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Alle Empfehlungen von Katja Schneider

Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

mag Bücher, die in New York spielen, auf hoher See, an den Polen, in der Natur und in Osteuropa, ist aber offen für alle weiteren Themen und Schauplätze. Kinder- und Jugendbücher findet sie ebenso klasse. Des weiteren findet sie, dass Dinosaurier viel häufiger in Büchern für Erwachsene thematisiert werden sollten.

Umlaufbahnen
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Wir begleiten sechs Astronaut_innen und Kosmonauten, die zusammen auf einer internationalen Raumstation leben und arbeiten. Dabei umkreisen sie täglich viele Male ihren Heimatplaneten, so fern, wunderschön und bedroht. Sie lassen uns an Ihren Gedanken, Wünschen und ihrem Alltag in der Schwebe teilhaben und die Autorin verwebt diese lose mit so wunderschönen Beschreibungen und philosophischen Gedanken, dass man die Erde noch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel kennenlernt und glatt darüber nachdenkt, die Strapazen eines Weltallbesuchs auf sich zu nehmen.

„Umlaufbahnen“ wurde jüngst mit dem Booker Prize 2024 ausgezeichnet und das zurecht! Das schmale Werk ist inhaltlich wie sprachlich ein großer Wurf und ich rate Ihnen allen, es zu lesen, auch wenn Sie für Raumfahrten und Mondlandungen normalerweise nur ein müdes Lächeln übrig haben.
 

Umlaufbahnen

von Samantha Harvey

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Sind Flüsse Lebewesen?
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

In einem Zeitungsartikel wurde kürzlich die Frage aufgeworfen, was wäre, wenn die Elbe ein Mensch wäre und Rechte hätte. Wenn Sie vor Gericht vertreten werden könnte und eine Anklage erhoben werden könnte. Denn der Elbe geht es schlecht: Der Sauerstoffgehalt sinkt, Fische sterben, es kommt immer wieder zu Überschwemmungen und weiteren Katastrophen. Flüsse sind Lebensadern, auch für uns Menschen und doch beuten wir diese aus, lassen verunreinigtes Wasser und Chemikalien hineinlaufen und baggern sie immer weiter aus, damit noch größere Schiffe auf ihnen fahren können.

Der Elbe fühle ich mich seit meiner Kindheit in Wittenberg verbunden und liebe es, an diesem Fluss entlang zu spazieren, das glitzernde Wasser zu beobachten und an ihrem Ufer eine Rast einzulegen. Auch der Autor Robert Macfarlane hat in seiner englischen Heimat solch einen Fluss, den er liebt und gern besucht. Doch auch in Großbritannien ist die Situat für die Gewässer alles andere als rosig. Weltweit betrachtet ist die Lage ebenfalls ernst. Macfarlane hat drei Flüsse in Indien, Kanada und Ecuador besucht, in denen eine Umweltkatastrophe droht. Er hat mit Menschen gesprochen, die sich mit anderen zusammengeschlossen haben, um diese zu schützen und eine Stimme zu verleihen und schreibt darüber in seinem wunderschönen Buch „Sind Flüsse Lebewesen?“ Diese Menschen und darüber zu lesen verleiht Hoffnung und die Frage, die der Titel aufwirft, wird klar mit einem JA beantwortet.

Sind Flüsse Lebewesen?

von Robert Macfarlane

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Die große Hitze
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Denise Mina ist eine schottische Autorin, die einen Philip-Marlowe-Roman geschrieben hat. Moment, Philip Marlowe ist doch eine literarische Figur von Raymond Chandler! Richtig, aber erstens haben schon einige männliche Autoren vor ihr sich an einem Detektivroman über den konventionsscheuen und schlagfertigen Privatermittler versucht und zweitens ist „Die große Hitze“ vom Raymond Chandler Real Estate autorisiert worden. Und drittens hat mir diese hardboiled novel ausnehmend gut gefallen.

Los Angeles in den frühen 30ern des 20. Jahrhunderts. Es ist heiß und Philip Marlowe wird gebeten, einen neuen Fall zu übernehmen: Christine, die Tochter des in der ganzen Stadt sehr einflussreichen Millionärs Chadwick Montgomery, ist verschwunden. Der Privatdetektiv hat wenig Mühe, die Verschollene aufzufinden, doch das ist noch lange nicht das Ende und nur die Spitze eines Eisberges voller Machtspielchen und illegaler Machenschaften und Marlowe fängt an zu graben.

„Die große Hitze“ ist turbulent, unglaublich atmosphärisch, voller witziger und knochentrockener verbaler Schlagabtäusche und emanzipierter Frauenfiguren. Letzteres ist wohl im Original nicht zuhauf vorhanden, trotzdem freue ich mich schon auf die Lektüre der acht „echten“ Philip-Marlowe-Geschichten.

Die große Hitze

von Denise Mina, Else Laudan

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Ein Königreich für eine Schnecke
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Jewa ist eine junge Wissenschaftlerin, die sich den Schnecken widmet und versucht, bedrohte Arten vor dem Aussterben zu retten. Dafür fährt sie in ihrem zu einem Labor umgebauten Transporter durch die Ukraine. Um sich zu finanzieren, versucht sie nicht, Forschungsgelder zu erhalten oder wissenschaftliche Artikel in Fachzeitungen zu lancieren, sondern tut in einer Heiratsagentur so, als sei sie auf der Suche nach einem westlichen Mann. In dieser Agentur arbeiten auch die Schwestern Nastia und Sol, deren Mutter, eine ukrainische Aktivistin, verschollen ist. Um diese wiederzufinden, plant Nastia eine aufsehenerregende Aktion. Dafür braucht sie das fahrende Labor von Jewa, denn der Plan sieht vor, 12 heiratswillige Männer (unter dem Vorwand, durchs Land zu fahren und junge Frauen kennenzulernen) darin einzusperren, später unter großem TamTam im Wald auszusetzen, große Aufmerksamkeit zu erregen und die stolze Mutter mit ihren Töchtern wieder zu vereinen. Jewa und auch Sol sind zwar nicht besonders überzeugt von diesem Vorhaben, willigen aber ein. Natürlich geht von Anfang alles schief und dann fällt auch noch Russland in die Ukraine ein. Die Wirklichkeit schlägt zu und auch Maria Reva, die Autorin, bringt sich plötzlich mit ihrer persönliche Geschichte ein.

„Ein Königreich für eine Schnecke“ hat einen fantastischen Plot, der nicht genialer, witziger und berührender erzählt werden könnte. Schon jetzt ist dieses Buch für mich eines der Highlights meines Lesejahres.

Ein Königreich für eine Schnecke

von Maria Reva

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Beliebige Fracht. Die Geschichte der globalen Wirtschaft, erzählt anhand eines Schiffs
Katja Schneider

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Die besten Sachbücher sind für mich jene, welche mich ohne erhobenen Zeigefinger, viel Wissen, einem Bezug zur Praxis und einem unterhaltsamen Schreibstil bilden können. Immer wieder lege ich ein Sachbuch zur Seite, wenn der Autor oder die Autorin zwar viele interessante Dinge wissen, aber hölzern schreiben und mich nicht mitnehmen. „Beliebige Fracht“ von Ian Kumekawa ist eines der besten Sachbücher, das ich jede gelesen habe. Der Historiker erzählt die Geschichte der globalen Wirtschaft anhand zweier Frachter, die Ende der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts in einer schwedischen Werft gebaut wurden und seit 2018 in Nigeria bzw. seit 2022 in Indien stillgelegt sind. Bis zu ihren Endzielen wurden sie in der ganzen Welt als Behausung für Werksarbeiter, Soldaten oder gar Gefängnisinsassen und immer wieder als Spekulationsobjekte genutzt. Der Autor erläutert dabei, wie Briefkastenfirmen arbeiten, wie der Sklavenhandel und Ölförderung häufig nur wenigen Menschen nützt, juristische Fallstricke, den Neoliberalismus und dergleichen mehr und das so eingängig und packend, dass man sich wünscht, die Schiffe wären noch im Einsatz und es gäbe noch mehr über sie zu erfahren.

Dieses Buch bekommt von mir eine Eins mit Sternchen und das Prädikat genial.

Beliebige Fracht. Die Geschichte der globalen Wirtschaft, erzählt anhand eines Schiffs

von Ian Kumekawa

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Sommerhaus
Katja Schneider

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Vic ist 76 Jahre alt, sehr erfolgreicher Maler und der geliebte Patriarch der Familie. Zuhause in London kreisen seine 4 erwachsenen Kinder um ihn: Die selbstbewusste Netta, die in Nettas Schatten stehende zweitgeborene Susan, Goose, der einzige Sohn, der das Künstlerdasein nach einem psychischen Zusammenbruch wieder verworfen hat und Iris, das Nesthäkchen. Die Mutter der Geschwister ist schon lange tot, dafür gab es einen hohen Verschleiß an Au Pairs, die nicht nur auf die Kinder aufpassen sollten, sondern auch Kurzzeitfreundinnen für ihren Vater darstellten. Alles ist in bester Ordnung bis zum dem Tag, an dem Vic seinen Kindern eröffnet, dass er die Frau seines Lebens gefunden habe - im Internet.Sie heißt Bella Mae und ist erst 27 Jahre alt, noch jünger als Iris. Irritiert nehmen die Geschwister davon Kenntnis, was bleibt ihnen auch übrig und außerdem wird die große Liebe in wenigen Wochen sowieso vorbei sein. Doch es kommt anders. Vic und Bella Mae werden sogar heiraten - ohne Gäst_innen, dafür mit einer Einladung zur großen Feier auf dem Familiensitz in Italien, genauer gesagt auf einer Insel im Lago d‘Orta. Netta, die das Sagen hat, beschließt, dass ihr Vater von allen geschnitten werden sollte, bis er wieder zur Besinnung kommt. Weder reagieren die vier auf seine Textnachrichten, noch machen sie sich auf den Weg zu ihm. Doch kurz darauf erhält Susan einen Anruf: Ihr Vater sei tot. Sofort macht sie sich auf den Weg nach Italien, ihre Geschwister folgen. Angekommen, müssen sie den Schock verarbeiten, trauern, die Erbschaft regeln und schließlich Bella Mae kennenlernen. Und alles wird sich ändern.

Es macht großen Spaß, „Sommerhaus“ durchzuschmökern, an der Gefühls- und Gedankenwelt der Geschwister Anteil zu haben und ihre Irrungen und Wirrungen nach und nach zu entknoten.

Sommerhaus

von Rachel Joyce

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Flora Brimble und der verlorene Frühling
Katja Schneider

Katja Schneider

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Flora Brimble lebt mit ihrem Vater, einem sehr erfolglosen Fischer, in einem kleinen Küstenörtchen. Das Mädchen liebt es, sich Geschichten auszudenken und besonders, Abenteuer über die von ihr erdachte Heldin Harriet aufzuschreiben. Schon lange herrscht Winter und der Frühling ist längst überfällig, aber er will sich einfach nicht zeigen. Sehr merkwürdig ist das, befindet Flora und sie weiß, dass der Einzige, der weiß, warum das so ist, ihr Großvater ist, der als Einsiedler tief im Wald lebt. Bei ihrem Besuch erfährt sie, dass die Maikönigin verschwunden sei und deshalb der Frühling auf sich warten lasse. Nichts leichter als das also, diese aufzuspüren! Gemeinsam mit Parzival, einem sprechenden Eichhörnchen und Grisold, einem Kobold, macht sie sich auf eine gefährliche und besonders abenteuerliche Reise, in der es vor Überraschungen nur so wimmelt und bei der Flora sogar Bekanntschaft mit Harriet, ihrer Romanheldin, machen wird!

„Flora Brimble und der verlorene Frühling“ ist eine besondere, kluge und märchenhafte Geschichte, die sich in einem Rutsch wegschmökern lässt. Mehr davon und ein sprechendes Eichhörnchen als Freund, bitte!

Ab 10 Jahren.

Flora Brimble und der verlorene Frühling

von Marcus Raffel

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Meisterdetektiv Mausebart - Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1)
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Monsieur Mausebart, der weltberühmte Mäusedetektiv, ist vom trubeligen Paris ins beschauliche englische Küstenörtchen Bath gezogen.Schon kurze Zeit später wartet ein neuer, kniffliger Fall auf ihn! Nach und nach verschwinden immer mehr Tiere: Erst eine Schlange, dann ein Krokodil und dann ein Pavian und dann hat Monsieur Mausebart endlich eine Verdächtige gefunden. Doch nichts ist wie es scheint und offenbar kann der weltberühmte Mäuserich doch nicht jeden Fall lösen? Doch zum Glück hat er den kleinen und tapferen Nager Mopsi als Assistenten an seiner Seite, der ihm zu neuen Schwung und Zuversicht verleiht. Gemeinsam können sie den Fall vielleicht doch noch lösen!

„Meisterdetektiv Mausebart steckt voller witziger und spannender Ideen und wird großartig ergänzt durch extraviele Illustrationen, die Leser_innen ab 8 Jahren durch die Seiten fliegen lassen.

Meisterdetektiv Mausebart - Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1)

von Charley Rabbit

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Herwig und Elsie - Wo ist der große Zauberer?
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Viele Jahre wurde der Hase Herwig von seinem Zaubererfreund Hokus van Pokus bei Vorstellungen aus einem Hut heraus- und wieder hineingezaubert. Sogar zusammen gewohnt haben die beiden. Doch eines Morgens ist von Hokus verschwunden. Zurückgelassen hat er seine Zauberuntensilien und einen Brief für seinen kleinen Freund, in dem steht, dass Herwig von nun an allein zurechtkommen muss und ganz sicher als Zauberer Erfolg haben würde. Herwig versteht die Welt nicht mehr und ist sicher, dass er Hokus finden wird, wenn er sich denn nur aus dem Haus in das große Unbekannte trauen würde. Oder vielleicht könnten ihm die Zauberutensilien helfen? Aber statt seines Menschenfreundes zaubert er einen Elefanten aus dem Hut! Elise, so heißt die Elefantin, ist sehr freundlich, hilfsbereit und ebenfalls auf der Suche nach ihrem verloren gegangenen Elefantenfreund Emil.Und so wagen sich die beiden gemeinsam nach Draußen, erleben lustige, manchmal traurige und vor allem aufregende Dinge und am Ende winkt eine ungeahnte und gleichzeitig schönste Belohnung für die beiden Abenteurer!

Ute Krause ist vor allem für ihre „Muskeltiere“ bekannt und beliebt, „Herwig und Elsie ist eine ebenso wunderbare Freundschaftsgeschichte zum Vor- und Selberlesen ab 6 Jahre!

Herwig und Elsie - Wo ist der große Zauberer?

von Ute Krause

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Meisterdetektiv Mausebart - Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1)
Katja Schneider

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Monsieur Mausebart, der weltberühmte Mäusedetektiv, ist vom trubeligen Paris ins beschauliche englische Küstenörtchen Bath gezogen.Schon kurze Zeit später wartet ein neuer, kniffliger Fall auf ihn! Nach und nach verschwinden immer mehr Tiere: Erst eine Schlange, dann ein Krokodil und dann ein Pavian und dann hat Monsieur Mausebart endlich eine Verdächtige gefunden. Doch nichts ist wie es scheint und offenbar kann der weltberühmte Mäuserich doch nicht jeden Fall lösen? Doch zum Glück hat er den kleinen und tapferen Nager Mopsi als Assistenten an seiner Seite, der ihm zu neuen Schwung und Zuversicht verleiht. Gemeinsam können sie den Fall vielleicht doch noch lösen!

„Meisterdetektiv Mausebart steckt voller witziger und spannender Ideen und wird großartig ergänzt durch extraviele Illustrationen, die Leser_innen ab 8 Jahren durch die Seiten fliegen lassen.

Meisterdetektiv Mausebart - Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1)

von Charley Rabbit

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Herwig und Elsie - Wo ist der große Zauberer?
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Viele Jahre wurde der Hase Herwig von seinem Zaubererfreund Hokus van Pokus bei Vorstellungen aus einem Hut heraus- und wieder hineingezaubert. Sogar zusammen gewohnt haben die beiden. Doch eines Morgens ist von Hokus verschwunden. Zurückgelassen hat er seine Zauberuntensilien und einen Brief für seinen kleinen Freund, in dem steht, dass Herwig von nun an allein zurechtkommen muss und ganz sicher als Zauberer Erfolg haben würde. Herwig versteht die Welt nicht mehr und ist sicher, dass er Hokus finden wird, wenn er sich denn nur aus dem Haus in das große Unbekannte trauen würde. Oder vielleicht könnten ihm die Zauberutensilien helfen? Aber statt seines Menschenfreundes zaubert er einen Elefanten aus dem Hut! Elise, so heißt die Elefantin, ist sehr freundlich, hilfsbereit und ebenfalls auf der Suche nach ihrem verloren gegangenen Elefantenfreund Emil.Und so wagen sich die beiden gemeinsam nach Draußen, erleben lustige, manchmal traurige und vor allem aufregende Dinge und am Ende winkt eine ungeahnte und gleichzeitig schönste Belohnung für die beiden Abenteurer!

Ute Krause ist vor allem für ihre „Muskeltiere“ bekannt und beliebt, „Herwig und Elsie ist eine ebenso wunderbare Freundschaftsgeschichte zum Vor- und Selberlesen ab 6 Jahre!

Herwig und Elsie - Wo ist der große Zauberer?

von Ute Krause

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Agathe
Katja Schneider

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Agathe ist ungefähr 80 Jahre alt, sehr klein und langsam, sie hat einen dicken Panzer und ist schon ewig in Antjes Familie. Als ihr Vater selbst noch ein Kind war, hat er von seinem Taschengeld eine Schildkröte erstanden und diese Agathe genannt. In wunderschönen Bildern und tollen Texten (also in gewohnter Antje Damm Manier) erzählt die Illustratorin in „Agathe. Papas Schildkröte und ich“ die Geschichte der menschlichen und tierischen Mitglieder ihrer Familie, kleine Anekdoten und sogar davon, wie einmal Agathe wochenlang ausgebüxt war.

Ein Buch für alle Schildkrötenfreund_innen und die, die es noch werden wollen.

Agathe

von Antje Damm

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Flora Brimble und der verlorene Frühling
Katja Schneider

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Flora Brimble lebt mit ihrem Vater, einem sehr erfolglosen Fischer, in einem kleinen Küstenörtchen. Das Mädchen liebt es, sich Geschichten auszudenken und besonders, Abenteuer über die von ihr erdachte Heldin Harriet aufzuschreiben. Schon lange herrscht Winter und der Frühling ist längst überfällig, aber er will sich einfach nicht zeigen. Sehr merkwürdig ist das, befindet Flora und sie weiß, dass der Einzige, der weiß, warum das so ist, ihr Großvater ist, der als Einsiedler tief im Wald lebt. Bei ihrem Besuch erfährt sie, dass die Maikönigin verschwunden sei und deshalb der Frühling auf sich warten lasse. Nichts leichter als das also, diese aufzuspüren! Gemeinsam mit Parzival, einem sprechenden Eichhörnchen und Grisold, einem Kobold, macht sie sich auf eine gefährliche und besonders abenteuerliche Reise, in der es vor Überraschungen nur so wimmelt und bei der Flora sogar Bekanntschaft mit Harriet, ihrer Romanheldin, machen wird!

„Flora Brimble und der verlorene Frühling“ ist eine besondere, kluge und märchenhafte Geschichte, die sich in einem Rutsch wegschmökern lässt. Mehr davon und ein sprechendes Eichhörnchen als Freund, bitte!

Ab 10 Jahren.

Flora Brimble und der verlorene Frühling

von Marcus Raffel

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Hänky und die vier Megamonsterbanausen
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Hänky ist ein kleiner Vampir, der Bücher liebt und in einem Schloss wohnt. Seine Mitbewohner sind ihm nicht geheuer, er hat gehört, dass sie schrecklich, fürchterlich, schauerlich und unheimlich sein sollen! Deshalb hält er sich von ihnen fern und ist dabei recht zufrieden, solange er seine Bücher und genug zu essen hat. Eines Nachts hat er Riesenhunger und holt sich heimlich Essen aus der Küche. Doch, oh weh, ihm fällt etwas zu Boden und er wird von seinen schrecklichen, fürchterlichen, schauerlichen und unheimlichen Mitbewohnern entdeckt! 

"Dieses Buch hilft bei Furcht und Vorurteil" steht auf dem Cover dieses herrlichen Bilderbuchs und es könnte sein, dass Hänky gar keinen Grund hat, sich zu ängstigen, sondern alle ganz einfach schrecklich nett sind.

Ab 4 Jahren.

Hänky und die vier Megamonsterbanausen

von Benjamin Gottwald

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Abenteuer in Müffel-Büffel - Hier stinkt's gewaltig!
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Chilli und Chayenne sind beste Freundinnen und ihr größter Traum ist es, als Cowgirls arbeiten zu können. Da haben die Männer in Müffel Büffel, einem richtigen WildWestStädtchen, leider sehr viel dagegen. Und dann bietet sich doch die Gelegenheit, nachts die große Rinderherde vom Bürgermeister Old Amsterdam zu hüten. Die großen Cowboys haben nämlich Angst vor dem Dieb, der in Müffel Büffel umgehen soll, die beiden Mädchen aber schnappen sich ihre Wasserpistolen und ihre Pferde Schnaubelt und Hufi und passen gut auf. Trotzdem sind am nächsten Morgen
32 Kälbchen verschwunden und die Cowgirls geben ihre Karriere auf. 
Schnell ist ein Dieb gefasst, aber ist er wirklich der Richtige? Aus den Cowgirls werden nun Detektivinnen und schon bald sind sie auf der richtigen Spur!

„Abenteuer in Müffel Büffel. Hier stinkt’s gewaltig“ ist genau die richtige Geschichte für alle, die schon Lust haben, selbst ein Buch zu lesen, das nicht so dick ist und viele tolle Bilder hat.

Ab 7 Jahren.

Abenteuer in Müffel-Büffel - Hier stinkt's gewaltig!

von Katalina Brause

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Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt
Katja Schneider

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Eine Frau (und ihr Körper) kann nur verlieren: Für die einen ist sie zu dick, für die anderen zu dünn, zu stark geschminkt oder zu wenig, zu jung oder zu alt, einfach immer falsch. So ergeht es auch der jungen Jegana in dieser Geschichte, einer jungen Aserbaidschanerin, die sich ihre Augenbrauen erst zupfen darf, wenn sie verheiratet ist, die sich ihre langen Haare nur schneiden darf, wenn der Vater es erlaubt und dergleichen mehr, was es an Ritualen und Regeln zu befolgen gibt. Anhand ihrer Körperteile erzählt sie ihre Geschichte, was sie und die Frauen in ihrem Umfeld als Ehefrauen oder als Töchter und Dank des Schönheitsdiktats erdulden müssen. Und eines Tages wird Jeganas Körper außer Kontrolle geraten, Muskeln kontrahieren unkontrolliert, Körperteile werden und bleiben gelähmt die Verzweiflung ist groß. Was folgt, sind lange und deprimierende Krankenhausaufenthalte, in denen versucht wird, das alte Leben und den alten Körper wiederzuerlangen oder zumindest ein wenig Kontrolle über den Ausnahmezustand. Eine traurige Geschichte, könnte man meinen, doch gibt es immer wieder lichte Momente: Wenn sich Jeganas Klassenkameradinnen ganz selbstbewusst trotzdem die Augenbrauen zupfen oder die junge Frau beschließt, ihre Haare nach dem Krankenhausaufenthalt auch ohne Erlaubnis schneiden zu lassen - kleine und wichtige Momente der Selbstermächtigung.

Der Debütroman „Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt“ von Jegana Dschabbarowa ist ein fantastisches Kleinod, das Lust auf mehr macht!

 

Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt

von Jegana Dschabbarowa

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Rocky Winterfeld
Katja Schneider

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Rockys Leben ist ganz schön eintönig geworden, seit sein bester Freund und Nachbar Marek viele Hundert Kilometer weggezogen ist und nun in Polen wohnt. Seine Mutter Nancy arbeitet zu viel und in der Schule ist niemand, der seine Begeisterung für den Weltraum teilt. Bis eines Tages immer wieder Briefe bei Ihm eintreffen, die ihm eine Fahrt im alten VW-Bus seiner Lehrerin Frau Popov bescheren werden. Rocky ist nämlich ausgewählt worden, mit anderen Mitschüler_innen an einem Wissenschaftswettbewerb teilzunehmen und zwar ausgerechnet in Polen! Das ist DIE Gelegenheit, Marek wiederzusehen, der sich in der letzten Zeit ganz schön rar gemacht hat. Mit an Bord sein sollen die überaus beliebte Leyla, die sich jederzeit für die Umwelt stark macht, Tess, die neu in der Schule ist und sich in ihrem schwarzen Kapuzenpulli versteckt, der überquierlige Kadir und natürlich Frau Popov. Leider ist Nancy von der Idee gar nicht begeistert und deshalb beschließt ihr Sohn, heimlich mitzufahren. (Bitte nicht nachmachen!) Eine verrückte Fahrt mit einem geretteten Kaninchen, drei rockmusikbegeisterten Nonnen und einer besonderen Glampingnacht wartet auf Rocky und seine Reisegefährt_innen, bei der es am Ende noch einiges mehr zu gewinnen gibt, als „nur“ einen Wissenschaftswettbewerb!

„Rocky Winterfeld. Ziemlich neben der Spur“ steht den beiden Vorgängerromanen von Marie Hüttner („Ist Oma noch zu retten?“ und „Die Mitternachtsdiebe“) in nichts nach: Eine Superfreundschaftsgeschichte mit ganz viel Spannung und voller Abenteuer!

Ab 10 Jahren.

Rocky Winterfeld

von Marie Hüttner

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Viper's Dream
Katja Schneider

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Clyde Morton aka. Viper ist der Marihuanakönig von Harlem, der die Drogenszene kontrolliert und regiert. Eigentlich war er in den 30ern nach New York gekommen, um als Trompeter in Jazz Bands zu spielen, doch bereits das erste Vorspielen offenbarte, dass sein Talent auf anderen Gebieten liegt. Mitte der 60er ist er nun ganz oben auf der kriminellen Karriereleiter angekommen und hat gerade seinen dritten Mord verübt. Der geschmierte Cop kann ihm zum Glück noch rechtzeitig Bescheid geben, dass er untertauchen soll. Doch wird Viper diese Chance nutzen oder wird er von seinen (Fehl)Entscheidungen der Vergangenheit endgültig eingeholt? Zudem ist er seit Jahrzehnten unglücklich in Yolanda verliebt und wenn er sie nicht haben kann, ist der ganze Reichtum und die ganze Macht doch eh für die Katz. Und auch die Jazzszene verändert sich immer mehr, als Heroin seinen Siegeszug beginnt.

Jake Lamar hat einmal mehr einen unglaublich atmosphärischen und politisch interessanten Kriminalroman geschrieben, der sehr viel Spaß macht und voller Musik steckt. Übersetzt wurde er wieder fantastisch von Robert Brack.

Viper's Dream

von Jake Lamar

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Immerland - Die Stadt der Ewigkeit
Katja Schneider

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Mika stehen die langweiligsten Sommerferien aller Zeiten bevor. Er muss raus aufs Land zu seiner seltsamen Oma, die ihn immer Spätzchen nennt, Apfelkuchen bäckt, der außen verbrannt und innen roh ist und das Internet geht auch nicht. Die Zeit kriecht bis zu dem Tagaus es Oma auf einmal sehr schlecht geht und die Telefonleitung tot ist. Mika ahnt, dass seine Oma ins Krankenhaus muss und beschließt, nicht zu hoffen, bald wieder telefonieren zu können und einen Rettungswagen zu rufen, sondern mit dem alten Auto, das draußen vor dem Haus steht, zu fahren. Tatsächlich setzt sich das Fahrzeug in Bewegung, doch es kommt, wie es kommen muss, Mika kann das Auto nicht richtig handeln und sie kommen von der Fahrbahn ab. Da plötzlich scheint die Welt still zu stehen und ein Luftschiff, das wie ein Wal geformt ist, taucht neben dem in der Zeit eingefrorenen Auto auf und nimmt die beiden Passagiere auf. Doch anstatt in die Stadt ins Krankenhaus zu fahren, landet der Wal vor den Toren von Immerland. Immerland ist eine wunderschöne Stadt, in der Oma genesen kann und Mika entdeckt, dass dort alle gut drauf sind, keiner streitet und man alles haben kann, das man sich wünscht. Zudem findet der Junge selbst auf einmal Freund_innen, etwas, das er in seinem alten Leben nicht hatte und zudem wird er in einen Club voller Schlaulöpfe aufgenommen, ebenfalls ein absolutes Novum für ihn. So könnte es für immer sein, doch Oma findet heraus, dass der schöne Schein trügt.

Flix ist Comiczeichner und Illustrator und hat nun sein erstes Kinderbuch geschrieben und natürlich selbst illustriert. Witzig, spannend und fantasievoll - absolut gelungen!

Ab 12 Jahren.

Immerland - Die Stadt der Ewigkeit

von Flix

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Ausgerechnet Adelheid!
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Adelheid und Benni gehen zusammen in die 3. Klasse. Für das Mädchen ist es eine Ehrenrunde, Rechtschreibung und Rechnen sind nicht ihre größte Stärke. Sarah-Michelle, die in der Bank vor den beiden sitzt, meint, dass Adelheid deshalb dumm sei, aber da täuscht sie sich ganz gewaltig! Adelheid liebt es, Dinge ganz genau zu beobachten, sie ist eine tolle Freundin, die für andere einsteht und sie weiß viele Dinge, die nur eben mit Mathe und Deutsch nicht so viel zu tun haben. Und Benni? Der ist Adelheids bester Freund, kommt immer zu spät, hat die Hosentaschen voll mit wichtigen Dingen und macht ganz schön viel Unsinn. Zusammen erleben die beiden viele aufregende Alltagsabenteuer und öfters geht auch was schief, aber Ende gut, alles gut!

„Ausgerechnet Adelheid“ ist der Auftakt einer Reihe für Kinder ab 8 und eine dringende (Vor)Leseempfehlung!

Ausgerechnet Adelheid!

von Sabine Ludwig

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Die Regeln des Spiels
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Ray Carney, Inhaber eines Möbelgeschäfts im Harlem der 70er Jahre, hat seinen zwielichtigen Nebenberuf als Hehler an den Nagel gehängt und möchte wieder ein ehrliches und ehrbares Leben führen. Das klappt auch ganz gut bis zum dem Moment, als er für seine Tochter Konzerttickets für die Jackson Five besorgen soll, was ein Ding der Unmöglichkeit ist. Um es trotzdem möglich zu machen, zapft er einen alten Kontakt in Form eines korrupten Polizisten an und muss zum Dank ein Ding drehen. Schnitt. Ein paar Jahre später wird in Rays Laden ein Film gedreht. Die schöne Hauptdarstellerin verschwindet plötzlich und Pepper, der für die Sicherheit am Set zuständig ist, muss die Abtrünnige aufspüren. Schnitt. Wieder ein paar Jahre später werden Molotowcocktails durch die Schaufensterscheiben des Möbelgeschäfts geworfen und Ray und Pepper, alte Kumpane, versuchen gemeinsam, für Recht und Ordnung zu sorgen.

„Die Regeln des Spiels“ ist ein großes Lesevergnügen für Geduldige: Ausufernd, atmosphärisch und mit viel Liebe für Details erzählt Colton Whitehead von Ray Carney, der bereits in „Harlem Shuffle“ seinen großen Auftritt hatte. Wer durchhält, wird belohnt mit einer fulminanten Zeitreise und Milieustudie und New York ist ja eh immer eine gute Idee.

Die Regeln des Spiels

von Colson Whitehead

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Die Verletzlichen
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Sigrid Nunez hat keine Scheu vor schweren Themen und schafft es in ihren Romanen immer wieder, hier und da eine Prise Humor einzustreuen und für eine gewisse Leichtigkeit und Unterhaltsamkeit zu sorgen. Geradezu beschwingt ist „Die Verletzlichen“ im Vergleich zu ihren anderen fantastischen Büchern wie „Der Freund“ (Vielleicht erinnern Sie sich, nach dem Freitod eines geliebten Freundes sorgt die namenlose Ich-Erzählerin für dessen Dogge und beide werden einander Trost spenden.) Auch in diesem Fall spielt ein Tier eine Rolle. Zu Beginn der Corona-Krise wird die (wieder) namenlose mittelalte Ich-Erzählerin, Schriftstellerin und New Yorkerin gebeten, im Luxusappartment von Freunden nach deren Papagei zu schauen, da Frauchen hochschwanger in Los Angeles gestrandet ist. Diese Art der Fürsorge lenkt sie ein wenig von Sorgen und Gedanken bezüglich Viren und einer Schreibblockade ab. Nachdem ihre eigene Wohnung von einer Ärztin im Ruhestand bezogen wird, die aus Oregon angereist ist, um in einem New Yorker Krankenhaus auszuhelfen, zieht sie sogar ganz bei Eureka, dem Papagei, ein. Kurze Zeit darauf gibt es noch einen dritten Bewohner: einen junger Mann namens Vetch, der ursprünglich für die Hege und Pflege des Vogels angeheuert und zwischenzeitlich verschwunden war. Generationen, Lebenseinstellungen und die Angst vor einer Ansteckung prallen aufeinander, doch mit der Zeit (und mit der Hilfe von Eureka) nähern sich die beiden Fremden an und geben einander Halt in einer persönlich und global schwierigen Zeit.

„Die Verletzlichen“ ist nicht nur ein wunderschöner, berührender und unterhaltsamer Roman über das Leben sondern auch eine Reflexion über das Schreiben und Lesen. Die Autorin bezieht sich dabei auf Virginia Woolf und ihren ehrgeizigen Plan, einen Roman mit einem Sachbuch zu verbinden. Ein Vorhaben, welches Sigrid Nunez wunderbar geglückt ist.

Die Verletzlichen

von Sigrid Nunez

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Kevin, der kleine Vampir
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Kevin ist mit seinen 11 Jahren ein sehr junger Vampir, es gelingt ihm noch nicht, sich in eine Fledermaus zu verwandeln (dafür in allerlei Gegenstände) und Drachenreiten darf er erst, wenn er 309 Jahre alt ist. Beides würde er gern können bzw. dürfen, aber sein größter Herzenswunsch ist es, einen Freund zu finden. Doch er ist ein Zirkuskind und seine Familie und der Monsterzirkus Monstrometti sind immer unterwegs, da bleibt keine Zeit, jemanden näher kennen zu lernen. Eigentlich ist Kevin mit allen auf dem Weg zum „Festival der Furcht“, aber irgendwie verirren sie sich und landen plötzlich in einem Menschenkaff namens Nieder-Bauer. Um aus der Not eine Tugend zu machen, wird beschlossen, das große Zirkuszelt aufzubauen und eine Vorstellung zu geben. Doch das kommt bei den Bewohner_innen von Nieder-Bauer gar nicht gut an, denn Zirkusvorstellungen machen Spaß und gute Laune und die verursachen sehr viel Lärm und das ist schlecht. In einiger Entfernung vom Kaff ist ein großer Berg namens „Der kalte Berg“ zu sehen und dort schlummert ein Schreckensmonster. Dieses hat vor 73 Jahren Nieder-Bauer komplett zerstört und sich danach in den Berg zurückgezogen und damit es nicht wieder aufgeschreckt wird, müssen immer alle ganz leise sein. Doch es kommt, wie es kommen muss, viel zu viel Krawall und Radau werden gemacht und das Schreckensmonster nähert sich. Das ruft den kleinen Kevin auf den Plan, der in der Zwischenzeit ein Menschenmädchen namens Susie kennengelernt hat und die eine sehr gute Freundin zu werden verspricht. Wünsche werden wahr und vielleicht ist noch nicht alles zu spät für Nieder-Bauer!

„Kevin der kleine Vampir. Chaos im Monsterzirkus“ ist der Auftakt einer Reihe, die wundervoll illustriert ist und monstermäßig Spaß macht!

Ab 8 Jahren.

Kevin, der kleine Vampir

von Matt Brown

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Das World Famous Nine
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Zander freut sich sehr: Endlich kann er wieder Zeit mit seiner Großmutter Zina Winebee verbringen, die in einem sehr ungewöhnlich Haus wohnt, nämlich einem Kaufhaus, welches der Familie schon seit Generationen gehört. Dabei handelt es sich nicht um ein gewöhnliches Kaufhaus, sondern um das „World Famous Nine“, welches wirklich alles verkauft, was das Herz begehrt und einfach gigantisch groß ist. Doch die Freude ist getrübt, denn in letzter Zeit kommt es immer wieder zu Zwischenfällen im Kaufhaus und die belasten Zina sehr. Jemand scheint das Kaufhaus in ein schlechtes Licht rücken zu wollen und Zander beschließt, dass er eigenmächtig etwas tun will. Zum Glück ist er dabei nicht auf sich allein gestellt, denn er schließt Freundschaft mit dem Mädchen Natascha, das jeden Tag auf einer Riesenschaukel über den Köpfen der Restaurantgäste, welches zum Kaufhaus gehört, schaukelt, denn das ist ihre große Leidenschaft und sorgt für viel Freude. Überall im Kaufhaus stehen mysteriöse Inschriften, die einst Viktor Winebee, ein Vorfahre von Zander, an die Wände geschrieben hat. Diese scheinen nur Quatschsätze zu sein, zum Beispiel „Earls Aknenarben entnerven bildhaft Michael.“, aber für den Jungen ist klar, dass sie eine wichtige Botschaft vermitteln und vielleicht sogar mit den Zwischenfällen zu tun haben, nur welche? Eine aufregende Suche beginnt und immer wieder hören die beiden Freunde von der sogenannten unheilvollen „Düsterblume“ - wer oder was steckt dahinter?

„World Famous Nine“ ist eine abenteuerliche Geschichte voller Geheimnisse und Gefahren, die zum Mitraten einlädt.

Ab 10 Jahren.

Das World Famous Nine

von Ben Guterson

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Der Leuchtturmbär
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Der Leuchtturmbär führt ein feines Leben auf einer kleinen Insel. Jeden Tag kann er mit seinem Robbendfreund Marius spielen, Muscheln sammeln und im Meer schwimmen und abends zündet er die Lampe hoch oben im Leuchtturm an. Alle paar Wochen bringt das Postboot wichtige Dinge vorbei: Streichhölzer, Lebensmittel und vor allem einen dicken Packen Zeitungen. Durch die schmökert der Leuchtturmbär und beißt sich vor allem an den Geschichten vom Abenteuerbär fest, der an allen Orten der Welt sehr gefährliche Abenteuer besteht. Als er alles durchgelesen hat, kommt dem Leuchtturmbär sein Leben auf einmal schrecklich langweilig vor. Echte Abenteuer würde er gern bestehen und nicht nur darüber lesen! Er sitzt fortan nur noch in seinem gemütlichen Sessel und bläst Trübsal, bis eines Tages ein gewaltiger Orkan aufzieht, den Leuchtturmbär aus dem Haus treibt, ihn einmal kräftig durchschüttelt und ihm zeigt, wie schön sein Leben ist! Doch damit nicht genug, auf einmal vernimmt der Leuchtturmbär ganz leise Hilferufe, die vom Meer zu ihm dringen. Schnell steigt er in sein Boot und tatsächlich, da ist jemand in Not! Zurück auf der Insel entpuppt sich der Gerettete als niemand anderes als der Abenteuerbär! Jetzt kommt Schwung in die Bude und auf die Insel! Oder ist der Neuankömmling vielleicht gar nicht der große Abenteurer, für den er sich ausgibt?

„Der Leuchturmbär“ ist eine herrliche Geschichte voller großer und kleiner Abenteuer, wunderbar erzählt von Mathilde Stein und fantastisch illustriert von Piet Grober - für alle, die schon gut selber lesen können oder sich noch immer gern vorlesen lassen.

Ab 8 Jahren.

Der Leuchtturmbär

von Mathilde Stein

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Ein Rätsel für den König
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Philos Leben ist streng getaktet. Seine Tante und sein Onkel, bei denen er wohnt, sind bis auf die Millisekunde pünktlich und beide erwarten das natürlich auch von ihrem Neffen. Da bleibt keine Zeit für spontane Abenteuer und sich in sich selbst zu verlieren. Doch eines Tages hat Philo eine merkwürdige Begegnung mit einem kleinen Mann namens Mr. Spronkel, der aus der Pendeluhr seiner Verwandten herausklettert und den Jungen sehr ernsthaft fragt, ob er der König sei. Sehr merkwürdig. Noch merkwürdiger wird es, als Philo in die Pendeluhr klettert und in einem Königreich voller Rätsel, Geheimnisse und Merkwürdigkeiten landet. Trotz aller Knobeleien und der Suche nach dem echten König ist eins klar: Thilo muss und will wieder nach Hause und zwar pünktlich!

„Ein Rätsel für den König“ ist eine rasante, fantastische und irrwitzige Geschichte, die einlädt, sich auf philosophische Gedankenspiele einzulassen und das ist nicht nur für Kinder ab 10 Jahren ein großes Vergnügen!

Ein Rätsel für den König

von Mark Forsyth

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Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Adas und Rikes Großmutter Rosa ist in der letzen Zeit ganz schön tüdelig geworden. Manchmal vergisst sie ihren Haustürschlüssel, ein anderes Mal, dass sie ihre Enkeltochter Rike vom Schwimmen abholen wollte. Ganz viele Zettel hat die alte Dame in ihrem Zuhause, damit sie nicht vergisst, dass sie an Samstagen einkaufen soll oder dass sie den Herd ausstellen muss, wenn sie aus dem Haus geht. Doch für manche Sachen gibt es keine Erinnerungszettel. Zum Beispiel für das köstlche Himbeereis, dass sie in ihrer Kindheit in den italienischen Bergen zubereitet hat. Wenn sie mit Ada Zeit verbringt, blitzt manchmal ein Stück vom Rezept in ihrem Kopf auf, aber immer fehlt etwas Wichtiges. Es existiert ein Heft mit all den tollen Eisrezepten, die sich Rosa vor vielen, vielen Jahren überlegt hat, aber dieses Heft ist irgendwo in ihrer italienischen Heimat an einem geheimen Ort versteckt. Ada und Rike beschließen, ihrer Großmutter zu helfen und fahren zusammen mit ihr im Zug gen Süden, um das Versteck zu finden. Und das, obwohl die Mutter der beiden ihnen diese Reise nicht erlaubt hat. Das gibt sicher großen Ärger, aber viel wichtiger ist schließlich, dass Rosa ihr Rezeptheft findet und ein köstliches Himbeereis zaubern kann!

„Das beste Versteck des Sommers“ ist eine wunderbar witzige und warmherzige Geschichte, die schwere Themen leicht verpackt und größte Lust auf viele bunte Eisbecher mit Schirmchen macht.

Ab 8 Jahren.

Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)

von Nora Hoch

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Benito
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Benito, Cherubim, Fliegentöter, Kippe, Maus und Ugur gehen mit ihrem Anführer, dem Häuptling, auf große Bootsfahrt. Ein Ausflug voller schöner und tragischer Geschehnisse, der die Pfadfinder für immer zu Verbündeten machen wird. Über drei Jahrzehnte später ist Cherubim ein Schriftsteller, der sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat. Eine rätselhafte Einladung zu einem Empfang des Deutschen Wirtschaftskommitees in Bonn wird ihn wieder an die Oberfläche und in Kontakt bringen mit all seinen Gefährten, mit denen er seit seit seiner Kindheit nie wieder gesprochen hatte. Wieder passieren schöne und vor allem tragische Dinge, die in all ihrer Schrecklichkeit vor allem eine große Frage ans Licht bringen: „Warum können wir nicht glücklich sein?“ Dieser Satz bzw. Diese Frage (neben einigen anderen) hat sich mir tief ins Gedächtnis gegraben. Ja, warum kann die Menschheit nicht glücklich sein? Was hält uns davon ab? Welche drastischen Taten braucht es noch, um uns wachzurütteln? Der Autor, Musiker und Maler Hendrik Otremba setzt sich in seinem Roman mit drastischen Ideen und Taten auseinander und erzählt abwechselnd von der Kindheit und dem Erwachsenenleben Cherubims. Mich hat er (nach „Kachelbads Erbe“) wieder überzeugt: Mit seiner famosen Sprache, seinen tierschürfenden Ideen und aufkommenden Fragen, seinen wunderbaren Figurenzeichnungen, mit seinen interessanten Verweisen in die Kunst, Musik, Literatur, Philosophie, Politik und (deutsche) Geschichte. „Benito“ ist sicher kein „easy read“ aber so was von „worth it“.

Benito

von Hendrik Otremba

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Illusionen
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Wir erlangen Einblick in das Leben von vier Angestellten, die sich ein Großraumbüro eines Konzerns teilen. Es ist Samstagmittag, die Kolleg_innen verabschieden sich ins Wochenende und in einem kurzen Zeitkorridor von anderthalb Tagen kann sich ganzes Leben zum besseren oder zum schlechteren verändern oder gar ganz in Frage gestellt werden, großes Glück oder schrecklichste Enttäuschung empfunden werden. Die Held_innen in diesem Buch sind keine Ausnahmepersönlichkeiten, sondern ganz normale Vertreter_innen der Gesellschaft mit ihren (mitunter niederträchtigen und selbstsüchtigen, eben allzu menschlichen) Wünschen, Träumen, und Gedanken.

Ruth Rehmanns Roman könnte auch auf 280 Seiten vom Wetter handeln oder einem Angelausflug, ich würde dennoch jede Seite, ja, jedes Wort begierig lesen und mich erfreuen an der Sprachmächtigkeit und genauen Beobachtungsgabe der Autorin. Bei seinem ersten Erscheinen im Jahr 1959 ist das Buch leider aufgrund der dominanten männlichen Konkurrenz (Böll, Grass, …) nicht zu seinem berechtigten Ruhm gelangt. Rund 70 Jahre später ist „Illusionen“ Dank des Aviva Verlags wieder erhältlich und es ist noch immer frisch, strahlend und topaktuell und verdient große Aufmerksamkeit und eine begeisterte Leserschaft.

Illusionen

von Ruth Rehmann

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Kleine Probleme
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Lars’ große Passion ist das Prokrastinieren: Ob Lebensalltag oder Lebenswerk (er ist Autor und seine Ansprüche an sein Romandebut sind hoch), nichts bekommt er auf die Reihe. Seine Lebensgefährtin Johanna hat sich für ein paar Monate eine Auszeit genommen und ist nach Portugal gereist, die gemeinsamen Kinder sind aus dem Haus und selbiges wird langsam, aber stetig von Staubschichten, getragenen T-Shirts, Geschirr und geleerten 5-Minuten-Terrinen zugedeckt. Und dann ist plötzlich der letzte Tag des Jahres da, ein wichtiges Datum, an dem viele von uns noch einmal schnell was auf die Reihe kriegen wollen und an dem Johanna wieder nach Hause kommen wird. Auch Lars findet, das Silvester die Gelegenheit ist, um in die Gänge zu kommen, aber er gibt sich nicht mit ein paar popeligen erledigten Punkten auf seiner ToDo-List zufrieden, er will ALLES abhaken: den Hausputz, die Steuererklärung, sein Lebenswerk, seinen Vater anrufen und Johanna beweisen, dass er sie glücklich machen kann, dass er sich ändern kann und zwar nicht nur für ein paar Stunden. Ob das wirklich klappen kann? Zumindest erweist sich Lars, als er endlich loslegt, als erstaunlich effizient und sogar als durchaus begabt.

In Nina Pollatscheks tragischkomischem Kleinod „Kleine Probleme“ geht es natürlich nicht nur ums Feudeln und nicht eingehaltene Fristen, sondern auch (unter anderem) um die große Frage, was wäre, wenn wir anstatt „später“ oder irgendwann“ einfach „jetzt“ sagen und tun würden.

Kleine Probleme

von Nele Pollatschek

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Der Maulwurf sucht das Meer
Katja Schneider

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Heute hat der Maulwurf keine Lust, das Graben zu üben, stattdessen macht er einen Ausflug an der frischen Luft. Dort schließt er Bekanntschaft mit einer Schildkröte. Sprechen kann diese nicht, aber die beiden sind sich sofort sympathisch. Der Maulwurf vermutet, dass sein neuer Freund so nah am Wald ganz falsch unterwegs ist und er beschließt, ihn zum Meer zu bringen. Gesagt, getan, buddeln die beide sich durchs Erdreich und nach ein paar Missgeschicken gelangen die beiden tatsächlich ans Ziel. Ist es nun an der Zeit, voneinander Abschied zu nehmen?

Mit leisem Witz erzählt Sang-keun Kim von einer ganz besonderen Freundschaft. Zauberhaft!

Ab 4 Jahre.

Der Maulwurf sucht das Meer

von Sang-keun Kim

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Arschbombe verboten
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Lahme Ente und blindes Huhn machen wieder einen Ausflug. Für beide geht es zum ersten Mal in ihrem Leben ins Freibad, was mit einigen Tücken verbunden ist, denn Hühner sind in diesem Bad nicht willkommen, niemand möchte mit der Ente Freundschaft schließen und dann verkrachen sich die beiden Freunde auch noch. Alles gipfelt in einer gigantischen Poolparty samt Arschbombe vom Dreier.

"Arschbombe verboten" ist fast noch lustiger und mindestens genauso weise wie der Vorgänger "Lahme Ente, blindes Huhn" - und wieder ein Super(vor)lesespaß ab 8 Jahre!

Arschbombe verboten

von Ulrich Hub

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Lahme Ente, blindes Huhn
Katja Schneider

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Es war einmal eine arme lahme Ente, die in einem tristen Hinterhof lebte. Nur ihre Krücke leistete ihr Gesellschaft. Eines Tages verirrte sich ein blindes Huhn zur Ente. Dieses war auf der Suche nach einem Ort, der sich irgendwo auf der Welt befand. Einem Ort, an dem ihr geheimer Wunsch in Erfüllung gehen würde. Das blinde Huhn hatte sich immer einen Blindenhund gewünscht, aber eine lahme Ente war besser als nichts und nach einigem hin und her machten sich die beiden gemeinsam auf eine beschwerliche Reise zu dem Ort, von dem niemand wusste, wo er war, aber das Huhn spürte, dass es ihn sofort erkennen würde, wenn sie ihn schließlich gefunden haben würden. 

Ob die beiden Reisegefährten diesen Ort finden werden? Was ist der geheime Wunsch vom Huhn? Und hat die Ente vielleicht auch etwas auf dem Wunschzettel? 

„Lahme Ente, blindes Huhn“ ist herrlich lustig und weise und nicht nur für Kinder ab 8 Jahren ein großer (Vor)Lesespaß!

PS: Es gibt noch eine Fortsetzung namens „Arschbombe verboten“ und diese ist mindestens genauso herrlich!

Lahme Ente, blindes Huhn

von Ulrich Hub

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Niemandsland
Katja Schneider

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Was haben der Brite Sir Robert Scott, der Norweger Roald Amundsen und der Japaner Nobu Shirase gemeinsam? Alle drei haben um 1911 herum versucht, als erstes den Südpol zu erreichen. Wie weithin bekannt ist, gewann Amundsen das Rennen, Scotts Geschichte endete tragisch und Shirase kennt heute niemand mehr, er musste damals unter anderem wegen unzureichender Ausrüstung sein Vorhaben aufgeben. Der Historiker und Autor Adwin de Kluyver stieß zufällig auf die Existenz des japanischen Antarktisfahrers und beschloss daraufhin, selbst einmal eine Fahrt in die Antarktis zu wagen. „Niemandsland“ handelt von dieser Reise und all den (vor allem berühmten und vor allem Männern) Wagemutigen, die bereits vor ihm gen Süden ins ewige Eis zogen. Sehr kenntnisreich und vor allem sehr unterhaltsam berichtet der Autor und lässt dabei nicht außer Acht, welcher dramatischen Auswirkungen der Klimawandel auch in diesen Breiten hat und welche politische Rolle die Antarktis immer wieder spielt - zumindest bis 2048 bleibt sie ein „Niemandsland“. 

Wer wie ich noch lange nicht genug hat von Antarktisreisen oder auch gerade erst sein Interesse dafür entdeckt hat, ist mit diesem wunderschönen und mit vielen Fotografien bestücktem Buch bestens beraten! 
 

Niemandsland

von Adwin de Kluyver

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Kleine Maus auf großer Fahrt
Katja Schneider

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„Eines Tages entdeckte eine Maus ein Schiff.“ So beginnt „Kleine Maus auf großer Fahrt.“ Auf den Sieben Weltmeeren wird sie unterwegs sein, bei Wind und Wetter, bei Tag und Nacht und sie wird unglaubliche Abenteuer erleben: Einen hohen Wasserfall geht es hinunter, Hasenpiraten auf ihrem Schiff sind zum Glück zu beschäftigt, um das Mäuseschiff zu kapern und auch den Pinguinen am Südpol sagt die Maus hallo. Nach all den Aufregungen und Strapazen ist die kleine Weltenbummlerin glücklich, als sie wieder in ihrem kuscheligen Bett liegen kann. Das Schiff harrt derweil geduldig aus, bereit einen neue_n Wagemutige_n aufzunehmen.

Entzückend illustriert und erzählt ist „Kleine Maus auf großer Fahrt“ ein wunderbares Bilderbuch zum Vorlesen und Entdecken ab 4 Jahre.
 

Kleine Maus auf großer Fahrt

von Andrew J. Ross

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A Thousand Threads
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Admittedly, before reading her autobiography, I only knew a handful of songs by Neneh Cherry, and those were the ones that became small and big hits: Woman, 7 Seconds, Buffalo Stance, and Manchild. I also knew that her dad is named Don Cherry,her brother is Eagle Eye Cherry and who both are musicians like their daughter and sister. 'A Thousand Threads' has added quite a bit of knowledge: that she was once part of 'The Slits', that Q-Tip from A Tribe Called Quest once offered her the chance to collaborate on their first album (which she regrets declining to this day), and above all, how warm-hearted and wise the singer and rapper is. 
Neneh Cherry tells her story directly, unflinchingly, and honestly from her life in the artistic milieu, about successes, mistakes, her favorite companions, painful losses, and places that provide solace.

'A Thousand Threads' is incredibly moving and wonderfully entertaining at the same time. For a few days now, the book has been on the longlist for the Women’s Prize for Fiction 2025, and I think that's very justified.
Well done!

A Thousand Threads

von Neneh Cherry

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Rubina Blackfield 1: Mit der Lizenz zum Spionieren
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Rubina Blackfield lebt zusammen mit ihrem Großvater Basil Blackfield auf einer wunderschönen und geheimen Vulkaninsel. Basil Blackfield ist ein sehr liebenswürdiger älterer Herr und der größte Superbösewicht aller Zeiten und mittlerweile im Ruhestand. Nun berät er andere Bösewichte und bildet seine Enkelin aus, damit sie einmal mit allen Wassern gewaschen sein wird, wenn sie groß ist. Der Sommer steht an und zum ersten Mal wird das Mädchen diesen zusammen mit anderen Kindern in einem Zeltlager auf dem englischen Festland verbringen. Sie ist ganz schön aufgeregt, weil sie noch nie mit anderen Mädchen und Jungen Zeit verbracht hat und außerdem hat ihr geliebter Großvater ein Mission für sie in geplant: 
Basil verfügt über Informationen, dass das MI6 (der britische
Geheimdienst) in diesem Camp im Geheimen nach Nachwuchs für sein Kader sucht und es gibt bestimmt die eine oder andere Spionageneuheit, die Rubina aufschnappen kann. Während der Zeit im Sommercamp sollen die Kinder in verschiedenen Prüfungen wie Tauchen und Hindernislaufen ihr Geschick und Können beweisen und gegeneinander antreten - wer weiß, ob der nächste James Bond gefunden wird? Rubina staunt, dass auch ihre Konkurrent_innen sehr viel drauf haben und sie muss sich mächtig anstrengen. Doch was nach Spiel und Spaß aussieht, erweist sich dann doch als bitterer Ernst und bald findet sich Rubina mitten in einer Verschwörung wieder. Wie gut, dass sie in Jimmy einen guten Freund an ihrer Seite hat und außerdem ihr Spaniel Alfred mit von der Partie ist.

Hand aufs Herz: Eigentlich scheinen ja Rubina und ihr Großvater als Bösewichte auf der falschen Seite zu stehen, aber verlasst euch nicht zu früh auf diesen ersten Eindruck! Wer so nett ist, hat sein Herz am rechten Fleck, oder? „Rubina Blackfield“ endet mit einem fiesen Cliffhanger, aber zum Glück sind bereits Teil 2 und 3 der superspannenden und witzigen Reihe erschienen!

Ab 8 Jahre.

Rubina Blackfield 1: Mit der Lizenz zum Spionieren

von Lea Melcher, Jonas Melcher

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Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Mal angenommen, es gäbe eine Welt, in der es keine Bücher mehr gäbe. 
Wäre das nicht schrecklich? Für die Zwillinge Finn und Nola ist das ganz normal, sie gucken täglich auf Bildschirme, benutzen Smartwatches und all den anderen technischen Firlefanz für ein komfortables Leben. Um ganz korrekt zu sein: Ein paar Bücher gibt es noch. Von jedem Buch, das je geschrieben wurde, steht ein Exemplar in einer ganz besonderen Bibliothek und diese Bibliothek steht in einer alten verwunschenen Villa. Behütet werden diese Kostbarkeiten nicht von Menschen, sondern von sogenannten Buks, Buchschutzgeistern, so groß wie ein Kind, mit großen Augen und sehr liebenswert. Seit geraumer Zeit leiden einiger der Bücher an einer schrecklichen Krankheit, bei der sich die Buchstaben auf den Seiten auflösen und es werden immer mehr Bücher! In der alten Villa befindet sich außer vielen, vielen Büchern und den Buks auch noch ein Orakel, welches ab und an verrückte Weissagungen von sich gibt und die neueste Prophezeiung ist ganz besonders mysteriös: Menschenkinder werden kommen und die Bücher retten! Aber wie nur? Kein Mensch weiß, wo sich die Villa befindet und wenn niemand von ihnen Bücher vermisst, kann doch auch niemand zur Rettung eilen! Oder doch! Durch ein paar glückliche Zufälle werden ein paar Kinder von der Existenz von Büchern erfahren und alles tun, um diesen besonderen Schatz zu retten!

„Die magische Bibliothek der Buks. Das verrückte Orakel“ heißt Teil 1, Teil 2 ist gerade erschienen und beide Bände sind eine wundervolle, witzige und unglaublich spannende Liebeserklärung für alle, die Bücher lieben.

Ab 10 Jahre.

Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel

von Nina George, Jens J. Kramer

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Als Anders in mein Leben rollte
Katja Schneider

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Ronja hat es gerade wirklich nicht leicht: Ihre Eltern wollen sich trennen und dabei alles ganz korrekt machen. In ihre Klasse kommt ein neuer Mitschüler, der Anders heißt, im Rollstuhl sitzt und ausgerechnet Ronja soll sich um ihn kümmern, als ob sie mit ihren Eltern nicht genug zu tun hätte! Obendrein hat ihre Mutter einen neuen Freund samt grässlicher Kinder und zu dieser neuen Familie soll sie nun ziehen. Ach ja, und dann ist da auch noch das Theaterstück, dass Ronjas Klasse aufführen soll. In den Hauptrollen? Anders und Ronja!

Der einzige Lichtblick ist, dass Anders Ronja barsches Verhalten ihm gegenüber sehr wertschätzt, weil ihn endlich mal jemand nicht mit Samthandschuhen anfässt und eine besondere Freundschaft entsteht. Ganz ehrlich, bei dem ganzen Stress kann Ronja einen Freund wie Anders wirklich gut gebrauchen!

„Als Anders in mein Leben rollte“ ist superwitzig und gleichzeitig sehr einfühlsam und eine fantastische Freundschaftsgeschichte!

Ab 9 Jahre.

Als Anders in mein Leben rollte

von Ariane Grundies

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Alles zusammen
Katja Schneider

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Ente, großer Bär und Kaninchen sind die besten Freunde und klar, sie machen "Alles zusammen". Nur den langen, schmalen Pfad sind sie noch nie gemeeinsam lang gelaufen, weil er nicht breit genug erscheint oder weil er gerade matschig ist oder oder oder. Doch dann, beim Eislaufen rutscht Kaninchen aus Versehen in den Pfad hinein und kommt vor einer Riesentanne zum Stehen. Wenn das nur Ente und großer Bär sehen könnten! Schnell eilen die beiden Freunde Kaninchen hinterher und als alle wieder beisammen sind, kommt heraus, dass Ente und großer Bär bereits häufiger den langen, schmalen Pfad entlanggegangen sind - aber jeder für sich, um die Ruhe zu genießen. Das leuchtet Kaninchen schnell ein und in Zukunft machen die drei Freunde fast "Alles zusammen".

Oliver Tallecs herrlicher Strich passt einfach perfekt zu der liebevoll erzählten Geschichte von Nadine Brun-Cosme.

Ab 4 Jahre.

Alles zusammen

von Nadine Brun-Cosme

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Kolossale Katastrophe
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Missgeschicke oder peinliche Erlebnisse sind uns bestimmt allen schon einmal passiert, aber eine so richtige kolossale Katastrophe fällt eher in die Kategorie selten bis nie. Aber wenn sie doch eintritt, wenn zum Beispiel durch eine Verkettung unglücklicher Umstände das riesige Dinosaurierskelett im Naturkundemuseum umgeworfen und in seine Einzelteile zerlegt wird, dann kann man schon mal kurz verzweifeln und sich wünschen, ein Spalt zum Verschwinden möge sich im unter einem auftun. Was dann hilft? Atmen. (Wirklich!) Hilfe suchen. Und dann, wie durch Zauberhand, hat sich die kolossale Katastrophe in eine kreative Gemeinschaftslösung verwandelt. Phantastisch!

Hannah Brückner zeichnet und erzählt ganz wunderbar und nicht nur für Dinosaurerfans!

Ab 4 Jahre.

Kolossale Katastrophe

von Hannah Brückner

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Birds of Paris - Das magische Pendel
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Léa wohnt seit kurzem mit ihren Eltern in Paris. Es soll der letzte Umzug von vielen sein und birgt für das Mädchen die Chance, endlich einmal Freunde zu finden. Bei einem Erkundungsspaziergang begegnet sie einem Mädchen, dem eine Taube auf dem Arm sitzt und mit der sie ein richtiges Gespräch zu führen scheint, ganz so, als ob der Vogel ein Mensch wäre. Seltsam, findet Léa und folgt unbemerkt dem seltsamen Paar in einen abgeriegelten und verwunschenen Park, der zur Kirche Notre Dame gehört. Dort geht alles ganz schnell: Léa erblickt eine leuchtende Feder, die vom Himmel nach unten schwebt, berührt sie, die Feder explodiert und verwirbelt zu funkelndem Staub, der fortan in Léas Augenwinkel festsitzen und jucken wird. Dieser Vorfall bleibt natürlich nicht unbemerkt, schon steht das Taubenmädchen neben ihr, aber anstatt ihr Antworten zu geben, kann sie ihr nur sagen, dass sie schnell wegmüsse und übergibt zudem ein Säckchen an Léa, mit der Aufgabe, dieses bei der Buchhandlung Federkiel und Tintenfass abzugeben. Mit unendlich vielen Fragen im Kopf macht sich Léa auf den Weg zur Buchhandlung und wird dort erfahren, dass eine Gruppe von Kindern die Fähigkeit hat, einen Glanz wahrzunehmen, der von den sogenannten Schimmervögeln verbreitet wird und die ihre Glanzfedern in ganz Paris fallen lassen. Diese Federn werden von den Kindern eingesammelt und von Künstlern, Glanzwerkern genannt, in kostbare und nützliche Gegenstände eingearbeitet. Doch es gibt noch eine andere Gruppe, die es auf die Federn abgesehen hat und damit schlimme Ziele verfolgt: Die Vogelfänger. Léa kann nicht glauben, wie ihr geschieht, sie wird in die freundschaftliche Gemeinschaft der Kinder aufgenommen, denn auch sie verfügt über die Fähigkeit, Glanz wahrzunehmen und muss nun mit den anderen alles dafür tun, dass die Vogelfänger nicht die Herrschaft übernehmen werden. Und das Taubenmädchen? Das hatte sich auf einen Pakt mit den Vogelfängern eingelassen und schwebt nun in großer Gefahr. Eine Verfolgungsjagd voller Rätsel und Geheimnisse beginnt und wird die Kinder unter anderem durch das unterirdische Paris führen.

„Birds of Paris: Das magische Pendel“ ist der Auftakt einer superspannenden und magischen Reihe, in der Freundschaft eine ganz große Rolle spielt und der mit einem Cliffhanger und einigen offenen Fragen endet. Teil zwei folgt zum Glück schon bald!

Ab 10 Jahre.

Birds of Paris - Das magische Pendel

von Kathrin Tordasi

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Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Arthur lebt mit seiner Familie in Irland. Diese ist so arm, dass der Junge beschließt, demnächst von der Schule abzugehen und zu arbeiten, damit er Geld beisteuern kann. Doch dann erhält er eine geheimnisvolle Einladung von einem Internat in England, in der steht, dass er dort angenommen wurde und dass der Unterricht bereits am nächsten Tag beginnen würde. Voller Freude reist Arthur zur Baskerville Hall, nichts anhand, welche überraschenden Wendungen sein Leben von nun an nehmen wird. Alles an dieser Schule ist besonders, häufig auch sehr eigenartig und in jedem Fall überraschend. Schnell schließt er Freundschaften und auch ein paar Feindschaften und schon bald erhalten er und die meisten seiner Freund_innen Einladungen, Aufnahmeprüfungen für den Beitritt eines Geheimclubs zu bestreiten. Wie gut, dass Arthur ein besonders heller Kopf ist und auf seine Freund_innen zählen kann. Doch schon bald stellt sich heraus, dass die Aufnahme in diesen Geheimclub vielleicht doch nicht so erstrebenswert ist, wie anfangs gedacht und sowieso nicht alles so ist, wie es scheint.

Fehlt noch zu sagen, dass Arthur nicht nur sehr aufgeweckt ist, sondern auch als Erwachsener einmal sehr berühmt sein wird: Arthur Conan Doyle wird Autor vieler spannender Romane sein und einen der berühmtesten Detektive der Kriminalliteratur erfinden. Dessen Name ist, klar, Holmes. Sherlock Holmes. Und genau dieser und einige andere Charaktere, die wird aus eben jenen spannenden Büchern kennen, werden in „Baskerville Hall. Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente“ einen Auftritt haben.

Dieser Internatkrimi ab 10 Jahre wandelt auf den Spuren klassischer Kriminalromane und ist besonders spannend und aufregend!

Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente

von Ali Standish

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Pepe und der Oktopus auf der Flucht vor der Müllmafia
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Mitten in der Nacht stürmt ein Sondereinsatzkommando das Zimmer von Pepe mitten in Hamburg. Angeblich soll sich ein supergefährlicher Oktopus dort aufhalten. Ein paar Momente zuvor hat besagter Oktopus die Bekanntschaft mit dem Jungen gemacht und bittet diesen nun inständig, ihn nicht zu verraten. Pepe kann es sich nicht erklären, aber er versteht sofort, was das Tier von ihm will und dass es wichtig ist, dass er nicht entdeckt wird. Derweil hat die Spezialeinheit ein Riesenchaos in Pepes Zimmer hinterlassen, muss aber unverrichteter Dinge abziehen. Als die Gefahr vorübergehend gebannt ist, kann Pepe endlich erfahren, was es mit dem Irrsinn auf sich hat: Der Oktopus muss schnellstens in die Elbe gelangen, damit er von dort aus ins Südchinesische Meer schwimmen kann. Der Junge verspricht zu helfen und ihn zum Fluss zu bringen. Hat dieses achtarmige Tier eigentlich einen Namen? Pepe beschlie0ßt, ihn Rebo zu nennen, als Kurzform von Regenbogen, denn Reno kann rasant seine Farben wechseln und das in allen Farben des Regenbogens (und natürlich noch mehr!). Doch es kommt alles anders als gedacht und die gemeinsame Reise ist nicht an der Elbe zu Ende. Eventuell wird Pepe das unglaublichste Abenteuer erleben und erfahren, dass das Meer so sehr bedroht ist, dass nur noch mit vereinbarten Kräften aller Meeres- und Landbewohner eine glückliche Wendung herbeigeführt werden kann. Und Rebo? Der heißt eigentlich ganz anders* und ist hochverehrt und vor allem muss er in kürzester Zeit an seinen Zielort gelangen, um zur glücklichen Wendung beizutragen.

Dieser Umweltkrimi zeigt auf humorvolle und kindgerechte Art und Weise, wie sehr das Meer unter der Umweltverschmutzung, besonders durch Plastikmüll, leidet. Superspannend, aufrüttelnd und gespickt mit den tollsten Ideen ist es der perfekte dicke Schmöker für alle Vielleser_innen und jene, die es werden möchten!

Ab 10 Jahren.

Pepe und der Oktopus auf der Flucht vor der Müllmafia

von Stepha Quitterer

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Pullerpause im Tal der Ahnungslosen. Taschenbuchausgabe
Katja Schneider

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Jobst und seine Mutter Susanne besitzen einen alten, knautschigen Lederkoffer, in dem sie durch die Zeit reisen können. Sie sind gerade auf dem Rückweg vom Mittelalter ins moderne München, als Susanne ganz dringend einmal eine Pullerpause einlegen muss. Sie halten die Zeit an und landen im Jahr 1987 in einer Kleinstadt in der DDR. Mutter und Sohn lernen rasch Frank und seine Tochter Jule kennen und sie verstehen sich blendend, bis sie auf einmal feststellen müssen, dass der Koffer wie vom Erdbeben verschwunden ist. Wie sollen Susanne und Jobst bloß wieder nach Hause kommen? Der Koffer muss gesucht werden. Die Kinder bekommen dabei Unterstützung von Jules Freund Letscho, zu dritt sucht es sich auf jeden Fall besser als zu zweit! Die Erwachsenen sind derweil vom Suchweg abgekommen, denn Frank ist Theaterregisseur und meint, in Susanne ein Schauspieltalent entdeckt zu haben und sie proben nun eifrig. Ziemlich schnell stellt sich heraus, dass der Koffer bei niemand geringerem als Erich Honecker gelandet ist. Da ist guter Rat teuer, aber sie kommen auf die fantastische Idee, ein Theaterstück darüber zu inszenieren, wie die Jugend über den Sozialismus denkt, da muss der Staatsratsvorsitzende doch auf jeden Fall zur Premiere kommen! Nun sind auch Frank und Susanne wieder mit Feuereifer dabei und die Premiere wird eine sein, die ihresgleichen suchen wird!

„Pullerpause im Tal der Ahnungslosen“ ist superwitzig und superspannend und nebenbei erfährt man Einiges aus dem Alltag und die Geschichte eines Landes, das es nicht mehr gibt. 

Ab 9 Jahre.

Pullerpause im Tal der Ahnungslosen. Taschenbuchausgabe

von Franziska Gehm

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Der Lehrling des Wunscherfüllers
Katja Schneider

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Felix wünscht sich nichts sehnlicher, als dass seine Schwester Rebecca ihn wieder mag. Früher haben sie sich so gut verstanden, aber momentan ist sie so abweisend zu ihm. Ob es daran liegt, dass sie ein paar Jahre älter ist und sie deshalb keine mehr Lust hat, mit ihrem jüngeren Bruder Zeit zu verbringen? Zwar glaubt er nicht daran, aber er beschließt, eine Münze in einen Brunnen zu werfen, wer weiß, vielleicht erfüllt sich sein Wunsch? Kurze Zeit darauf macht Felix die Bekanntschaft mit Rupus Beewinkle, seines Zeichens Wunscherfüller und da diesem die Arbeit über den Kopf wächst, wird er den Jungen als seinen Lehrling einstellen. Doch es bahnt sich etwas schlimmes an, immer wieder und immer öfter werden bereits erfüllte Wünsche wieder rückgängig gemacht. Wer hat da seine Hände im Spiel? Gemeinsam werden Felix und Rupus versuchen, die Wünsche zu retten!

„Der Lehrling des Wunscherfüllers“ ist ein spannendes und heimeliges Buch für alle, die an die Magie der Wünsche glauben!

Ab 8 Jahre.

Der Lehrling des Wunscherfüllers

von Rachel Chivers Khoo

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Das geheime Buch der Wichtel
Katja Schneider

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Wichtel kennen wir alle, aber wusstest du, dass sie keine kleinen Finger und keine kleinen Zehe und den Bauchnabel auf dem Rücken haben? Weißt du, was sie gerne essen, was sie in der Schule lernen oder wie sie sich tarnen, damit sie von uns Menschen nicht erkannt werden? Der kleine Wichtel Kick verrät das alles und noch viel mehr, zum Beispiel wie auch du dir eine Wichtelmütze basteln kannst oder was es braucht, damit sich Wichtelhaustiere wohl fühlen. 

Nach dem Durchblättern, Bilder anschauen und Vorlesen dieses herrlichen Bilderbuchs ab 4 Jahre bist du ein Wichtelprofi!

Das geheime Buch der Wichtel

von Loes Riphagen

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Wie kommt der Weihnachtsmann durch den Schornstein?
Katja Schneider

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Wenn der Weihnachtsmann die Geschenke bringt, dann kommt er durch den Schornstein,klar! Aber wie macht er das nur? Mac Barnett und Jon Klassen haben sich viele Gedanken gemacht und verschiedene Vorschläge aufgemalt, die alle sehr einleuchtend klingen: Er schrumpft sich ganz klein oder verwandelt sich in eine Flamme oder…Und wenn es keinen Schornstein gibt? Auch dafür gibt es natürlich Lösungen! Egal, wie er es macht und ganz genau werden wir es wohl nie wissen, aber auf jeden Fall danke, lieber Weihnachtsmann, für all die Mühen!

Dieses amüsante und herzerwärmende Bilderbuch ab 3 Jahre ist ein großer Spaß, auch für erwachsene Kinder!

Wie kommt der Weihnachtsmann durch den Schornstein?

von Mac Barnett

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Das Bett mit dem goldenen Bein
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Ich denke immer von mir, dass Familiensagas gar nicht zu meinem Beute-, äh Leseschema gehören und dann werde ich stets eines besseren belehrt, denn ab und zu ist es herrlich, auf möglichst vielen Seiten die Irrungen und Wirrungen und Beziehungsverflechtungen einer Familie über möglichst viele Jahrzehnte oder gar ein ganzes Jahrhundert zu verfolgen. 

Dafür weiß ich ganz genau, dass ich osteuropäische Literatur liebe und deshalb war ich natürlich sofort gewillt, „Das Bett mit dem goldenen Bein“ zu lesen, ein Klassiker der lettischen Literatur, der das Leben einer weitverzweigten Familie über große Bereiche des 19. und 20. Jahrhunderts abbildet. Turbulent geht es auf den über 500 Seiten zu und ohne den vorne im Buch abgebildeten Stammbaum (Tipp: kopieren und als Orientierungshilfe und Lesezeichen verwenden) hätte ich wohl einige Mitglieder der Familie immer wieder durcheinandergebracht und mich in den Handlungssträngen verirrt. Wenn man dann einmal verstanden hat, wer zu wem gehört, dann ist das von Zigmunds Skujins geschaffene Epos ein großartiger und origineller Spaß, dessen besondere, durchaus verschrobene Charaktere die unglaublichsten Abenteuer und Schicksale erleben und die mir hier und da sehr ans Herz gewachsen sind. Einige dieser Begebenheiten tragen sich im fiktiven Küstenörtchen Zunte zu und manches Familienmitglied wird es auch nicht weit über den Stadtrand hinausschaffen in seinem oder ihrem Leben. Andere wiederum können gar nicht weit genug wegkommen und gelangen bis nach England und darüber hinaus. 

„Das Bett mit dem goldenen Bein“ ist ein weiteres Werk aus der Klassikerreihe des mare Verlags, das die Ästhetin, die Sammlerin, die Matrosin und die Lesewütige in mir sehr befriedigt hat.

Das Bett mit dem goldenen Bein

von Zigmunds Skujins, Zigmunds Skujiš

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Die November-Schwestern
Katja Schneider

Katja Schneider

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„Die Novemberschwestern“ ist schonungslos und wunderschön zugleich. Schonungslos, wenn erzählt wird, wie die Familie Haldmarne eine abgelegene Farm bezieht, um ein Auskommen zu haben und wie die Hypothek und die anhaltende Dürre die Existenz aller Mitglieder bedroht: Die des Vaters, der früh bis spät schuftet und doch nie genug zu leisten vermag. Die der Mutter, die ihre Persönlichkeit aufgegeben hat und im Leben ihrer Mitmenschen aufgeht. Die von Kerrin, der ältesten der drei Schwestern, die eigenwillig ist und immer mehr auch eigenbrötlerisch wird. Die von Merle, der jüngsten, die unbedarft und unbefangen ihren Weg sucht und findet. Und die von Marget, der mittleren und Ich-Erzählerin, einer stillen Person, die ihre Sorgen und Wünsche mit sich selbst ausmacht. Als ein junger Mann namens Grant auftaucht, um der Familie bei der Arbeit auf dem Feld zu helfen, gerät das eh schon schwierige Schwesternverhältnis in eine absolute Schieflage und ein weiteres trockenes und zermürbendes Jahr wird katastrophal enden. Wunderschön wiederum ist Josephine W. Johnsons Vermögen, die Natur und den Lauf der Jahreszeiten zu beschreiben und den Roman dadurch zu einem sprachlichen Genuss macht, während die schrecklichen und traurigen Geschichten und Schicksale fast schon nüchtern erzählt werden und dadurch umso betroffener machen und ein Appell sind, nicht wegzuschauen, wenn die Umwelt und Menschen leiden.

Josephin W. Johnson hat 1935 für dieses Buch, ihren Debütroman, im zarten Alter von 24 Jahren den Pulitzerpreis gewonnen. Dank des Aufbau Verlags und der Übersetzerin Bettina Abarbanell konnte ich nun Bekanntschaft mit einer besonderen Autorin und Vorreiterin machen und ich hoffe sehr, dass auch weitere (am liebsten alle) ihrer insgesamt 11 publizierten Romane ins Deutsche übertragen werden.

Die November-Schwestern

von Josephine Johnson

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Nichts Neues von Gurb
Katja Schneider

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Landen zwei Außerirdische auf der Erde, genauer gesagt in Barcelona im Jahr 1992. Der eine (Gurb genannt) wird (natürlich in Menschengestalt) losgeschickt, um sich unters Volk zu mischen und erste Kontakte zu knüpfen. Der andere (der Kapitän) wartet auf Gurbs Rückkehr. Und wartet. Und wartet. „Nichts Neues von Gurb“. So bleibt dem Zurückgebliebenen nichts anderes übrig, als das Raumschiff zu tarnen und sich ebenfalls (natürlich in Menschengestalt) unters Volk zu mischen und hoffentlich den Verschollenen wieder zu finden. Das geht nicht reibungslos von der Bühne, Körperteile werden verloren, allerlei Missverständnisse geschehen und immer wieder „Nichts Neues von Gurb“. Ob sich die beiden Freunde jemals wiederfinden werden oder sind sie lost on Earth?

Eduard Mendozas Roman erschien zum ersten Mal 1990 und ist extrem gut gealtert - ein zeitloser Spaß, auch wenn man kein großer Fan von Ufos, Aliens und anderen paranormalen Phänomenen ist.

Nichts Neues von Gurb

von Eduardo Mendoza

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Im Saal von Alastalo
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Schon beim Anblick von „Im Saal von Alastalo“ verspürte ich den großen Wunsch (na gut, eher heftiges Verlangen), dieses Buch nicht nur in meinem heimischen Bücherregal stehen zu haben, sondern auch alsbald zu lesen. Beides habe ich so schnell wie möglich in die Tat umgesetzt und bin nun schwer verliebt. Zudem möchte ich Finnisch lernen (Mir wurde bereits in Aussicht gestellt, das dies ein hoffnungsloses Unterfangen sein könnte, schwere Hirn- und Zungenverknotungen seien zu befürchten.) und einmal zu einem der jährlichen Kilpi-Treffen im finnischen Kustavo fahren, um ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Ich habe im Saal von Alastalo gelesen“ käuflich zu erwerben (natürlich mühelos auf finnisch plaudernd).
Meines Erachtens ist dieser 1933 erschienene Roman (und dessen erstmalige Übersetzung ins Deutsche) nicht weniger als ein Meisterwerk, an dem der Autor 10 Jahre schrieb und zeitweise einen Stellvertreter für seine Arbeit in einer Bibliothek einstellte und aus eigener Tasche entlohnte, um so viel Zeit wie möglich zur Verfügung zu haben. Um was geht es denn eigentlich auf den rund 1100 Seiten? Nun, um gerade mal 6 Stunden, einen Nachmittag, der im Saal von Bauernkapitän Alastalo im Jahr 1864 in der Schärengemeinde Kustavi zugebracht wird. Da wird gemütlich eine geeignete Pfeife ausgesucht, Kaffee ausgeschenkt, Scherze ausgetauscht und einander beäugt, bis es „endlich“ zur Sache geht: Der Gastgeber möchte seine Gäste davon überzeugen, Anteile zu zeichnen, um eine Bark zu bauen und das jeweilige Vermögen aufzustocken. Und wir Leser*innen haben das große Vergnügen, den jeweiligen Gedanken und Taten beizuwohnen und mitzufiebern, ob es denn dazu kommen wird. Kilpis Sprache ist unglaublich originell und allein schon deshalb lohnt sich die Lektüre. Stefan Moster, der Übersetzer, erzählt in dem ebenfalls sehr lohnenden Nachwort von den Mühen des Übertragens in die deutsche Sprache und ich bin ihm sehr dankbar dafür, dass er sich dieser Mammutaufgabe angenommen hat. Dieses Buch und sein Autor haben mein Herz im Sturm erobert und ich wünsche mir, dass es sehr vielen Leser*innen auch so gehen wird.

Im Saal von Alastalo

von Volter Kilpi

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Der Wanderer auf dem Eis
Katja Schneider

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Meine (kitschige?) Lobeshymne zu „Im Saal von Alastalo“ möchte ich gern auf „Der Wanderer auf dem Eis“ ausweiten. Auch hier lohnt sich die Lektüre sehr, vor allem weil es dieses Loch, das ich nach der Lektüre der dicken Schwarte verspürte, vortrefflich zu füllen vermag. Volter Kilpi hatte beim Schreiben die Idee einer Schärentrilogie, um einen umfassenden Eindruck dieser Gegend und seiner Bewohner*innen zu vermitteln. „Der Wanderer auf dem Eis“ versammelt ein paar der Geschichten aus dem zweiten Teil „Die Kleineren der Gemeinde. Während in Teil eins die Mächtigen und Reichen der Gemeinde in Alastalos Saal zusammenfinden, tafeln und wichtige Entscheidungen treffen, werden im Folgeteil die Ärmeren der Gegend und ihre mitunter sehr traurigen Schicksale vorgestellt. Dafür findet Volter Kilpi einen ganz anderen Ton als für seinen Vorgänger, ich hatte einige Male einen dicken Kloß im Hals und hier und da kullerte bei mir eine Träne. Nun fehlt mir nur noch der dritte Teil „Zur Kirche“ zu meinem ganz großen Glück und ich hoffe, dass Stefan Moster bereits an der Übersetzung sitzt!

Der Wanderer auf dem Eis

von Volter Kilpi

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Kerbholz
Katja Schneider

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Ich erinnere mich noch, als ob es gestern gewesen wäre, als mein Kollege Frank Menden bei einem unserer Abendbrote „Rockig Horse Road“ von Carl Nixon vorstellte, wie er uns allen wortlos das gelungene Cover, den passenden Einband und die schöne Innengestaltung des Buchs zeigte und dann darüber sprach. Ich erinnere mich auch noch, dass ich das Buch dann begeistert las und dann vergaß ich Carl Nixon wieder. Das ist über zehn Jahre her, in dieser Zeit hat der Autor weitere Bücher geschrieben die ich unbeachtet ließ und erst bei seinem neuen Roman „Kerbholz“ hatte ich wieder Lust bekommen, reinzulesen. Und gleich mit dem ersten Satz „Das Auto mit den drei schlafenden Kindern verließ die Erde.“ hatte er mich.

Es geht um die englische Familie Chamberlain, deren Vater eine neue Stelle in Neuseeland antritt. Vor dem ersten Arbeitstag ist noch ein wenig Zeit und so wird gemeinsam die Insel im Auto erkundet. Dabei kommt es zu einem folgenschweren Unfall, bei dem das Auto von der Straße abkommt und in einem Fluss landet. Die Eltern Julia und John und das Baby Emma sterben, die drei schlafenden Kinder auf dem Rücksitz überleben. Maurice, seine jüngere Schwester Katherine und der jüngste Bruder Tommy sind nun auf sich allein gestellt, verletzt, frierend und hungrig irgendwo im Nirgendwo. Hilfe kommt in Form von Peters, einem wortkargen Mann, der sich der drei annimmt und auf seine entlegene Farm mitnimmt. Auf dieser Farm lebt neben ein paar Tieren noch eine Frau, Martha. Zunächst kümmern sich die beiden Erwachsenen um die Geschwister, doch als es darum geht, Hilfe von Außerhalb zu holen oder gar die drei Kinder wieder gehen zu lassen, wird klar, dass sie die Hilfe, die ihnen zuteil wurde, abarbeiten müssen, vermerkt auf einem Kerbholz. Während Katherine sich in ihr Schicksal fügt, denkt Maurice nur ans Flüchten und Tommy hat sich nach dem Unfall in eine ganz eigene Realität zuückgezogen.

Für einige Zeit ist das spurlose Verschwinden der Familie auf der Titelseite aller neuseeländischen Zeitungen und im fernen England beschließt die Schwester von Julia, Suzanne gemeinsam mit ihrer Familie nach den Vermissten zu suchen. Eine zermürbende Zeit und Erfahrung, die über die Jahre alle Beteiligten, sowohl die Vermissten als auch die Suchenden seelisch und körperlich verändern wird.

Carl Nixon dicht und packend erzählte Familiengeschichte hat mich durchgeschüttelt und sehr mitgenommen und ich bin mir sicher, dass ich noch häufig an die Familie Chamberlain und das wunderschöne Neuseeland denken und Ausschau nach neuen Büchern des Autors halten werde.

Kerbholz

von Carl Nixon

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Aufruhr der Meerestiere
Katja Schneider

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Der Meerwalnuss widmet Luise, eine Meeresbiologin, ihre ganze Aufmerksamkeit. Ihre Zielstrebigkeit, ihre Intelligenz und ihr umfangreiches Wissen haben sie um den ganzen Erdball geführt und die Karriereleiter hinauf klettern lassen. Und nun soll die nächste Stufe, der nächste Punkt auf der Landkarte, Graz sein. Dessen Tierpark möchte der Quallenart, für die Luise DIE Expertin ist, in einem neuen Aquarium viel Platz widmen und hat die junge Frau als Beraterin engagiert. Ausgerechnet Graz, der Ort ihres Heranwachsens und dem sie doch eigentlich entwachsen war. Nicht nur Graz als Stadt sondern auch ihrer Vergangenheit samt ihren Freund_innen, ihrem Bruder und ihren mittlerweile geschiedenen Eltern. Ob Luise die Feuerprobe besteht und allen, vor allem sich selbst beweisen kann, dass sie wirklich erwachsen geworden ist, stark und unabhängig oder ob sie sich eine Wunschluise übergestülpt und sich und allen anderen etwas vorgemacht hat?

Vordergründig ruhig, fast schon unbeteiligt erzählt Marie Gamillscheg diese Geschichte, doch unter der Oberfläche brodelt es und berührt dadurch umso stärker. Ein toller Roman, der nachwirkt.

Aufruhr der Meerestiere

von Marie Gamillscheg

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Dünne Wände
Katja Schneider

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„Dünne Wände“ gibt es in der Banneker Terrace-Siedlung in Harlem, New York City zuhauf. Dort lebt ein bunter Strauß an Mieter_innen. Eine von ihnen ist Mimi, eine junge Frau und Mutter von Fortune, die beruflich Zöpfe flechtet und kellnert und nicht weiß, wie sie die nächste Miete stemmen soll. Fortunes Vater Swan wohnt ebenfalls in der Siedlung bei seiner Mutter Ms. Dallas und verbringt seine Zeit größtenteils mit zwielichtigen Freunden und ab und zu dann auch mit seinem Sohn. Ms. Dallas wiederum schuftet in zwei Jobs und hat wie ihre Schwiegertochter Probleme, die Miete zu bezahlen. Und Dary, der junge schwule Mann aus der 12H lernt bei Mimi das Zöpfe flechten und hofft auf finanziellen Erfolg durch Escort Service. Sie und noch ein paar andere Nachbar_innen erzählen mitunter ziemlich derb von ihrem Alltag und ihren Eskapaden im Wohnkomplex. Das ist häufig erschreckend und dabei immer sehr unterhaltsam.

Sidik Fofana hat ein tolles Gespür für Sprache und seine Held_innen sind ganz besondere Originale, die zwar selten auf der Gewinnerseite stehen und deren Leben im Appartement-Komplex häufig eine Herausforderung ist, doch wie Mimi es treffend zusammenfasst: „Die Banneker-Siedlung an der 129. Ecke Fred Doug ist nicht schön, aber sie ist dein Zuhause.“ Wenn Sie wie ich New York City Romane lieben, dann sollten Sie auf jeden Fall einen Blick in „Dünne Wände“ werfen!

Dünne Wände

von Sidik Fofana

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Himbeereis am Fluss
Katja Schneider

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Ida ist 7 Jahre und wohnt mit Ihrem Bruder Oskar, 5 Jahre und ihren Eltern in einem kleinen Ort in Norwegen. Jeden Tag erlebt sie große und kleine, schöne und traurige Dinge mit ihrer Familie und ihren Freund_innen von denen sie in „Himbeereis am Fluss“ erzählt. Mal geht es um den Weihnachtsmann und wer da wirklich die Geschenke bringt, mal wird ein fantastischer Cupcake-Kiosk neben der Rodelbahn aufgebaut, mal vergisst Oskar immerzu seinen Ranzen und mal sind alle sehr traurig weil Onkel Eyvind für immer geht. 

Maria Parr ist eine wunderbare Autorin, die Alltägliches so gewitzt und einfühlsam erzählt, dass man die zehn Geschichten auf keinen Fall portionsweise lesen kann, sondern alle in einem Rutsch verschlingen muss!

Zum Vorlesen ab 7 Jahren.
 

Himbeereis am Fluss

von Maria Parr

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Kurz vor dem Rand
Katja Schneider

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Ari ist tough und nimmt kein Blatt vor den Mund. Schon gar nicht, als sie Tom kennenlernt, so ein richtiger aalglatter Skaterschnösel, den die anderen im Skatepark supernett und witzig finden. Das Mädchen ist sich aber sicher, sie und er werden keine Freunde werden und erst recht nicht zusammen skaten. Dann findet aber diese Party bei Leyla statt. Leyla, in die Aris Freund Yasin schon ewig und drei Tage verliebt ist. Läuft da etwa was zwischen Leyla und Tom? Doch es kommt alles anders, als gedacht und Ari muss einsehen, dass man seine Meinung auch mal ändern muss und Liebe passieren kann.

Schon von Anfang an ist klar: Ein Bilderbuchhappyend wird es nicht geben und trotzdem (oder gerade deshalb) ist dieses Buch eine großartige Wucht für alle jungen Leute ab 13 Jahre.

Kurz vor dem Rand

von Eva Rottmann

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Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn
Katja Schneider

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Sammeln macht Spaß. Ich habe schon so Einiges in meinem Leben gesammelt, von diesen Sammelleidenschaften ist eine Mumin-Tassensammlung übrig geblieben. Vielleicht hätte ich Autogramme sammeln sollen, das nimmt nicht so viel Platz weg. In „Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn“ fängt der achtjährige Adam mit dem Sammeln von Unterschriften berühmter Persönlichkeiten an, als so eine berühmte Persönlichkeit in die Nachbarschaft von Adams Familie zieht. Adams Vater sammelt ebenfalls, nämlich Fotos von zerstörten Synagogen und das ist nicht der einzige Spleen. Das jüdische Familienoberhaupt hat eine große Leidenschaft für alles aus den 60ern (wir befinden uns in den 80ern in einem Londoner Vorort und das Letzte, was die Kinder der Familie hören wollen, sind Buddy Holly und Konsorten). Zudem schleift er seine Familie regelmäßig zum Volkstanz, etwas, das Adams Mutter an den Rande des Nervenzusammenbruchs bringt. Eine ganz normale Familie also mit all ihren Irrungen und Wirrungen und mittendrin Adam auf dem Weg zum Erwachsenwerden.

Ich habe diese tragischkomische Geschichte geliebt und Dank Adam Andrusiers, dem Autor dieses Buchs und selbst Autogrammsammler, hat sich mir eine ganz neue Welt eröffnet. Fange ich jetzt etwa wirklich an, Autogramme zu sammeln?

Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn

von Adam Andrusier

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Blue Ruin
Katja Schneider

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Up State New York, zu Beginn der Corona Epidemie. Jay fährt Lebensmittel aus und trifft unerwartet auf Alice, die in einem luxuriösen Anwesen tief im Wald residiert. Die beiden sind einander nicht unbekannt: In den 90ern waren die beiden in London ein Paar. Glücklich waren sie nicht, nach einiger Zeit kam sie mit Jays (ehemaligem) Freund Rob zusammen und die beiden zogen in die Staaten um. Viele Jahre schien Jay verschollen, ja tot zu sein. Während einer Performance (Jay war einmal ein aufstrebender Konzeptkünstler, dem es nie ums Geld ging) verschwand dieser, ohne Spuren zu hinterlassen, um nun, über 20 Jahre später, plötzlich wieder aufzutauchen. Alice und Rob sind noch immer zusammen: Sie haben eine Tochter, er war einmal ein erfolgreicher Maler, dem Geld wichtig ist und sie stehen vor den Scherben ihrer Beziehung. Nun treffen die drei also wieder auf einem anderen Kontinent während einer Epidemie aufeinander - eine explosive Mischung. Die Stimmung wird zusätzlich von Robs Galerist Marstall und von Nicole, einer Künstlerin und dessen Freundin, die ebenfalls vor Ort sind, aufgeheizt. Am Ende wird es zu einem Showdown kommen, bei dem es fast nut Verlierer geben wird.

Romane, die im Kunstmilieu angesiedelt sind, lese ich immer gern und der ehemalige Kunstkritiker Hari Kunzru ist ein wunderbarer Erzähler, der es versteht, interessante Figuren zu zeichnen und deren mitunter tragischen Geschichten miteinander zu verstricken, sowie gesellschaftsrelevante Themen geschickt einzuweben. „Blue Ruin“ ist beste Unterhaltung und ich glaube, dass ich Kunzrus anderen Romane „White Teams“ und „Red Pill“ auch noch lesen muss!

Blue Ruin

von Hari Kunzru

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Reise einer Frau in die Arktis
Katja Schneider

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1839, im zarten Alter von 19 Jahren, reist die die Französin Léonie d’Aunet in die Arktis. Durch ihre Schlagfertigkeit hat sie es geschafft, an einer Forschungsreise teilzunehmen, denn reisende Frauen sind in diesen Breitengraden in der Mitte des 19. Jahrhunderts geradezu ein kariertes Maiglöckchen. Während ihrer Reise macht sie sich unermüdlich Notizen, welche 10 Jahre später in Buchform erscheinen. In diesem Buch schreibt sie Briefe an ihren Bruder, der zu dieser Zeit in New York lebt und berichtet ihm (uns uns) von ihren Erlebnissen und Begegnungen, die sie auf den einzelnen Etappen (unter anderem Hamburg!) hat. Herausstechend sind ihr Humor und ihre Unerschrockenheit, jedes noch so riskant erscheinendes Wagnis einzugehen und so liest sich dieser Reisebericht herrlich vergnüglich und kein Stück maniriert, wobei aus heutiger Sicht natürlich einiges einfältig erscheint und politisch nicht korrekt ist. Ein sehr gutes Vor- und Nachwort sowie Anmerkungen ordnen ein und erläutern die mitunter schwierigen Lebensumstände der Autorin und sind eine wichtige Ergänzung.

Manchmal denke ich, ich hätte nun wirklich genug über den Nord- und den Südpol gelesen. Kurze Zeit später kommt mir dann ein interessant scheinendes Buch unter die Augen, welches ich dann natürlich trotzdem lesen MUSS, besonders, wenn es sich wieder um einen der besonders schön gestalteten Titel aus der mare Klassikerreihe handelt. Wie immer wurde ich nicht enttäuscht! Danke an Léonie d’Aunet und mare für eine weitere Leseperle in meinem Buchregal!

Reise einer Frau in die Arktis

von Léonie D'Aunet

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Eine Feder auf dem Atem Gottes
Katja Schneider

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Sigrid Nunez ist für mich der Inbegriff einer New Yorker Intellektuellen, deren fantastischen Romane mich immer wieder begeistern. So auch ihr autobiografischer Debütroman aus dem Jahr 1995, der ihren anderen bisher auf Deutsch erschienen Romanen „Der Freund“ und „Was fehlt dir?“ In Nichts nachsteht. Die Autorin beschreibt ihr Aufwachsen in einer Sozialwohnung in einem Randbezirk New Yorks, die sie sich mit ihren beiden älteren Schwestern und ihren Eltern teilt. Der Vater ist asiatisch-panamischer Abstammung und bis zu seinem frühen Tod ein Unbekannter für seine gesamte Familie: stets verschlossen, leidenschaftslos und ständig arbeitend, um seinen Angehörigen ein gutes Leben zu ermöglichen. Die Mutter ist gebürtige Deutsche, stets unzufrieden, vergangenheitsverklärend und noch immer ihrer ersten großen Liebe nachtrauernd. Sigrid findest einen Ausweg aus der Tristesse: Ballett! Auch wenn sie kein großes Talent hat, möchte sie sich wie „Eine Feder auf dem Atem Gottes“ fühlen. Und dann ist da noch Vadim, der mit seiner Familie aus Odessa eingewandert ist und dem die junge Frau als Lehrerin Englisch beibringen und mit dem sie eine Affäre haben wird.

Diese Geschichte über die Suche nach einem Platz im Leben und nach sich selbst ist deprimierend (im besten Sinne), obsessiv, schonungslos, (wohltuend) ehrlich, erhellend, berührend und unterhaltsam, kurz gesagt großartig - also genau das, was ich erwarte, wenn ich einen Roman von Sigrid Nunez lese.

Eine Feder auf dem Atem Gottes

von Sigrid Nunez

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Nickel der Dackel
Katja Schneider

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Dackel sind mir die liebsten und allen voran Nickel! Dieser lebt in einer sehr schönen Wohnung zusammen mit Herrchen, Frauchen und seinen Geschwistern. Seine Familie liebt es, an Hundeschauen teilzunehmen und zu gewinnen. Doch Nickel kann mit posieren, laufen und springen gar nichts anfangen. Er ist ein Künstler und malt für sein Leben gern, aber niemand in seinem Umfeld weiß davon. Doch eines Tages kommt die Wahrheit ans Licht.

"Nickel der Dackel" ist ein besonders zauberhaftes Bilderbuch nicht nur für Dackelfans ab 4 Jahre.

Nickel der Dackel

von Juliette Lagrange

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Tilda und Pony Törtchen
Katja Schneider

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Tilda lebt auf einem kleinen Bauernhof, zusammen mit ihrer Omi und ihrer Oma. Einen großen Traum hat das kleine Mädchen: Ein eigenes Pony. Eines Tages ist es endlich soweit und Pony Törtchen tritt ins Tildas Leben. Anfangs ist es gar nicht so leicht für die beiden. Tilda möchte Törtchen streicheln, striegeln und auf ihm reiten, doch besonders letzteres ist dem Pony wirklich nicht geheuer. Stur sind sie beide, doch weil sie sich sehr mögen, machen sie einen großen Schritt aufeinander zu, so wie es sich für wahre Freunde gehört.

Anu Stohner hat wunderschön und besondes entzückend die von Ninka Reittu erzählte Geschichte illustriert. Einfach fabelhaft!

Ab 4 Jahre.

Tilda und Pony Törtchen

von Ninka Reittu

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Ist Oma noch zu retten?
Katja Schneider

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Hurra, endlich wieder Schulferien und Pia reist zu ihrer Oma Lore. Raus aus dem großen und wuseligen Berlin und hinein ins beschauliche Klein Funkenwalde. Doch merkwürdigerweise ist von Oma Lore weit und breit nichts zu sehen, als ihre Enkelin am Zielbahnhof angekommen ist. Also macht sich Pia allein auf dem Weg zum Haus ihrer Oma und schafft es, sich über ein Fenster Zutritt zum Inneren zu verschaffen. Doch außer Schnorrer, dem Kater, ist niemand zu Hause. Alles sehr merkwürdig. Noch merkwürdiger wird das Ganze, als plötzlich ein Junge vor ihr steht: Pepe, der Nachbarjunge, der Pia auf frischer Tat beim Einsteigen ertappt hat. Doch schnell ist die Situation geklärt und es ist sogar ganz praktisch, dass der Junge da ist, denn er ist, laut seiner Visitenkarte „Pepe Caruso - Ihr Mann für alle Fälle“. Prima, dann kann er ihr ja helfen, Oma Lore zu finden. Schnell gibt es erste heiße Spuren und die deuten darauf hin, dass Pias Oma kriminell sein könnte, denn seit geraumer Zeit werden in der Kleinstadt immer wieder Rennräder einer ganz bestimmten Marke geklaut und die alte Dame hat auf ihrem Smartphone, dass zu Hause liegen geblieben ist, Nachrichten a la „Perfekt, wann machen wir die Übergabe“ hinterlassen und das scheint doch höchst verdächtig zu sein. Gemeinsam mit Pepe und natürlich auch mit Schnorrer setzt Pia alles daran, Oma Lore zu finden und ihre Unschuld zu beweisen, denn eigentlich ist diese eine grundehrliche Person, der jede Ungerechtigkeit zuwider ist. Ob das Mädchen lieber zu Hause geblieben wäre, wenn sie gewusst hätte, was für ein gefährliches Abenteuer auf sie wartet? Aber wie Oma Lore immer zu sagen pflegt: „Angst aus, Mut an.“ und eins ist am Ende sicher: Aufregendere Ferien hatte Pia noch nie!

„Ist Oma Lore noch zu retten“ ist eine der schönsten Freundschaftsgeschichten und kniffligsten Detektivromane für Kinder ab 10, die es gibt!!!

Ist Oma noch zu retten?

von Marie Hüttner

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Die Lolli-Gäng sucht das Abenteuer
Katja Schneider

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Die Lolli-Gäng, das sind die Geschwister Theo, Tom und Lotti. Gemeinsam mit ihren Eltern wohnen sie in einem Haus in einer kleinen Gasse in einem kleinen Ort. Nebenan wohnt Frederike, die bestimmt schon 100 Jahre alt, superfurchtlos und supernett ist. Und im Lokal von Carlos an der Ecke bekommen die drei Kinder ihre tägliche Lolli-Ration. Die Lolli-Gäng sucht immer nach dem nächsten großen Abenteuer. Und eines Tages, da wird es besonders groß und abenteuerlich: plötzlich ist da dieser Mann mit den schwarzen Schuhen, der superunfreundlich ist und Frederikes Haus und ihren schönen Garten ergaunern will. Wie gut, dass Frederike so furchtlos und die Lolli-Gäng so tollkühn ist!

Gemeinsames Vorlesen macht mit diesem lustigen Buch ab 6 Jahren besonders viel Spaß! Und alle, die nicht genug von der Lolli-Gäng bekommen können, haben einen Grund zur Freude, der zweite Band „Die Lolli-Gäng zähmt einen Drachen“ ist gerade erschienen!

Die Lolli-Gäng sucht das Abenteuer

von Charlotte Inden

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Spaceboy
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Ruth führt ein trostloses Leben auf der Farm ihrer Tante Dorothy, bei der sie von früh bis spät schuften muss. Die einzigen Freuden sind ihr Hund Juri, der ihr zugelaufen ist und den sie nach ihrem Held, dem Kosmonauten Juri Gagarin benannt hat und ihr Teleskop, das ihr dreibeiniger Freund (tatsächlich fehlt Juri ein Bein und sein Frauchen hat ihm aus einem Schneebesen einen Ersatz gebastelt) ausgegraben hat und durch welches sie die Sterne beobachtet und davon träumt, selbst einmal durchs All zu fliegen. Und dann, eines Nachts sieht sie durch eben jenes Fernrohr ein unbekanntes Flugobjekt düsen und kurze Zeit später auf dem Acker ihrer Tante bruchlanden! Rasch laufen Ruth und Juri dorthin und machen die Bekanntschaft mit einem Außerirdischen: Spaceboy. Das Mädchen ist außer sich vor Freude, denn der Unbekannte aus dem All ist freundlich und bereit, sich mit ihr anzufreunden Doch kurze Zeit später wird die Idylle gestört, denn der Sheriff des Orts ist im Anmarsch und auch Tante Dorothy hat inzwischen mitbekommen, was auf ihrem Anwesen vor sich geht. Was bleibt den ungleichen Freund_innen anderes übrig, als die Flucht zu ergreifen, damit niemand mitbekommt, dass Spaceboy kein Mensch ist? Eine wilde Reise beginnt und führt über das Weiße Haus bis in die Wüste zu einem streng geheimen Forschungsgelände, wo es zu einem Showdown der Extraklasse kommt.

David Walliams hat wieder einmal eine irrsinnig komische und bewegende Geschichte geschrieben, bei der kein Auge trocken bleibt und die auch prima zum Vorlesen geeignet ist!

Ab 9 Jahre.

Spaceboy

von David Walliams

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Popcorn süß-salzig (TB)
Katja Schneider

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Ruby kann es nicht fassen, als Guillaume ihr auf dem Schulflur den Vorschlag macht, für seinen Freund Phil die Alibifreundin zu spielen, damit der seine Exfreundin Anna zurückgewinnen kann. Nein, danke! Aber wie das Schicksal so spielt, treffen Ruby und Phil plötzlich immer häufiger zufällig aufeinander und müssen sogar ein Referat zusammen vorbereiten. So übel ist Phil gar nicht und gegen eine Freundschaft ist nichts einzuwenden. Aber nicht nur das Schicksal, auch Amor hat ein Wörtchen mitzureden und schon bald ist die Verwirrung und das Gefühlschaos perfekt!

„Popcorn süß-salzig“ ist einer von den Büchern, das ich mir als 14-jährige gewünscht hätte: superwitzig, offen und tiefgründig. Einmal mehr hat Lena Hach ein großartiges Buch geschrieben!

Ach ja: Für Rom Com Fans gibt es auch noch etwas zu entdecken: Allerlei Begriffe aus diesem Genre werden in kleinen Infoboxen erklärt und in der Geschichte von Ruby, Phil und den anderen filmreif umgesetzt.

Popcorn süß-salzig (TB)

von Lena Hach

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Die Swifts (Band 1) - Ein vorzügliches Verbrechen
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Stell dir vor, du hättest einen ungewöhnlichen Namen, einen den deine Eltern durch Zufall im Familienlexikon ausgesucht haben. Einen Namen wie Brüsk oder Schaudervoll, ein Name, der dich und dein Wesen beschreibt. Klingt das toll oder eher unangenehm? Nun, bei Familie Swift ist das ganz normal und so treffen Erbschaft, Mahlstrom und allerlei andere Namen und ihre Träger_innen alle 10 Jahre auf dem alten und verwinkelten Familienanwesen aufeinander, um zu schmausen, zu plaudern und zu suchen, letzteres stets erfolglos. Vor vielen, vielen Jahren soll Großonkel Zuwider einen Schatz im Haus versteckt haben, den seine Nachfahren einfach nicht finden können. Und so scheint es auch bei diesem Treffen keinen Sucherfolg zu geben und obendrein noch kommt es zu schrecklichen Zwischenfällen: Tante Schadenfreude, die Matriarchatin der Swifts, wird bewusstlos aufgefunden, offenbar ein Mordversuch! Ihre Nichten, Schelmerei, Phänomen und Clementine fangen sofort an zu ermitteln. Wer von der Verwandtschaft war es und warum? Allerlei Geheimnisse werden zu Tage gefördert und weitere mysteriöse und schreckliche Dinge geschehen. Und was ist mit dem Schatz? 

„Die Swifts. Ein vorzügliches Verbrechen“ ist ein herrlicher Krimi ab 10 Jahre, der nichts für Zartbesaitete und zudem unaufmerksame Leser_innen ist, da die ungewöhnlichen Namen den Lesefluss stören können. Wenn man aber einmal drin ist im Swift Universum, ist die Geschichte viel zu schnell zu Ende, ich hoffe, der zweite Teil kommt rasch!

Die Swifts (Band 1) - Ein vorzügliches Verbrechen

von Beth Lincoln

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An Rändern
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Es gibt Filme, Musik, Bilder und Bücher, die einen verschlingen, die einen durchrütteln und die einen besonders berühren. So ging es mir auch mit „Closed“, einem wunderschönen, zärtlichen, harten, traurigen und hoffnungsvollen Film und „An Rändern“, einem wunderschönen, zärtlichen, harten, traurigen und hoffnungsvollen Roman. Für beide zeichnet sich Angelo Tijssens als (Drehbuch)autor verantwortlich.

Im Buch reist der Erzähler in Schlaglichtern zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her und offenbart nach und nach seine Geschichte. Es handelt sich um einen jungen Mann, der nach Flandern in einen kleinen Ort seiner Kindheit zurückkehrt, in dem er die schrecklichsten und gleichzeitig schönsten Erfahrungen machen musste und durfte. Seine Mutter, unter anderem verantwortlich für alles Schreckliche, ist verstorben und ihr Sohn nun in der Pflicht, sich um den Nachlass zu kümmern. Seine Jugendliebe, verantwortlich für alles Schöne, lebt noch immer dort und nach einem Wiederfinden via Facebook kommt es auch zu einem echten Wiedersehen.

Eine Gewohnheit von mir ist es, zuerst bei einem Buch auf die letzte Seite zu blättern, aber nicht, um zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht, sondern auf wie viele Seiten ich mich (im besten Fall) freuen darf. Bei „An Rändern“ wurde bewusst auf Seitenzahlen verzichtet und so habe ich mich einfach auf die Geschichte eingelassen, wurde verschlungen, durchgerüttelt und besonders berührt.

An Rändern

von Angelo Tijssens

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Auf der Suche nach der geheimnisvollen Riesenqualle
Katja Schneider

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Die junge Forscherin Dr. Morley hegt den großen Traum, die arktische Riesenqualle zu finden, die noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat. Und so reist sie mit ihrem Team auf einem Forschungsschiff zum Nordpol, um sich auf die Suche zu machen. Monatelang wird jeder Quadratmeter durchpflügt, aber die Suche bleibt vergeblich. Traurig entschließt sich Dr. Morley, nach Hause zu reisen, da plötzlich...

Wunderschön und mit viel Liebe zum Detail erzählt Chloe Savage von einer besonderen Reise für alle großen und kleinen Forscher_innen ab 4 Jahre

Auf der Suche nach der geheimnisvollen Riesenqualle

von Chloe Savage

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In der Zwischenzeit
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Warum sind wir auf der Welt? Woran glauben wir? Für diese und andere Fragen hat sich Annie Dillard auf eine (Gedanken)reise begeben und ungewöhnliche Schauplätze besucht: Eine Entbindungsstation, das Mausoleum eines chinesischen Kaisers, welches von den berühmten Terrakottasoldaten bewacht wird und dergleichen mehr. Sie befasst sich mit dem Leben eines französischen Paläontologen, der in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts nach China reiste, mit Wolkenformationen, der Entstehung von Sand oder auch dem Leben chassidischer Juden. All dies scheint die Autorin zunächst losgelöst voneinander zu betrachten und zu untersuchen, doch dann wird die Erzählung immer dichter und die einzelnen Teile zu einem großen und opulenten Teppich der Erkenntnis verknüpft. 

Ich liebe es, wenn Autor_innen unaufgeregt und sprachlich versiert ihr gesammeltes Wissen darlegen und mich mit Dingen und Orten vertraut machen, von denen ich noch nie gehört habe und mir neue Perspektiven aufzeigen. Der Pulitzer Preisträgerin Annie Dillard ist das mit „In der Zwischenzeit“ fabelhaft gelungen, ein weiteres Buch von ihr liegt bereits auf meinem Nachttisch bereit!

In der Zwischenzeit

von Annie Dillard

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