein. Wer kümmert sich im Bodhi, während sie arbeitet? Ihre Chefin Tessa hat wenig Geduld und entlässt die junge Frau recht schnell. Und jetzt? Wie soll Margo ihren Lebensunterhalt bestreiten? Als ihr die Plattform OnlyFans begegnet, denkt sie: Warum nicht? Ihre Brüste sind prall und bei den Männern sicher sehr begehrt.

Als Mark – Bodhis Vater - von Margos Einnahmequelle erfährt, gerät Margos Leben buchstäblich ins Wanken. Auch nachdem sie entdeckt hat, dass ihr Vater wieder schwach geworden ist. Margos Vater war ein erfolgreicher Wrestler, er ist bei ihr eingezogen. Jinx unterstützt seine Tochter im Haushalt, mit Ratschlägen, betreut Bodhi, wann immer Margo verhindert ist. Als es gerade gut läuft, macht Margo bei Jinx eines Morgens eine schlimme Entdeckung...

„Only Margo“ ist viel mehr als eine Coming-of-Age-Geschichte. Rufi Thorpe macht deutlich, wie schwierig es ist, als alleinerziehende Frauen Geld zu verdienen. Sie zeigt gleichsam, welche Kräfte in uns Frauen stecken. Margo ist eine Superwoman, ihr Kampfgeist absolut ansteckend.

Das Buch hat Witz, Tempo und genauso berührende wie filmreife Szenen. So überrascht es mich nicht, dass es den Roman als Miniserie mit Nicole Kidman und Michele Pfeiffer geben wird. Einzig die Länge im Mittelteil und das Ende waren für mich to much. Aber hey! das verzeihe ich der Autorin. Denn wer ist schon perfekt?

Only Margo

von Rufi Thorpe

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Okaye Tage
Simone Finkenwirth

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Sam und Luc sind die Hauptfiguren in dieser mitreißend erzählten Lovestory. Sam ist für einige Wochen in London, dort arbeitet die Stockholmerin in einer Agentur. Auf einer Party trifft Sam auf Luc. Relativ schnell kommen sich beide näher, sehr nah sogar.

Luc ist ein durchtrainierter junger angehender Ingenieur mit einem eigenen feinen Kleidungsstil, der die Welt mit cleveren Instruktionen zu einem besseren Ort machen will. Doch aktuell arbeitet er in einem minimalistischen Klamottenladen. Als nun Sam in sein Leben schwebt, geraten seine Routinen durcheinander. Doch die beiden können nicht anders als beisammen zu sein. Sam: „Mit Luc bin ich so sehr ich selbst, dass es mir vorkommt, als würden wir uns schon ewig kennen...“ Und Luc über seine Liebste: „Trotz ihrer schroffen Art ist sie erstaunlich aufmerksam und tiefgründig.“

Außerdem wissen die beiden, dass ihre Lovestory hat ein Verfallsdatum hat, denn Sam geht nach ihrem Praktikum zurück nach Stockholm. Und danach ist wirklich alles vorbei?

Jenny Mustard hat einen zeitgemäßen Liebesroman von Endzwanzigern geschrieben – jenseits von Kitsch, dafür hat er Tiefgang und ist witzig. Durch die wechselnden Erzählperspektiven schaut man in beide Köpfe und Herzen. Geschickt webt die Autorin nicht nur ihren feinen britischen Humor ein. Raffiniert und lebensnah platziert sie die Themen junger Menschen. Es geht nicht nur um die Liebe und Sex, sondern auch um Selbstverwirklichung, Sehnsüchte und berufliche Ziele.

Selten habe ich so einen umwerfend charmanten Liebesroman gelesen. Extrem cool ist er obendrein auch!

Okaye Tage

von Jenny Mustard

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Das Comeback
Simone Finkenwirth

Simone Finkenwirth

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pola. fühl ich. aber so was von! Gerade eben habe ich das zweite Buch aus dem neuen Verlag gelesen, bin wieder absolut geflasht und das obwohl ich die Zielgruppe verfehle. Doch mein 30jähriges Ich lebt natürlich immer noch in mir. Es hätte solche Bücher seinerzeit geliebt, und blüht jetzt doppelt auf. Wieder sehen wir: Altersgrenzen gibt es nur auf dem Papier.

Mögen sich die pola-Bücher inhaltlich unterscheiden, verbindet sie doch alle eins: Sie sind unglaublich packend, berührend, lebensnah und hinterlassen Fußabdrücke in meinem Herzen. Klar, sie nehmen viel Raum ein, doch den gebe ich ihnen gern.

Ella Berman schenkt in „Das Comeback“ einer jungen Schauspielerin ihre Stimme. Einen Tag vor ihrem GOLDEN GLOBE-Auftritt kappt Grace Turner alle Verbindungen zur Filmbranche und flüchtet nach Hause. Was ist passiert?

Atemlos folge ich Grace, nähere mich dieser verletzten Seele, die zwischen ihrer Vergangenheit und der Gegenwart changiert. Mal ist sie derart unbedacht, dass ich die Hände über den Kopf zusammenschlage und denke: Wie kannst du nur?! Aber hey, Grace hatte bis jetzt kein Handy und kennt die Tücken der neuen modernen Welt nicht. Ich beobachte aber nicht nur die lebensferne junge Frau, die bisher für alles jemanden hatte, der sich um sie kümmert hat. Ella Berman streut genauso Gedanken ein, die wir alle kennen. So sagt Grace‘ Mann: „Du weißt schon, dass sich jeder so fühlt? Dass es wirklich schwer ist, sich der Liebe anderer würdig zu fühlen, weil wir alle wissen, wie beschissen und egoistisch und verkorkst wir im Inneren sind. Aber wir arbeiten trotzdem dran.“ Strike!

Das Comeback

von Ella Berman

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