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Alle Empfehlungen von Sarah O'Connor

Sarah O'Connor

Sarah O'Connor

Mitarbeiterin bei stories!

Ja, es ist ihr richtiger Name und nein, sie ist nicht mit der Sängerin verwandt. Sie liest am liebsten im englischen Original und meint: Die Sprache allein macht noch kein Buch, aber ohne gute Sprache kein gutes Buch. Sie versorgt uns jedoch nicht nur mit „Be the first to read it“-Nahrung, sondern findet durch ihre Belesenheit für fast Jeden/Jede das perfekte Buch (Die Trefferquote ist hoch).

Caledonian Road
Sarah O'Connor

Sarah O'Connor

Mitarbeiterin bei stories!

Campbell Flynn, 52 Jahre, hat es geschafft: er ist ein anerkannter Kunsthistoriker, hat sich einen Platz in Londons High Society ergattert, seine Frau ist die Tochter einer Gräfin, sein bester Freund ein Industrieller und sein Schwager ein einflussreicher Politiker. Seine Stadtvilla steht auf der „richtigen“ Seite der Caledonian Road. Seine 2 Kinder lassen vielleicht etwas zu wünschen übrig, besonders der Sohn, ein Reichtum anklagender Umweltaktivist. Es könnte eine richtig schöne „Bottom Up“ Story sein, stammt Campell doch aus ärmlichen Verhältnissen. Aber nein. Andrew O’Hagan schreibt die Geschichte eines (tiefen) Falls, geboren aus Eitelkeit und Hybris. Sein Antiheld verfängt sich in einem Geflecht aus Intrigen, Skandalen und Verbrechen, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Polyfon erzählt, bietet dieses Buch 784 Seiten bester, zerebraler Unterhaltung – ein Meisterwerk!

Caledonian Road

von Andrew O'Hagan

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Am Wasser das Haus
Sarah O'Connor

Sarah O'Connor

Mitarbeiterin bei stories!

Sind Sie Geschichtsinteressiert? Oder darf es Kunst sein? Mögen Sie besondere, in besonders schöner Sprache geschriebene, Geschichten? Suchen Sie ein Literaturgeschenk für jemanden der bereits bestens ausgestattet ist? Oder mal etwas Anderes, sich Genreschubladen Entziehendes? „Am Wasser das Haus“ von Magdalena Saiger Ihr ihr Buch. Es beginnt im Jahr 1908, als der Maler Max Liebermann eine Villa am Wannsee nebst Garten entwirft. Zweieinhalb Jahrzehnte dient es der Familie als Refugium, als Sommerresidenz. Nach gewaltsamer Vertreibung wird es in den 1940ern als Reichspost genutzt; im ehemaligen Malersaal wird operiert; in den 70ern zieht ein Unterwasserclub ein. Leerstand. Wir verweilen nie lange bei den Menschen, ziehen weiter, sind Gäste und dürfen beobachten. Eine Villa, die bleibt, als Hauptprotagonistin. Die Autorin malt Bilder mit Worten: kunstvoll, wunderschön, wehmütig, herzzerreißend, auch mal augenzwinkernd.

Ein veritables Meisterinnenwerk!

Am Wasser das Haus

von Magdalena Saiger

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The Berry Pickers
Sarah O'Connor

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Mitarbeiterin bei stories!

It’s the 1960s, on a hot day, in Maine. Siblings Joe and Ruthie are sitting on their favourite rock at the edge of the blueberry fileds, where their Mi’kmaq family from Nova Scotia pick fruit, like every year. Six-year-old Joe leaves his little sister for a short while – only to find her gone on his return. Ruthie’s vanishing will forever hunt him. Yet he believes, without a doubt, that she is out there, somewhere.

In a nice suburb nearby, Norma is growing up as the only and deeply loved child of troubled parents. Recurring dreams in which she finds herself in strange yet familiar looking places with people who seem to be her siblings hunt her. Her mother keeps saying: only bad dreams. Are they though?

The Berry Pickers is a deeply moving story about loss, guilt, family and unwavering love. Keep your tissue box nearby!!

The Berry Pickers

von Amanda Peters

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Das Fest
Sarah O'Connor

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Mitarbeiterin bei stories!

Sommer 1947. Das an den Klippen Cornwalls malerisch gelegene Hotel Pendizack wird durch einen Felssturz verschüttet, und alle, die sich im Haus befanden, liegen unter den Trümmern begraben. Nur diejenigen, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks zu einem Fest am Strand versammelt haben, sind verschont geblieben. Kann das Zufall sein?
Eine Woche zuvor ist das heruntergekommene Herrenhaus, das die verarmten Pendizacks zum Hotel umfunktioniert haben, um die Ausbildung ihrer Söhne zu finanzieren, noch fast ohne Gäste. Nach und nach treffen Urlauber ein, unterschiedlichste Menschen, die sich ein einziges Badezimmer teilen müssen: die fünfköpfige Familie Gifford mit ihren besonderen Ansprüchen, die kapriziöse Schriftstellerin Anne Lechene und ihr Chauffeur, der furchteinflößende Geistliche Mr Wraxton mit seiner Tochter Evangeline. Ein jeder von ihnen, wie auch die Pendizacks, das lebenskluge Dienstmädchen Nancibel und die anderen Bediensteten, schlägt sich mit geheimen Sorgen herum und hat etwas zu verbergen. Vor der herrlichen Kulisse des offenen Meers bahnen sich Freundschaften, Romanzen, Fehden, Feindschaften an. Alles gipfelt in der Feier am Strand - und in der Frage, wer daran teilgenommen hat, um wie durch ein Wunder der Tragödie zu entgehen.

Das Fest

von Margaret Kennedy

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Hundepark
Sarah O'Connor

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Mitarbeiterin bei stories!

Als wir Olenka das erste Mal treffen, sitzt sie auf einer Parkbank und schaut einer Familie – Mutter, Vater, Tochter und Sohn – beim Spielen mit dem gemeinsamen Hund zu. Hundepark wird die kleine Grünfläche genannt, mitten in Helsinki. Von dort geht es in die Vergangenheit der Frau; ihre Zeit in Tallinn, als Mädchen, an die sie gute Erinnerungen hat. Es folgt der Umzug in den Donbass, in eine fremde, trostlose und arme Gegend und mit ihm Olenkas Leidenszeit. Sie kämpft sich frei, geht nach Kiew, als Model nach Paris – immer flankiert von den Geistern des ukrainischen Dorfes. Als eine Frau sich zu ihr auf die Parkbank setzt wird ihr klar, dass diese sie nun endgültig eingeholt haben. Sofi Oksanen erzählt virtuos und spannend vom Ost-West Gefälle in Europa, über Ausbeutung, Kommerzialisierung, toxischen Kapitalismus, Heimat und Familie. Eine Wucht!

Hundepark

von Sofi Oksanen

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Der große Fehler
Sarah O'Connor

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Mitarbeiterin bei stories!

Dies ist die unglaublich spannende (Lebens-)Geschichte des Andrew Haswell Green, der als „Father of Greater New York“ in Amerikas Annalen einging und auf dessen Konto nicht nur der Central Park, sondern auch das MOMA, die erste Public Library, die Zusammenführung der Stadtteile Brooklyn und Manhattan plus Reformationen im Bildungssektor ging. Sagt Ihnen nichts? Keine Sorge, man lernt ihn wirklich gut kennen, nebst einem Stück amerikanischer Geschichte ab 1820. Ach nö, lieber einen Krimi für den Balkon/Strand? Hier ist der Clou: dies ist nicht nur ein brillant recherchierter und erzählter (Tatsachen -)Roman, sondern auch ein außergewöhnliches Spannungsstück – A.H. Green wurde nämlich vor seiner Haustür ermordet…und das Beste zum Schluss: Das Buch passt sogar in die Hemdtasche!!!

Der große Fehler

von Jonathan Lee

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Wenn jeder an sich denkt, ist nicht an alle gedacht
Sarah O'Connor

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Mitarbeiterin bei stories!

Wem die heutige Ich-Bezogenheit, populistische Redenschwinger, die Feier des Neoliberalismus und die daraus resultierende Ungerechtigkeit nicht zusagen, sollte zur „Streitschrift für ein neues Wir“ des Philosophen Jan Skudlarek greifen. Handfest und mit vielen praktischen Beispielen und philosophischen Einschüben verdeutlicht er die Auswirkungen der hauptsache-mir-gehts-gut Mentalität und kommt zu der überzeugenden Konklusion, dass Freiheit für alle gedacht werden muss und dass es keine Freiheit ohne Gerechtigkeit gibt.

Wenn jeder an sich denkt, ist nicht an alle gedacht

von Jan Skudlarek

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Auf dem Nullmeridian
Sarah O'Connor

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Ein immigrierter Ägypter arbeitet bei der Londoner Wohnraumbehörde, versagt Suchenden mehr Wohnungen, als er vergibt. Hoffnung ist, was er schenkt. Wo ist der Sinn? Als eines Tages ein Freund aus Kairo anruft um ihn um einen gefallen zu bitten, öffnen sich, nach einer Phase des Widerstands, neue Möglichkeiten. Ein junger geflüchteter Syrer starb, augenscheinlich aus Schwäche, alleine in einer Unterkunft in der britischen Metropole. Er soll nun, seiner Flucht-Odyssee würdig, zur letzten Ruhe gebettet, sprich beerdigt werden. Auf dem Weg zur Erfüllung dieser Aufgabe gleiten die Gedanken des ägyptischen Flaneurs in die Vergangenheit, zu seiner Familie; er tastet die Konzepte von Diskriminierung, Rassismus und Klassismus ab, hat erschütternde wie erfüllende Begegnungen und steht, buchstäblich, mit einem Bein im (globalen) Westen und dem anderen im (globalen) Süden. Auf dem Nullmeridian.
Shady Lewis hat einen packenden, entlarvenden und äußerst wichtigen Roman geschrieben, in dem Leichtigkeit, Poesie und sogar Humor nicht zu kurz kommen.

Auf dem Nullmeridian

von Shady Lewis

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Rote Augen
Sarah O'Connor

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Mitarbeiterin bei stories!

Was als harmlose Facebook Korrespondenz beginnt, entwickelt sich zu einer handfesten, realen Bedrohung. Eine junge Radiojournalistin, bekannt für ihre dezidierten Ansichten und polarisierenden Äußerungen, bekommt die Verachtung, die Boshaftigkeit eines „zurückgewiesenen“ Mannes zu spüren, die alsbald im blanken Hass einer (Chat-) Gruppe kulminiert.
Das Buch ist ausschließlich in indirekter Rede verfasst, unser Bild der Geschädigten bildet sich aus den Aussagen verschiedener Menschen, unter anderem Denis‘, dem Hass-Initiator. Erschreckend ist vor allem, wie ihr Umfeld reagiert: von Relativierung bis Bagatellisierung, von Ungläubigkeit zu stell-dich-mal-nicht-so-an. Ernst fühlt sich die junge Frau auch von ihrer Ärztin und ihrem Anwalt nicht genommen, ihr Freund rät ihr zu entspannen, das würde auch dem unschönen Ausschlag in ihrem Gesicht guttun.
Was passiert aber, wenn das Opfer sich nicht mehr opfern möchte? Zum Gegenschlag ausholt? Wird sie als Heldin gefeiert, die sich, phönixgleich, erhebt um sich ihre Handlungsfähigkeit, ihr Leben zurückzuerobern? Oder…
Miriam Leroy erzählt unglaublich beklemmend und auf formal hohem Niveau ihre Geschichte, die natürlich auch unsere Geschichte ist. Sie fordert uns auf, in den Spiegel zu schauen und zu überlegen wer wir sein und wie wir handeln möchten.

Rote Augen

von Myriam Leroy

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Das Versprechen
Sarah O'Connor

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Mitarbeiterin bei stories!

Bereits zwei Mal stand Damon Galgut auf der Shortlist – 2021 war es dann soweit: für „Das Versprechen“ erhielt er den renommierten Booker Prize. Er erzählt seine Geschichte, die sich über 30 Jahre erstreckt, über politische und gesellschaftliche Umbrüche in Südafrika, anhand der weißen Familie Swart. Im Sterben liegend nimmt eine Frau ihrem Mann ein Versprechen ab: er soll der schwarzen Haushilfe, Salome, seit Jahren im Dienst der Familie, ein Haus übersprechen und das Land auf dem es steht. Zeugin dieses Schwurs wird Amor, die jüngste Tochter, die fortan als das Gewissen der Swarts über die Jahrzehnte erst den Vater, dann die verbleibenden Geschwister daran erinnert – vergeblich. In schönster Prosa, voller Perspektivwechsel und fantasievollen Einschüben schreibt der Autor über Schuld, des Einzelnen sowie einer Gesellschaft, Reue, Gerechtigkeit und am Ende vielleicht etwas, das nach Freiheit schmeckt.

Das Versprechen

von Damon Galgut

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Venomous Lumpsucker
Sarah O'Connor

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In Ned Beaumen’s fifth novel our present is the novel’s pre-dystopian past.
The novel’s present is a super heated, algorithm driven near future, in which we follow two strangers brought together for a kind of hunt . The target/ victim is the Venomous Lumpsucker, the most intelligent fish on earth – yet. The species is nearly extinct, only a few survivours hide on the Baltoscandian sea bottom. Swiss biologist Karin Resaint is hired by an Indian mining company to assess the fish’s intelligence while her undesired partner in crime, Mark Halyard, a British „environmental impact coordinator“ hopes for her to downgrade the fish – otherwise he’ll lose a lot of money.

This darkly funny, elaborate and impactful zoological thriller is definitely THE book for our age of Extinction Rebellion!

Venomous Lumpsucker

von Ned Beauman

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The Feast
Sarah O'Connor

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Mitarbeiterin bei stories!

On the lookout for a holiday read? Whether you intend to spend it on your couch, balcony, your allotment or on an island: Margaret Kennedy’s The Feast should be your choice! Set in picturesque Cornwall in 1947 we are faced with the sudden death of several people, victims of an avalanche – so it seems. Yet how sure can we be that there was no human involvement after all? Here’s the conclusion: read the book! (It just came out in German!)

The Feast

von Margaret Kennedy

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Reine Farbe
Sarah O'Connor

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Mitarbeiterin bei stories!

Wir leben in einem ganz bestimmten Moment – dem Moment, in dem Gott, wie ein Maler/eine Malerin, von der Staffelei zurücktritt um sein/ihr Werk zu betrachten.
Wie lange währt dieser, unser, Moment schon? Und wie lange wird er andauern?
Und was, wenn Gott vom Schöpfungsbild nicht überzeugt ist?!
Wer wissen möchte, wie es mit der Menscheit weitergeht; wer wissen möchte, ob er/sie von einem Vogel, einem Fisch oder einem Bären abstammt; wer wissen möchte, wie es sich anfühlt, eine Existenz als Blatt zu führen;
wer um ein Elternteil trauert, oder/und sich abnabeln möchte/muss, wer sich für Kunst, Philosophie, Liebe und Tiffany Lampen interessiert und/oder Lust hat sich auf eine wunderschöne, experimentelle Reise voller
Unwägbarkeiten und Wunder zu begeben – sollte „Reine Farbe“ von der klugen Sheila Heti lesen!

Reine Farbe

von Sheila Heti

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DAFUQ
Sarah O'Connor

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10 Tage Auszeit, 3 Mahlzeiten am Tag, (meistens) gute Gesellschaft, Handy-Detox – das sind nur einige euphemistische Umschreibungen für die Arresthaft, in der sich Anja Romanowa wiederfindet. Teilnahme an einer nicht angemeldeten Demonstration (gegen Regierungskorruption) lautet ihr Vergehen. Sie berichtet aus einer Zelle, die sie sich mit 5 Mit-Arrestantinnen teilt, einerseits von ihrem Leben: ihr angepasstes Aufwachsen in einem kleinen Ort auf dem Land, ihre Rebellion gegen ebendieses, erste Liebe(n), ihr „politisches Erwachen“ und die Aufnahme ihres Studiums der internationalen Beziehungen in Moskau. Andererseits lassen die Gespräche und Diskussionen der 6 sehr unterschiedlichen Frauen in Gefangenschaft ein vielschichtiges Gesellschaftsbild des heutigen Russland entstehen.

DAFUQ

von Kira Jarmysch

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Aufbrechen
Sarah O'Connor

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Mitarbeiterin bei stories!

Titsi Dangarembgas erstes Buch Ihrer Trilogie erschien im englischen Original „Nervous Conditions“ bereits 1988 und gilt als einer der ersten afrikanischen Frauenromane. Der unabhängige, in Berlin ansässige Orlanda Verlag brachte 2019 eine Neuauflage heraus, übersetzt von Ilija Trojanow – nun wurde die simbabwische Autorin gerade mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2021 ausgezeichnet. Wir folgen der jungen Tambudzai, genannt Tambu, im Rhodesien der 60er Jahre, auf dem beschwerlichen Weg zu Bildung und Emanzipation. Wozu sollen Mädchen länger als unbedingt nötig zur Schule gehen? Kochen, putzen und eine gute Ehefrau sein, lernen sich am besten zu hause. Ihr Bruder kennt diese Restriktionen nicht, er darf weiter zur Schule gehen, wenn nicht sogar studieren. Das ist einer der Gründe, warum Tambu nicht traurig ist, als der Bruder stirbt und sie an seine Stelle tritt – aber zu welchem Preis?

Aufbrechen

von Tsitsi Dangarembga

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Planet ohne Visum
Sarah O'Connor

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Mitarbeiterin bei stories!

Man muss nicht lange in dem über 600 Seiten starken Buch „Planet ohne Visum“ von Jean Malaquais lesen um zu verstehen, dass man ein veritables Meisterwerk in den Händen hält. 75 Jahre nach der Veröffentlichung im französischen Original, ist es in der Edition Nautilus - erstmals - in deutscher Sprache erschienen. Schauplatz ist Marseille im Jahr 1942. Ein Ort der Verheißung und Freiheit für einige, für andere ein Weg in die Deportation und Gefangenschaft. Malaquais lässt ein Füllhorn an Charakteren auftreten, viele an Personen aus seinem Bekanntenkreis angelehnt: Anna Seghers, Hannah Arendt, Victor Serge, Lion Feuchtwanger und andere. Auch dem Amerikaner Varian Fry, der in Marseille ein Rettungsnetzwerk führte und unter anderem Malaquais selbst zur Ausreise verhalf, wird ein literarisches Denkmal gesetzt. Wir begegnen Resistancekämpfer:innen, Kollaborateuren, Opportunisten, Spitzeln, Denunzianten und Menschen, die darum kämpfen, ihre Menschlichkeit zu bewahren.

Ein Buch des Erinnerns, gegen das Vergessen und für die Freiheit.

Planet ohne Visum

von Jean Malaquais

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Hundert Augen
Sarah O'Connor

Sarah O'Connor

Mitarbeiterin bei stories!

Wie wäre es mit einem Haustier, das nichts zu essen braucht, keinen Dreck macht, keine nennenswerten Bedürfnisse hat, außer eines leisen Grunzens keine Geräusche von sich gibt und dabei auch noch süß aussieht? Was es kann? Sehen und hören und – da sein. Es handelt sich um sogenannte „Kentukis“, die man wahlweise als Drache, Krähe, Kaninchen oder Maulwurf erwerben kann. Die Augen dieser „Plüschtiere“ sind Kameras, die Ohren Mikrofone. Irgendwo auf der Welt kauft sich jemand einen Internet-Zugangscode und „wacht“ als Kentuki in einem nicht determinierten Land/Stadt/Haushalt auf. In Samanta Schweblins großartiger Abbildung unserer vernetzten Welt, mit all ihren Möglichkeiten, Komplexität und Gefahren, gehören Kentukis selbstverständlich dazu, liegen Menschlichkeit und Horror nah beieinander. Man könnte sich in einer brillant konzipierten Dystopie wähnen – bis der Blick aufs eigene Smartphone fällt...

Hundert Augen

von Samanta Schweblin

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Queenie
Sarah O'Connor

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Candice Carty-Williams' book is a literary punch in the gut: it takes you by surprise, knocks you off your feet and leaves you speechless. The good thing about this kind of blow is: you'll have plenty to laugh about too! This is the story of Queenie, a woman in her mid-twenties, born to jamaican parents and working at a magazin in London. The break-up with her long-term boyfriend leaves her quite unstable and soon enough she finds herself in numerous unhealthy (short-term) relationships with men plus her job, which she's worked so hard to get in the first place, is at stake. Luckily for her, she has "The Corgis", her three best friends, who guide, quarrel and contradict her through her hardships. This is a deep and powerful story about a young woman's quest to the core of herself. It is also a honest and political read about ethnic diversity, everyday racism and the "Black-Lives-Matter" movement. Queenie, I already miss you dearly!

Queenie

von Candice Carty-Williams

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The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen
Sarah O'Connor

Sarah O'Connor

Mitarbeiterin bei stories!

Das richtige Buch zur richtigen Zeit: weit davon entfernt ein weiteres, mit Plattitüden gefülltes Selbsthilfebuch zu sein, ist Matt Haigs neustes Werk eine wunderschöne Sammlung an Vignetten - von sehr praktischen Dingen, wie öfters mal NEIN zu sagen und ohne Reue Pasta zu essen, bis zu wunderschönen Exzerpten von Autor:Innen und Philosoph:Innen, wie z.B. James Baldwin, Emily Dickinson und Marcus Aurelius.
Ein zugleich weises und witziges Buch und ein definitiver Stimmungsaufheller!

The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen

von Matt Haig

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Otmars Söhne
Sarah O'Connor

Sarah O'Connor

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Als zehnjähriger Junge lernt Dolf seinen zukünftigen Stiefvater Otmar Smit und damit, das erste Mal in seinem Leben, so etwas wie Väterlichkeit kennen. Otmars leibliche Kinder sind musikalische Genies, sie an der Violine, er am Klavier. Da der kleine Klaviervirtuose ebenfalls Dolf heißt, wird Stiefsohn-Dolf kurzerhand in Ludvig umgetauft; Beethovens Geist ist im verwinkelten Smit Haus in Venlo allgegenwärtig. Als Erwachsener reist Ludwig als Shell Angestellter auf die sibirische Insel Sachalin um sich dort mit dem CEO der Firma „Sakhalin Energy“ zu treffen und ist überzeugt: bei Johann Tromp handelt es sich um seinen, bisher als Leerstelle in Erscheinung getretenen, Erzeuger. Dies ist der Auftakt zum ersten Teil einer angekündigten Trilogie, die es mit 600 Seiten in sich hat und vor Lebendig – und Abgründigkeit überzuschäumen droht.

Otmars Söhne

von Peter Buwalda

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Wach denken
Sarah O'Connor

Sarah O'Connor

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Gerade in unsicheren Zeiten wächst das Bedürfnis nach Eindeutigkeit, nach Vereinfachung. Bloss keine Ambiguität; lieber klare Verhältnisse, die schnelle Entscheidungen zulassen. Nach Rebekka Reinhardt, Philosophin und Redakteurin, halten wir es deshalb mit der „Computer-Logik“, dem binären System welches aus Einsen und Nullen, oder eben aus Schwarz-Weiss, Wahrheit-Fake, Männlich-Weiblich, Entweder-Oder Denken besteht. Und darin, so die Autorin, liegt eines der großen Probleme unserer Zeit. Denn auf der Strecke bleiben nicht nur eigenständiges und objektives Denken (und verantwortungsvolles Handeln), sondern auch die Freiheit selbst zu bestimmen, was ein gelungenes Leben ausmacht (wenn man es nicht Computer-Logik basierten Erfolgsparametern unterwerfen will). Dieses Buch ist wie ein wake-up Call; ein Plädoyer für mehr Herz und Gefühl und die Rückbesinnung auf „alte“ gleichwohl valide Werte, die unserem (Zusammen-) Leben einen Sinn geben.

Wach denken

von Rebekka Reinhard

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