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Alle Empfehlungen von Katja Schneider

Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

mag Bücher, die in New York spielen, auf hoher See, an den Polen, in der Natur und in Osteuropa, ist aber offen für alle weiteren Themen und Schauplätze. Kinder- und Jugendbücher findet sie ebenso klasse. Des weiteren findet sie, dass Dinosaurier viel häufiger in Büchern für Erwachsene thematisiert werden sollten.

Umlaufbahnen
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Wir begleiten sechs Astronaut_innen und Kosmonauten, die zusammen auf einer internationalen Raumstation leben und arbeiten. Dabei umkreisen sie täglich viele Male ihren Heimatplaneten, so fern, wunderschön und bedroht. Sie lassen uns an Ihren Gedanken, Wünschen und ihrem Alltag in der Schwebe teilhaben und die Autorin verwebt diese lose mit so wunderschönen Beschreibungen und philosophischen Gedanken, dass man die Erde noch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel kennenlernt und glatt darüber nachdenkt, die Strapazen eines Weltallbesuchs auf sich zu nehmen.

„Umlaufbahnen“ wurde jüngst mit dem Booker Prize 2024 ausgezeichnet und das zurecht! Das schmale Werk ist inhaltlich wie sprachlich ein großer Wurf und ich rate Ihnen allen, es zu lesen, auch wenn Sie für Raumfahrten und Mondlandungen normalerweise nur ein müdes Lächeln übrig haben.
 

Umlaufbahnen

von Samantha Harvey

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Sind Flüsse Lebewesen?
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

In einem Zeitungsartikel wurde kürzlich die Frage aufgeworfen, was wäre, wenn die Elbe ein Mensch wäre und Rechte hätte. Wenn Sie vor Gericht vertreten werden könnte und eine Anklage erhoben werden könnte. Denn der Elbe geht es schlecht: Der Sauerstoffgehalt sinkt, Fische sterben, es kommt immer wieder zu Überschwemmungen und weiteren Katastrophen. Flüsse sind Lebensadern, auch für uns Menschen und doch beuten wir diese aus, lassen verunreinigtes Wasser und Chemikalien hineinlaufen und baggern sie immer weiter aus, damit noch größere Schiffe auf ihnen fahren können.

Der Elbe fühle ich mich seit meiner Kindheit in Wittenberg verbunden und liebe es, an diesem Fluss entlang zu spazieren, das glitzernde Wasser zu beobachten und an ihrem Ufer eine Rast einzulegen. Auch der Autor Robert Macfarlane hat in seiner englischen Heimat solch einen Fluss, den er liebt und gern besucht. Doch auch in Großbritannien ist die Situat für die Gewässer alles andere als rosig. Weltweit betrachtet ist die Lage ebenfalls ernst. Macfarlane hat drei Flüsse in Indien, Kanada und Ecuador besucht, in denen eine Umweltkatastrophe droht. Er hat mit Menschen gesprochen, die sich mit anderen zusammengeschlossen haben, um diese zu schützen und eine Stimme zu verleihen und schreibt darüber in seinem wunderschönen Buch „Sind Flüsse Lebewesen?“ Diese Menschen und darüber zu lesen verleiht Hoffnung und die Frage, die der Titel aufwirft, wird klar mit einem JA beantwortet.

Sind Flüsse Lebewesen?

von Robert Macfarlane

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Die große Hitze
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Denise Mina ist eine schottische Autorin, die einen Philip-Marlowe-Roman geschrieben hat. Moment, Philip Marlowe ist doch eine literarische Figur von Raymond Chandler! Richtig, aber erstens haben schon einige männliche Autoren vor ihr sich an einem Detektivroman über den konventionsscheuen und schlagfertigen Privatermittler versucht und zweitens ist „Die große Hitze“ vom Raymond Chandler Real Estate autorisiert worden. Und drittens hat mir diese hardboiled novel ausnehmend gut gefallen.

Los Angeles in den frühen 30ern des 20. Jahrhunderts. Es ist heiß und Philip Marlowe wird gebeten, einen neuen Fall zu übernehmen: Christine, die Tochter des in der ganzen Stadt sehr einflussreichen Millionärs Chadwick Montgomery, ist verschwunden. Der Privatdetektiv hat wenig Mühe, die Verschollene aufzufinden, doch das ist noch lange nicht das Ende und nur die Spitze eines Eisberges voller Machtspielchen und illegaler Machenschaften und Marlowe fängt an zu graben.

„Die große Hitze“ ist turbulent, unglaublich atmosphärisch, voller witziger und knochentrockener verbaler Schlagabtäusche und emanzipierter Frauenfiguren. Letzteres ist wohl im Original nicht zuhauf vorhanden, trotzdem freue ich mich schon auf die Lektüre der acht „echten“ Philip-Marlowe-Geschichten.

Die große Hitze

von Denise Mina, Else Laudan

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Ein Königreich für eine Schnecke
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Jewa ist eine junge Wissenschaftlerin, die sich den Schnecken widmet und versucht, bedrohte Arten vor dem Aussterben zu retten. Dafür fährt sie in ihrem zu einem Labor umgebauten Transporter durch die Ukraine. Um sich zu finanzieren, versucht sie nicht, Forschungsgelder zu erhalten oder wissenschaftliche Artikel in Fachzeitungen zu lancieren, sondern tut in einer Heiratsagentur so, als sei sie auf der Suche nach einem westlichen Mann. In dieser Agentur arbeiten auch die Schwestern Nastia und Sol, deren Mutter, eine ukrainische Aktivistin, verschollen ist. Um diese wiederzufinden, plant Nastia eine aufsehenerregende Aktion. Dafür braucht sie das fahrende Labor von Jewa, denn der Plan sieht vor, 12 heiratswillige Männer (unter dem Vorwand, durchs Land zu fahren und junge Frauen kennenzulernen) darin einzusperren, später unter großem TamTam im Wald auszusetzen, große Aufmerksamkeit zu erregen und die stolze Mutter mit ihren Töchtern wieder zu vereinen. Jewa und auch Sol sind zwar nicht besonders überzeugt von diesem Vorhaben, willigen aber ein. Natürlich geht von Anfang alles schief und dann fällt auch noch Russland in die Ukraine ein. Die Wirklichkeit schlägt zu und auch Maria Reva, die Autorin, bringt sich plötzlich mit ihrer persönliche Geschichte ein.

„Ein Königreich für eine Schnecke“ hat einen fantastischen Plot, der nicht genialer, witziger und berührender erzählt werden könnte. Schon jetzt ist dieses Buch für mich eines der Highlights meines Lesejahres.

Ein Königreich für eine Schnecke

von Maria Reva

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Beliebige Fracht. Die Geschichte der globalen Wirtschaft, erzählt anhand eines Schiffs
Katja Schneider

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Die besten Sachbücher sind für mich jene, welche mich ohne erhobenen Zeigefinger, viel Wissen, einem Bezug zur Praxis und einem unterhaltsamen Schreibstil bilden können. Immer wieder lege ich ein Sachbuch zur Seite, wenn der Autor oder die Autorin zwar viele interessante Dinge wissen, aber hölzern schreiben und mich nicht mitnehmen. „Beliebige Fracht“ von Ian Kumekawa ist eines der besten Sachbücher, das ich jede gelesen habe. Der Historiker erzählt die Geschichte der globalen Wirtschaft anhand zweier Frachter, die Ende der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts in einer schwedischen Werft gebaut wurden und seit 2018 in Nigeria bzw. seit 2022 in Indien stillgelegt sind. Bis zu ihren Endzielen wurden sie in der ganzen Welt als Behausung für Werksarbeiter, Soldaten oder gar Gefängnisinsassen und immer wieder als Spekulationsobjekte genutzt. Der Autor erläutert dabei, wie Briefkastenfirmen arbeiten, wie der Sklavenhandel und Ölförderung häufig nur wenigen Menschen nützt, juristische Fallstricke, den Neoliberalismus und dergleichen mehr und das so eingängig und packend, dass man sich wünscht, die Schiffe wären noch im Einsatz und es gäbe noch mehr über sie zu erfahren.

Dieses Buch bekommt von mir eine Eins mit Sternchen und das Prädikat genial.

Beliebige Fracht. Die Geschichte der globalen Wirtschaft, erzählt anhand eines Schiffs

von Ian Kumekawa

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Sommerhaus
Katja Schneider

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Vic ist 76 Jahre alt, sehr erfolgreicher Maler und der geliebte Patriarch der Familie. Zuhause in London kreisen seine 4 erwachsenen Kinder um ihn: Die selbstbewusste Netta, die in Nettas Schatten stehende zweitgeborene Susan, Goose, der einzige Sohn, der das Künstlerdasein nach einem psychischen Zusammenbruch wieder verworfen hat und Iris, das Nesthäkchen. Die Mutter der Geschwister ist schon lange tot, dafür gab es einen hohen Verschleiß an Au Pairs, die nicht nur auf die Kinder aufpassen sollten, sondern auch Kurzzeitfreundinnen für ihren Vater darstellten. Alles ist in bester Ordnung bis zum dem Tag, an dem Vic seinen Kindern eröffnet, dass er die Frau seines Lebens gefunden habe - im Internet.Sie heißt Bella Mae und ist erst 27 Jahre alt, noch jünger als Iris. Irritiert nehmen die Geschwister davon Kenntnis, was bleibt ihnen auch übrig und außerdem wird die große Liebe in wenigen Wochen sowieso vorbei sein. Doch es kommt anders. Vic und Bella Mae werden sogar heiraten - ohne Gäst_innen, dafür mit einer Einladung zur großen Feier auf dem Familiensitz in Italien, genauer gesagt auf einer Insel im Lago d‘Orta. Netta, die das Sagen hat, beschließt, dass ihr Vater von allen geschnitten werden sollte, bis er wieder zur Besinnung kommt. Weder reagieren die vier auf seine Textnachrichten, noch machen sie sich auf den Weg zu ihm. Doch kurz darauf erhält Susan einen Anruf: Ihr Vater sei tot. Sofort macht sie sich auf den Weg nach Italien, ihre Geschwister folgen. Angekommen, müssen sie den Schock verarbeiten, trauern, die Erbschaft regeln und schließlich Bella Mae kennenlernen. Und alles wird sich ändern.

Es macht großen Spaß, „Sommerhaus“ durchzuschmökern, an der Gefühls- und Gedankenwelt der Geschwister Anteil zu haben und ihre Irrungen und Wirrungen nach und nach zu entknoten.

Sommerhaus

von Rachel Joyce

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Flora Brimble und der verlorene Frühling
Katja Schneider

Katja Schneider

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Flora Brimble lebt mit ihrem Vater, einem sehr erfolglosen Fischer, in einem kleinen Küstenörtchen. Das Mädchen liebt es, sich Geschichten auszudenken und besonders, Abenteuer über die von ihr erdachte Heldin Harriet aufzuschreiben. Schon lange herrscht Winter und der Frühling ist längst überfällig, aber er will sich einfach nicht zeigen. Sehr merkwürdig ist das, befindet Flora und sie weiß, dass der Einzige, der weiß, warum das so ist, ihr Großvater ist, der als Einsiedler tief im Wald lebt. Bei ihrem Besuch erfährt sie, dass die Maikönigin verschwunden sei und deshalb der Frühling auf sich warten lasse. Nichts leichter als das also, diese aufzuspüren! Gemeinsam mit Parzival, einem sprechenden Eichhörnchen und Grisold, einem Kobold, macht sie sich auf eine gefährliche und besonders abenteuerliche Reise, in der es vor Überraschungen nur so wimmelt und bei der Flora sogar Bekanntschaft mit Harriet, ihrer Romanheldin, machen wird!

„Flora Brimble und der verlorene Frühling“ ist eine besondere, kluge und märchenhafte Geschichte, die sich in einem Rutsch wegschmökern lässt. Mehr davon und ein sprechendes Eichhörnchen als Freund, bitte!

Ab 10 Jahren.

Flora Brimble und der verlorene Frühling

von Marcus Raffel

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Meisterdetektiv Mausebart - Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1)
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Monsieur Mausebart, der weltberühmte Mäusedetektiv, ist vom trubeligen Paris ins beschauliche englische Küstenörtchen Bath gezogen.Schon kurze Zeit später wartet ein neuer, kniffliger Fall auf ihn! Nach und nach verschwinden immer mehr Tiere: Erst eine Schlange, dann ein Krokodil und dann ein Pavian und dann hat Monsieur Mausebart endlich eine Verdächtige gefunden. Doch nichts ist wie es scheint und offenbar kann der weltberühmte Mäuserich doch nicht jeden Fall lösen? Doch zum Glück hat er den kleinen und tapferen Nager Mopsi als Assistenten an seiner Seite, der ihm zu neuen Schwung und Zuversicht verleiht. Gemeinsam können sie den Fall vielleicht doch noch lösen!

„Meisterdetektiv Mausebart steckt voller witziger und spannender Ideen und wird großartig ergänzt durch extraviele Illustrationen, die Leser_innen ab 8 Jahren durch die Seiten fliegen lassen.

Meisterdetektiv Mausebart - Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1)

von Charley Rabbit

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Herwig und Elsie - Wo ist der große Zauberer?
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Viele Jahre wurde der Hase Herwig von seinem Zaubererfreund Hokus van Pokus bei Vorstellungen aus einem Hut heraus- und wieder hineingezaubert. Sogar zusammen gewohnt haben die beiden. Doch eines Morgens ist von Hokus verschwunden. Zurückgelassen hat er seine Zauberuntensilien und einen Brief für seinen kleinen Freund, in dem steht, dass Herwig von nun an allein zurechtkommen muss und ganz sicher als Zauberer Erfolg haben würde. Herwig versteht die Welt nicht mehr und ist sicher, dass er Hokus finden wird, wenn er sich denn nur aus dem Haus in das große Unbekannte trauen würde. Oder vielleicht könnten ihm die Zauberutensilien helfen? Aber statt seines Menschenfreundes zaubert er einen Elefanten aus dem Hut! Elise, so heißt die Elefantin, ist sehr freundlich, hilfsbereit und ebenfalls auf der Suche nach ihrem verloren gegangenen Elefantenfreund Emil.Und so wagen sich die beiden gemeinsam nach Draußen, erleben lustige, manchmal traurige und vor allem aufregende Dinge und am Ende winkt eine ungeahnte und gleichzeitig schönste Belohnung für die beiden Abenteurer!

Ute Krause ist vor allem für ihre „Muskeltiere“ bekannt und beliebt, „Herwig und Elsie ist eine ebenso wunderbare Freundschaftsgeschichte zum Vor- und Selberlesen ab 6 Jahre!

Herwig und Elsie - Wo ist der große Zauberer?

von Ute Krause

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Meisterdetektiv Mausebart - Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1)
Katja Schneider

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Monsieur Mausebart, der weltberühmte Mäusedetektiv, ist vom trubeligen Paris ins beschauliche englische Küstenörtchen Bath gezogen.Schon kurze Zeit später wartet ein neuer, kniffliger Fall auf ihn! Nach und nach verschwinden immer mehr Tiere: Erst eine Schlange, dann ein Krokodil und dann ein Pavian und dann hat Monsieur Mausebart endlich eine Verdächtige gefunden. Doch nichts ist wie es scheint und offenbar kann der weltberühmte Mäuserich doch nicht jeden Fall lösen? Doch zum Glück hat er den kleinen und tapferen Nager Mopsi als Assistenten an seiner Seite, der ihm zu neuen Schwung und Zuversicht verleiht. Gemeinsam können sie den Fall vielleicht doch noch lösen!

„Meisterdetektiv Mausebart steckt voller witziger und spannender Ideen und wird großartig ergänzt durch extraviele Illustrationen, die Leser_innen ab 8 Jahren durch die Seiten fliegen lassen.

Meisterdetektiv Mausebart - Wo ist Gustav Giftzahn? Ein Mäusekrimi (Band 1)

von Charley Rabbit

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Herwig und Elsie - Wo ist der große Zauberer?
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Viele Jahre wurde der Hase Herwig von seinem Zaubererfreund Hokus van Pokus bei Vorstellungen aus einem Hut heraus- und wieder hineingezaubert. Sogar zusammen gewohnt haben die beiden. Doch eines Morgens ist von Hokus verschwunden. Zurückgelassen hat er seine Zauberuntensilien und einen Brief für seinen kleinen Freund, in dem steht, dass Herwig von nun an allein zurechtkommen muss und ganz sicher als Zauberer Erfolg haben würde. Herwig versteht die Welt nicht mehr und ist sicher, dass er Hokus finden wird, wenn er sich denn nur aus dem Haus in das große Unbekannte trauen würde. Oder vielleicht könnten ihm die Zauberutensilien helfen? Aber statt seines Menschenfreundes zaubert er einen Elefanten aus dem Hut! Elise, so heißt die Elefantin, ist sehr freundlich, hilfsbereit und ebenfalls auf der Suche nach ihrem verloren gegangenen Elefantenfreund Emil.Und so wagen sich die beiden gemeinsam nach Draußen, erleben lustige, manchmal traurige und vor allem aufregende Dinge und am Ende winkt eine ungeahnte und gleichzeitig schönste Belohnung für die beiden Abenteurer!

Ute Krause ist vor allem für ihre „Muskeltiere“ bekannt und beliebt, „Herwig und Elsie ist eine ebenso wunderbare Freundschaftsgeschichte zum Vor- und Selberlesen ab 6 Jahre!

Herwig und Elsie - Wo ist der große Zauberer?

von Ute Krause

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Agathe
Katja Schneider

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Agathe ist ungefähr 80 Jahre alt, sehr klein und langsam, sie hat einen dicken Panzer und ist schon ewig in Antjes Familie. Als ihr Vater selbst noch ein Kind war, hat er von seinem Taschengeld eine Schildkröte erstanden und diese Agathe genannt. In wunderschönen Bildern und tollen Texten (also in gewohnter Antje Damm Manier) erzählt die Illustratorin in „Agathe. Papas Schildkröte und ich“ die Geschichte der menschlichen und tierischen Mitglieder ihrer Familie, kleine Anekdoten und sogar davon, wie einmal Agathe wochenlang ausgebüxt war.

Ein Buch für alle Schildkrötenfreund_innen und die, die es noch werden wollen.

Agathe

von Antje Damm

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Flora Brimble und der verlorene Frühling
Katja Schneider

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Flora Brimble lebt mit ihrem Vater, einem sehr erfolglosen Fischer, in einem kleinen Küstenörtchen. Das Mädchen liebt es, sich Geschichten auszudenken und besonders, Abenteuer über die von ihr erdachte Heldin Harriet aufzuschreiben. Schon lange herrscht Winter und der Frühling ist längst überfällig, aber er will sich einfach nicht zeigen. Sehr merkwürdig ist das, befindet Flora und sie weiß, dass der Einzige, der weiß, warum das so ist, ihr Großvater ist, der als Einsiedler tief im Wald lebt. Bei ihrem Besuch erfährt sie, dass die Maikönigin verschwunden sei und deshalb der Frühling auf sich warten lasse. Nichts leichter als das also, diese aufzuspüren! Gemeinsam mit Parzival, einem sprechenden Eichhörnchen und Grisold, einem Kobold, macht sie sich auf eine gefährliche und besonders abenteuerliche Reise, in der es vor Überraschungen nur so wimmelt und bei der Flora sogar Bekanntschaft mit Harriet, ihrer Romanheldin, machen wird!

„Flora Brimble und der verlorene Frühling“ ist eine besondere, kluge und märchenhafte Geschichte, die sich in einem Rutsch wegschmökern lässt. Mehr davon und ein sprechendes Eichhörnchen als Freund, bitte!

Ab 10 Jahren.

Flora Brimble und der verlorene Frühling

von Marcus Raffel

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Hänky und die vier Megamonsterbanausen
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Hänky ist ein kleiner Vampir, der Bücher liebt und in einem Schloss wohnt. Seine Mitbewohner sind ihm nicht geheuer, er hat gehört, dass sie schrecklich, fürchterlich, schauerlich und unheimlich sein sollen! Deshalb hält er sich von ihnen fern und ist dabei recht zufrieden, solange er seine Bücher und genug zu essen hat. Eines Nachts hat er Riesenhunger und holt sich heimlich Essen aus der Küche. Doch, oh weh, ihm fällt etwas zu Boden und er wird von seinen schrecklichen, fürchterlichen, schauerlichen und unheimlichen Mitbewohnern entdeckt! 

"Dieses Buch hilft bei Furcht und Vorurteil" steht auf dem Cover dieses herrlichen Bilderbuchs und es könnte sein, dass Hänky gar keinen Grund hat, sich zu ängstigen, sondern alle ganz einfach schrecklich nett sind.

Ab 4 Jahren.

Hänky und die vier Megamonsterbanausen

von Benjamin Gottwald

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Abenteuer in Müffel-Büffel - Hier stinkt's gewaltig!
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Chilli und Chayenne sind beste Freundinnen und ihr größter Traum ist es, als Cowgirls arbeiten zu können. Da haben die Männer in Müffel Büffel, einem richtigen WildWestStädtchen, leider sehr viel dagegen. Und dann bietet sich doch die Gelegenheit, nachts die große Rinderherde vom Bürgermeister Old Amsterdam zu hüten. Die großen Cowboys haben nämlich Angst vor dem Dieb, der in Müffel Büffel umgehen soll, die beiden Mädchen aber schnappen sich ihre Wasserpistolen und ihre Pferde Schnaubelt und Hufi und passen gut auf. Trotzdem sind am nächsten Morgen
32 Kälbchen verschwunden und die Cowgirls geben ihre Karriere auf. 
Schnell ist ein Dieb gefasst, aber ist er wirklich der Richtige? Aus den Cowgirls werden nun Detektivinnen und schon bald sind sie auf der richtigen Spur!

„Abenteuer in Müffel Büffel. Hier stinkt’s gewaltig“ ist genau die richtige Geschichte für alle, die schon Lust haben, selbst ein Buch zu lesen, das nicht so dick ist und viele tolle Bilder hat.

Ab 7 Jahren.

Abenteuer in Müffel-Büffel - Hier stinkt's gewaltig!

von Katalina Brause

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Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt
Katja Schneider

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Eine Frau (und ihr Körper) kann nur verlieren: Für die einen ist sie zu dick, für die anderen zu dünn, zu stark geschminkt oder zu wenig, zu jung oder zu alt, einfach immer falsch. So ergeht es auch der jungen Jegana in dieser Geschichte, einer jungen Aserbaidschanerin, die sich ihre Augenbrauen erst zupfen darf, wenn sie verheiratet ist, die sich ihre langen Haare nur schneiden darf, wenn der Vater es erlaubt und dergleichen mehr, was es an Ritualen und Regeln zu befolgen gibt. Anhand ihrer Körperteile erzählt sie ihre Geschichte, was sie und die Frauen in ihrem Umfeld als Ehefrauen oder als Töchter und Dank des Schönheitsdiktats erdulden müssen. Und eines Tages wird Jeganas Körper außer Kontrolle geraten, Muskeln kontrahieren unkontrolliert, Körperteile werden und bleiben gelähmt die Verzweiflung ist groß. Was folgt, sind lange und deprimierende Krankenhausaufenthalte, in denen versucht wird, das alte Leben und den alten Körper wiederzuerlangen oder zumindest ein wenig Kontrolle über den Ausnahmezustand. Eine traurige Geschichte, könnte man meinen, doch gibt es immer wieder lichte Momente: Wenn sich Jeganas Klassenkameradinnen ganz selbstbewusst trotzdem die Augenbrauen zupfen oder die junge Frau beschließt, ihre Haare nach dem Krankenhausaufenthalt auch ohne Erlaubnis schneiden zu lassen - kleine und wichtige Momente der Selbstermächtigung.

Der Debütroman „Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt“ von Jegana Dschabbarowa ist ein fantastisches Kleinod, das Lust auf mehr macht!

 

Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt

von Jegana Dschabbarowa

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Rocky Winterfeld
Katja Schneider

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Rockys Leben ist ganz schön eintönig geworden, seit sein bester Freund und Nachbar Marek viele Hundert Kilometer weggezogen ist und nun in Polen wohnt. Seine Mutter Nancy arbeitet zu viel und in der Schule ist niemand, der seine Begeisterung für den Weltraum teilt. Bis eines Tages immer wieder Briefe bei Ihm eintreffen, die ihm eine Fahrt im alten VW-Bus seiner Lehrerin Frau Popov bescheren werden. Rocky ist nämlich ausgewählt worden, mit anderen Mitschüler_innen an einem Wissenschaftswettbewerb teilzunehmen und zwar ausgerechnet in Polen! Das ist DIE Gelegenheit, Marek wiederzusehen, der sich in der letzten Zeit ganz schön rar gemacht hat. Mit an Bord sein sollen die überaus beliebte Leyla, die sich jederzeit für die Umwelt stark macht, Tess, die neu in der Schule ist und sich in ihrem schwarzen Kapuzenpulli versteckt, der überquierlige Kadir und natürlich Frau Popov. Leider ist Nancy von der Idee gar nicht begeistert und deshalb beschließt ihr Sohn, heimlich mitzufahren. (Bitte nicht nachmachen!) Eine verrückte Fahrt mit einem geretteten Kaninchen, drei rockmusikbegeisterten Nonnen und einer besonderen Glampingnacht wartet auf Rocky und seine Reisegefährt_innen, bei der es am Ende noch einiges mehr zu gewinnen gibt, als „nur“ einen Wissenschaftswettbewerb!

„Rocky Winterfeld. Ziemlich neben der Spur“ steht den beiden Vorgängerromanen von Marie Hüttner („Ist Oma noch zu retten?“ und „Die Mitternachtsdiebe“) in nichts nach: Eine Superfreundschaftsgeschichte mit ganz viel Spannung und voller Abenteuer!

Ab 10 Jahren.

Rocky Winterfeld

von Marie Hüttner

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Viper's Dream
Katja Schneider

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Clyde Morton aka. Viper ist der Marihuanakönig von Harlem, der die Drogenszene kontrolliert und regiert. Eigentlich war er in den 30ern nach New York gekommen, um als Trompeter in Jazz Bands zu spielen, doch bereits das erste Vorspielen offenbarte, dass sein Talent auf anderen Gebieten liegt. Mitte der 60er ist er nun ganz oben auf der kriminellen Karriereleiter angekommen und hat gerade seinen dritten Mord verübt. Der geschmierte Cop kann ihm zum Glück noch rechtzeitig Bescheid geben, dass er untertauchen soll. Doch wird Viper diese Chance nutzen oder wird er von seinen (Fehl)Entscheidungen der Vergangenheit endgültig eingeholt? Zudem ist er seit Jahrzehnten unglücklich in Yolanda verliebt und wenn er sie nicht haben kann, ist der ganze Reichtum und die ganze Macht doch eh für die Katz. Und auch die Jazzszene verändert sich immer mehr, als Heroin seinen Siegeszug beginnt.

Jake Lamar hat einmal mehr einen unglaublich atmosphärischen und politisch interessanten Kriminalroman geschrieben, der sehr viel Spaß macht und voller Musik steckt. Übersetzt wurde er wieder fantastisch von Robert Brack.

Viper's Dream

von Jake Lamar

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Immerland - Die Stadt der Ewigkeit
Katja Schneider

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Mika stehen die langweiligsten Sommerferien aller Zeiten bevor. Er muss raus aufs Land zu seiner seltsamen Oma, die ihn immer Spätzchen nennt, Apfelkuchen bäckt, der außen verbrannt und innen roh ist und das Internet geht auch nicht. Die Zeit kriecht bis zu dem Tagaus es Oma auf einmal sehr schlecht geht und die Telefonleitung tot ist. Mika ahnt, dass seine Oma ins Krankenhaus muss und beschließt, nicht zu hoffen, bald wieder telefonieren zu können und einen Rettungswagen zu rufen, sondern mit dem alten Auto, das draußen vor dem Haus steht, zu fahren. Tatsächlich setzt sich das Fahrzeug in Bewegung, doch es kommt, wie es kommen muss, Mika kann das Auto nicht richtig handeln und sie kommen von der Fahrbahn ab. Da plötzlich scheint die Welt still zu stehen und ein Luftschiff, das wie ein Wal geformt ist, taucht neben dem in der Zeit eingefrorenen Auto auf und nimmt die beiden Passagiere auf. Doch anstatt in die Stadt ins Krankenhaus zu fahren, landet der Wal vor den Toren von Immerland. Immerland ist eine wunderschöne Stadt, in der Oma genesen kann und Mika entdeckt, dass dort alle gut drauf sind, keiner streitet und man alles haben kann, das man sich wünscht. Zudem findet der Junge selbst auf einmal Freund_innen, etwas, das er in seinem alten Leben nicht hatte und zudem wird er in einen Club voller Schlaulöpfe aufgenommen, ebenfalls ein absolutes Novum für ihn. So könnte es für immer sein, doch Oma findet heraus, dass der schöne Schein trügt.

Flix ist Comiczeichner und Illustrator und hat nun sein erstes Kinderbuch geschrieben und natürlich selbst illustriert. Witzig, spannend und fantasievoll - absolut gelungen!

Ab 12 Jahren.

Immerland - Die Stadt der Ewigkeit

von Flix

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Ausgerechnet Adelheid!
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Adelheid und Benni gehen zusammen in die 3. Klasse. Für das Mädchen ist es eine Ehrenrunde, Rechtschreibung und Rechnen sind nicht ihre größte Stärke. Sarah-Michelle, die in der Bank vor den beiden sitzt, meint, dass Adelheid deshalb dumm sei, aber da täuscht sie sich ganz gewaltig! Adelheid liebt es, Dinge ganz genau zu beobachten, sie ist eine tolle Freundin, die für andere einsteht und sie weiß viele Dinge, die nur eben mit Mathe und Deutsch nicht so viel zu tun haben. Und Benni? Der ist Adelheids bester Freund, kommt immer zu spät, hat die Hosentaschen voll mit wichtigen Dingen und macht ganz schön viel Unsinn. Zusammen erleben die beiden viele aufregende Alltagsabenteuer und öfters geht auch was schief, aber Ende gut, alles gut!

„Ausgerechnet Adelheid“ ist der Auftakt einer Reihe für Kinder ab 8 und eine dringende (Vor)Leseempfehlung!

Ausgerechnet Adelheid!

von Sabine Ludwig

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Die Regeln des Spiels
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Ray Carney, Inhaber eines Möbelgeschäfts im Harlem der 70er Jahre, hat seinen zwielichtigen Nebenberuf als Hehler an den Nagel gehängt und möchte wieder ein ehrliches und ehrbares Leben führen. Das klappt auch ganz gut bis zum dem Moment, als er für seine Tochter Konzerttickets für die Jackson Five besorgen soll, was ein Ding der Unmöglichkeit ist. Um es trotzdem möglich zu machen, zapft er einen alten Kontakt in Form eines korrupten Polizisten an und muss zum Dank ein Ding drehen. Schnitt. Ein paar Jahre später wird in Rays Laden ein Film gedreht. Die schöne Hauptdarstellerin verschwindet plötzlich und Pepper, der für die Sicherheit am Set zuständig ist, muss die Abtrünnige aufspüren. Schnitt. Wieder ein paar Jahre später werden Molotowcocktails durch die Schaufensterscheiben des Möbelgeschäfts geworfen und Ray und Pepper, alte Kumpane, versuchen gemeinsam, für Recht und Ordnung zu sorgen.

„Die Regeln des Spiels“ ist ein großes Lesevergnügen für Geduldige: Ausufernd, atmosphärisch und mit viel Liebe für Details erzählt Colton Whitehead von Ray Carney, der bereits in „Harlem Shuffle“ seinen großen Auftritt hatte. Wer durchhält, wird belohnt mit einer fulminanten Zeitreise und Milieustudie und New York ist ja eh immer eine gute Idee.

Die Regeln des Spiels

von Colson Whitehead

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Die Verletzlichen
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Sigrid Nunez hat keine Scheu vor schweren Themen und schafft es in ihren Romanen immer wieder, hier und da eine Prise Humor einzustreuen und für eine gewisse Leichtigkeit und Unterhaltsamkeit zu sorgen. Geradezu beschwingt ist „Die Verletzlichen“ im Vergleich zu ihren anderen fantastischen Büchern wie „Der Freund“ (Vielleicht erinnern Sie sich, nach dem Freitod eines geliebten Freundes sorgt die namenlose Ich-Erzählerin für dessen Dogge und beide werden einander Trost spenden.) Auch in diesem Fall spielt ein Tier eine Rolle. Zu Beginn der Corona-Krise wird die (wieder) namenlose mittelalte Ich-Erzählerin, Schriftstellerin und New Yorkerin gebeten, im Luxusappartment von Freunden nach deren Papagei zu schauen, da Frauchen hochschwanger in Los Angeles gestrandet ist. Diese Art der Fürsorge lenkt sie ein wenig von Sorgen und Gedanken bezüglich Viren und einer Schreibblockade ab. Nachdem ihre eigene Wohnung von einer Ärztin im Ruhestand bezogen wird, die aus Oregon angereist ist, um in einem New Yorker Krankenhaus auszuhelfen, zieht sie sogar ganz bei Eureka, dem Papagei, ein. Kurze Zeit darauf gibt es noch einen dritten Bewohner: einen junger Mann namens Vetch, der ursprünglich für die Hege und Pflege des Vogels angeheuert und zwischenzeitlich verschwunden war. Generationen, Lebenseinstellungen und die Angst vor einer Ansteckung prallen aufeinander, doch mit der Zeit (und mit der Hilfe von Eureka) nähern sich die beiden Fremden an und geben einander Halt in einer persönlich und global schwierigen Zeit.

„Die Verletzlichen“ ist nicht nur ein wunderschöner, berührender und unterhaltsamer Roman über das Leben sondern auch eine Reflexion über das Schreiben und Lesen. Die Autorin bezieht sich dabei auf Virginia Woolf und ihren ehrgeizigen Plan, einen Roman mit einem Sachbuch zu verbinden. Ein Vorhaben, welches Sigrid Nunez wunderbar geglückt ist.

Die Verletzlichen

von Sigrid Nunez

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Kevin, der kleine Vampir
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Kevin ist mit seinen 11 Jahren ein sehr junger Vampir, es gelingt ihm noch nicht, sich in eine Fledermaus zu verwandeln (dafür in allerlei Gegenstände) und Drachenreiten darf er erst, wenn er 309 Jahre alt ist. Beides würde er gern können bzw. dürfen, aber sein größter Herzenswunsch ist es, einen Freund zu finden. Doch er ist ein Zirkuskind und seine Familie und der Monsterzirkus Monstrometti sind immer unterwegs, da bleibt keine Zeit, jemanden näher kennen zu lernen. Eigentlich ist Kevin mit allen auf dem Weg zum „Festival der Furcht“, aber irgendwie verirren sie sich und landen plötzlich in einem Menschenkaff namens Nieder-Bauer. Um aus der Not eine Tugend zu machen, wird beschlossen, das große Zirkuszelt aufzubauen und eine Vorstellung zu geben. Doch das kommt bei den Bewohner_innen von Nieder-Bauer gar nicht gut an, denn Zirkusvorstellungen machen Spaß und gute Laune und die verursachen sehr viel Lärm und das ist schlecht. In einiger Entfernung vom Kaff ist ein großer Berg namens „Der kalte Berg“ zu sehen und dort schlummert ein Schreckensmonster. Dieses hat vor 73 Jahren Nieder-Bauer komplett zerstört und sich danach in den Berg zurückgezogen und damit es nicht wieder aufgeschreckt wird, müssen immer alle ganz leise sein. Doch es kommt, wie es kommen muss, viel zu viel Krawall und Radau werden gemacht und das Schreckensmonster nähert sich. Das ruft den kleinen Kevin auf den Plan, der in der Zwischenzeit ein Menschenmädchen namens Susie kennengelernt hat und die eine sehr gute Freundin zu werden verspricht. Wünsche werden wahr und vielleicht ist noch nicht alles zu spät für Nieder-Bauer!

„Kevin der kleine Vampir. Chaos im Monsterzirkus“ ist der Auftakt einer Reihe, die wundervoll illustriert ist und monstermäßig Spaß macht!

Ab 8 Jahren.

Kevin, der kleine Vampir

von Matt Brown

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Das World Famous Nine
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Zander freut sich sehr: Endlich kann er wieder Zeit mit seiner Großmutter Zina Winebee verbringen, die in einem sehr ungewöhnlich Haus wohnt, nämlich einem Kaufhaus, welches der Familie schon seit Generationen gehört. Dabei handelt es sich nicht um ein gewöhnliches Kaufhaus, sondern um das „World Famous Nine“, welches wirklich alles verkauft, was das Herz begehrt und einfach gigantisch groß ist. Doch die Freude ist getrübt, denn in letzter Zeit kommt es immer wieder zu Zwischenfällen im Kaufhaus und die belasten Zina sehr. Jemand scheint das Kaufhaus in ein schlechtes Licht rücken zu wollen und Zander beschließt, dass er eigenmächtig etwas tun will. Zum Glück ist er dabei nicht auf sich allein gestellt, denn er schließt Freundschaft mit dem Mädchen Natascha, das jeden Tag auf einer Riesenschaukel über den Köpfen der Restaurantgäste, welches zum Kaufhaus gehört, schaukelt, denn das ist ihre große Leidenschaft und sorgt für viel Freude. Überall im Kaufhaus stehen mysteriöse Inschriften, die einst Viktor Winebee, ein Vorfahre von Zander, an die Wände geschrieben hat. Diese scheinen nur Quatschsätze zu sein, zum Beispiel „Earls Aknenarben entnerven bildhaft Michael.“, aber für den Jungen ist klar, dass sie eine wichtige Botschaft vermitteln und vielleicht sogar mit den Zwischenfällen zu tun haben, nur welche? Eine aufregende Suche beginnt und immer wieder hören die beiden Freunde von der sogenannten unheilvollen „Düsterblume“ - wer oder was steckt dahinter?

„World Famous Nine“ ist eine abenteuerliche Geschichte voller Geheimnisse und Gefahren, die zum Mitraten einlädt.

Ab 10 Jahren.

Das World Famous Nine

von Ben Guterson

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Der Leuchtturmbär
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Der Leuchtturmbär führt ein feines Leben auf einer kleinen Insel. Jeden Tag kann er mit seinem Robbendfreund Marius spielen, Muscheln sammeln und im Meer schwimmen und abends zündet er die Lampe hoch oben im Leuchtturm an. Alle paar Wochen bringt das Postboot wichtige Dinge vorbei: Streichhölzer, Lebensmittel und vor allem einen dicken Packen Zeitungen. Durch die schmökert der Leuchtturmbär und beißt sich vor allem an den Geschichten vom Abenteuerbär fest, der an allen Orten der Welt sehr gefährliche Abenteuer besteht. Als er alles durchgelesen hat, kommt dem Leuchtturmbär sein Leben auf einmal schrecklich langweilig vor. Echte Abenteuer würde er gern bestehen und nicht nur darüber lesen! Er sitzt fortan nur noch in seinem gemütlichen Sessel und bläst Trübsal, bis eines Tages ein gewaltiger Orkan aufzieht, den Leuchtturmbär aus dem Haus treibt, ihn einmal kräftig durchschüttelt und ihm zeigt, wie schön sein Leben ist! Doch damit nicht genug, auf einmal vernimmt der Leuchtturmbär ganz leise Hilferufe, die vom Meer zu ihm dringen. Schnell steigt er in sein Boot und tatsächlich, da ist jemand in Not! Zurück auf der Insel entpuppt sich der Gerettete als niemand anderes als der Abenteuerbär! Jetzt kommt Schwung in die Bude und auf die Insel! Oder ist der Neuankömmling vielleicht gar nicht der große Abenteurer, für den er sich ausgibt?

„Der Leuchturmbär“ ist eine herrliche Geschichte voller großer und kleiner Abenteuer, wunderbar erzählt von Mathilde Stein und fantastisch illustriert von Piet Grober - für alle, die schon gut selber lesen können oder sich noch immer gern vorlesen lassen.

Ab 8 Jahren.

Der Leuchtturmbär

von Mathilde Stein

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Ein Rätsel für den König
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Philos Leben ist streng getaktet. Seine Tante und sein Onkel, bei denen er wohnt, sind bis auf die Millisekunde pünktlich und beide erwarten das natürlich auch von ihrem Neffen. Da bleibt keine Zeit für spontane Abenteuer und sich in sich selbst zu verlieren. Doch eines Tages hat Philo eine merkwürdige Begegnung mit einem kleinen Mann namens Mr. Spronkel, der aus der Pendeluhr seiner Verwandten herausklettert und den Jungen sehr ernsthaft fragt, ob er der König sei. Sehr merkwürdig. Noch merkwürdiger wird es, als Philo in die Pendeluhr klettert und in einem Königreich voller Rätsel, Geheimnisse und Merkwürdigkeiten landet. Trotz aller Knobeleien und der Suche nach dem echten König ist eins klar: Thilo muss und will wieder nach Hause und zwar pünktlich!

„Ein Rätsel für den König“ ist eine rasante, fantastische und irrwitzige Geschichte, die einlädt, sich auf philosophische Gedankenspiele einzulassen und das ist nicht nur für Kinder ab 10 Jahren ein großes Vergnügen!

Ein Rätsel für den König

von Mark Forsyth

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Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Adas und Rikes Großmutter Rosa ist in der letzen Zeit ganz schön tüdelig geworden. Manchmal vergisst sie ihren Haustürschlüssel, ein anderes Mal, dass sie ihre Enkeltochter Rike vom Schwimmen abholen wollte. Ganz viele Zettel hat die alte Dame in ihrem Zuhause, damit sie nicht vergisst, dass sie an Samstagen einkaufen soll oder dass sie den Herd ausstellen muss, wenn sie aus dem Haus geht. Doch für manche Sachen gibt es keine Erinnerungszettel. Zum Beispiel für das köstlche Himbeereis, dass sie in ihrer Kindheit in den italienischen Bergen zubereitet hat. Wenn sie mit Ada Zeit verbringt, blitzt manchmal ein Stück vom Rezept in ihrem Kopf auf, aber immer fehlt etwas Wichtiges. Es existiert ein Heft mit all den tollen Eisrezepten, die sich Rosa vor vielen, vielen Jahren überlegt hat, aber dieses Heft ist irgendwo in ihrer italienischen Heimat an einem geheimen Ort versteckt. Ada und Rike beschließen, ihrer Großmutter zu helfen und fahren zusammen mit ihr im Zug gen Süden, um das Versteck zu finden. Und das, obwohl die Mutter der beiden ihnen diese Reise nicht erlaubt hat. Das gibt sicher großen Ärger, aber viel wichtiger ist schließlich, dass Rosa ihr Rezeptheft findet und ein köstliches Himbeereis zaubern kann!

„Das beste Versteck des Sommers“ ist eine wunderbar witzige und warmherzige Geschichte, die schwere Themen leicht verpackt und größte Lust auf viele bunte Eisbecher mit Schirmchen macht.

Ab 8 Jahren.

Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)

von Nora Hoch

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Benito
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Benito, Cherubim, Fliegentöter, Kippe, Maus und Ugur gehen mit ihrem Anführer, dem Häuptling, auf große Bootsfahrt. Ein Ausflug voller schöner und tragischer Geschehnisse, der die Pfadfinder für immer zu Verbündeten machen wird. Über drei Jahrzehnte später ist Cherubim ein Schriftsteller, der sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat. Eine rätselhafte Einladung zu einem Empfang des Deutschen Wirtschaftskommitees in Bonn wird ihn wieder an die Oberfläche und in Kontakt bringen mit all seinen Gefährten, mit denen er seit seit seiner Kindheit nie wieder gesprochen hatte. Wieder passieren schöne und vor allem tragische Dinge, die in all ihrer Schrecklichkeit vor allem eine große Frage ans Licht bringen: „Warum können wir nicht glücklich sein?“ Dieser Satz bzw. Diese Frage (neben einigen anderen) hat sich mir tief ins Gedächtnis gegraben. Ja, warum kann die Menschheit nicht glücklich sein? Was hält uns davon ab? Welche drastischen Taten braucht es noch, um uns wachzurütteln? Der Autor, Musiker und Maler Hendrik Otremba setzt sich in seinem Roman mit drastischen Ideen und Taten auseinander und erzählt abwechselnd von der Kindheit und dem Erwachsenenleben Cherubims. Mich hat er (nach „Kachelbads Erbe“) wieder überzeugt: Mit seiner famosen Sprache, seinen tierschürfenden Ideen und aufkommenden Fragen, seinen wunderbaren Figurenzeichnungen, mit seinen interessanten Verweisen in die Kunst, Musik, Literatur, Philosophie, Politik und (deutsche) Geschichte. „Benito“ ist sicher kein „easy read“ aber so was von „worth it“.

Benito

von Hendrik Otremba

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Illusionen
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Wir erlangen Einblick in das Leben von vier Angestellten, die sich ein Großraumbüro eines Konzerns teilen. Es ist Samstagmittag, die Kolleg_innen verabschieden sich ins Wochenende und in einem kurzen Zeitkorridor von anderthalb Tagen kann sich ganzes Leben zum besseren oder zum schlechteren verändern oder gar ganz in Frage gestellt werden, großes Glück oder schrecklichste Enttäuschung empfunden werden. Die Held_innen in diesem Buch sind keine Ausnahmepersönlichkeiten, sondern ganz normale Vertreter_innen der Gesellschaft mit ihren (mitunter niederträchtigen und selbstsüchtigen, eben allzu menschlichen) Wünschen, Träumen, und Gedanken.

Ruth Rehmanns Roman könnte auch auf 280 Seiten vom Wetter handeln oder einem Angelausflug, ich würde dennoch jede Seite, ja, jedes Wort begierig lesen und mich erfreuen an der Sprachmächtigkeit und genauen Beobachtungsgabe der Autorin. Bei seinem ersten Erscheinen im Jahr 1959 ist das Buch leider aufgrund der dominanten männlichen Konkurrenz (Böll, Grass, …) nicht zu seinem berechtigten Ruhm gelangt. Rund 70 Jahre später ist „Illusionen“ Dank des Aviva Verlags wieder erhältlich und es ist noch immer frisch, strahlend und topaktuell und verdient große Aufmerksamkeit und eine begeisterte Leserschaft.

Illusionen

von Ruth Rehmann

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Kleine Probleme
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Lars’ große Passion ist das Prokrastinieren: Ob Lebensalltag oder Lebenswerk (er ist Autor und seine Ansprüche an sein Romandebut sind hoch), nichts bekommt er auf die Reihe. Seine Lebensgefährtin Johanna hat sich für ein paar Monate eine Auszeit genommen und ist nach Portugal gereist, die gemeinsamen Kinder sind aus dem Haus und selbiges wird langsam, aber stetig von Staubschichten, getragenen T-Shirts, Geschirr und geleerten 5-Minuten-Terrinen zugedeckt. Und dann ist plötzlich der letzte Tag des Jahres da, ein wichtiges Datum, an dem viele von uns noch einmal schnell was auf die Reihe kriegen wollen und an dem Johanna wieder nach Hause kommen wird. Auch Lars findet, das Silvester die Gelegenheit ist, um in die Gänge zu kommen, aber er gibt sich nicht mit ein paar popeligen erledigten Punkten auf seiner ToDo-List zufrieden, er will ALLES abhaken: den Hausputz, die Steuererklärung, sein Lebenswerk, seinen Vater anrufen und Johanna beweisen, dass er sie glücklich machen kann, dass er sich ändern kann und zwar nicht nur für ein paar Stunden. Ob das wirklich klappen kann? Zumindest erweist sich Lars, als er endlich loslegt, als erstaunlich effizient und sogar als durchaus begabt.

In Nina Pollatscheks tragischkomischem Kleinod „Kleine Probleme“ geht es natürlich nicht nur ums Feudeln und nicht eingehaltene Fristen, sondern auch (unter anderem) um die große Frage, was wäre, wenn wir anstatt „später“ oder irgendwann“ einfach „jetzt“ sagen und tun würden.

Kleine Probleme

von Nele Pollatschek

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Der Maulwurf sucht das Meer
Katja Schneider

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Heute hat der Maulwurf keine Lust, das Graben zu üben, stattdessen macht er einen Ausflug an der frischen Luft. Dort schließt er Bekanntschaft mit einer Schildkröte. Sprechen kann diese nicht, aber die beiden sind sich sofort sympathisch. Der Maulwurf vermutet, dass sein neuer Freund so nah am Wald ganz falsch unterwegs ist und er beschließt, ihn zum Meer zu bringen. Gesagt, getan, buddeln die beide sich durchs Erdreich und nach ein paar Missgeschicken gelangen die beiden tatsächlich ans Ziel. Ist es nun an der Zeit, voneinander Abschied zu nehmen?

Mit leisem Witz erzählt Sang-keun Kim von einer ganz besonderen Freundschaft. Zauberhaft!

Ab 4 Jahre.

Der Maulwurf sucht das Meer

von Sang-keun Kim

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Arschbombe verboten
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Lahme Ente und blindes Huhn machen wieder einen Ausflug. Für beide geht es zum ersten Mal in ihrem Leben ins Freibad, was mit einigen Tücken verbunden ist, denn Hühner sind in diesem Bad nicht willkommen, niemand möchte mit der Ente Freundschaft schließen und dann verkrachen sich die beiden Freunde auch noch. Alles gipfelt in einer gigantischen Poolparty samt Arschbombe vom Dreier.

"Arschbombe verboten" ist fast noch lustiger und mindestens genauso weise wie der Vorgänger "Lahme Ente, blindes Huhn" - und wieder ein Super(vor)lesespaß ab 8 Jahre!

Arschbombe verboten

von Ulrich Hub

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Lahme Ente, blindes Huhn
Katja Schneider

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Es war einmal eine arme lahme Ente, die in einem tristen Hinterhof lebte. Nur ihre Krücke leistete ihr Gesellschaft. Eines Tages verirrte sich ein blindes Huhn zur Ente. Dieses war auf der Suche nach einem Ort, der sich irgendwo auf der Welt befand. Einem Ort, an dem ihr geheimer Wunsch in Erfüllung gehen würde. Das blinde Huhn hatte sich immer einen Blindenhund gewünscht, aber eine lahme Ente war besser als nichts und nach einigem hin und her machten sich die beiden gemeinsam auf eine beschwerliche Reise zu dem Ort, von dem niemand wusste, wo er war, aber das Huhn spürte, dass es ihn sofort erkennen würde, wenn sie ihn schließlich gefunden haben würden. 

Ob die beiden Reisegefährten diesen Ort finden werden? Was ist der geheime Wunsch vom Huhn? Und hat die Ente vielleicht auch etwas auf dem Wunschzettel? 

„Lahme Ente, blindes Huhn“ ist herrlich lustig und weise und nicht nur für Kinder ab 8 Jahren ein großer (Vor)Lesespaß!

PS: Es gibt noch eine Fortsetzung namens „Arschbombe verboten“ und diese ist mindestens genauso herrlich!

Lahme Ente, blindes Huhn

von Ulrich Hub

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Niemandsland
Katja Schneider

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Was haben der Brite Sir Robert Scott, der Norweger Roald Amundsen und der Japaner Nobu Shirase gemeinsam? Alle drei haben um 1911 herum versucht, als erstes den Südpol zu erreichen. Wie weithin bekannt ist, gewann Amundsen das Rennen, Scotts Geschichte endete tragisch und Shirase kennt heute niemand mehr, er musste damals unter anderem wegen unzureichender Ausrüstung sein Vorhaben aufgeben. Der Historiker und Autor Adwin de Kluyver stieß zufällig auf die Existenz des japanischen Antarktisfahrers und beschloss daraufhin, selbst einmal eine Fahrt in die Antarktis zu wagen. „Niemandsland“ handelt von dieser Reise und all den (vor allem berühmten und vor allem Männern) Wagemutigen, die bereits vor ihm gen Süden ins ewige Eis zogen. Sehr kenntnisreich und vor allem sehr unterhaltsam berichtet der Autor und lässt dabei nicht außer Acht, welcher dramatischen Auswirkungen der Klimawandel auch in diesen Breiten hat und welche politische Rolle die Antarktis immer wieder spielt - zumindest bis 2048 bleibt sie ein „Niemandsland“. 

Wer wie ich noch lange nicht genug hat von Antarktisreisen oder auch gerade erst sein Interesse dafür entdeckt hat, ist mit diesem wunderschönen und mit vielen Fotografien bestücktem Buch bestens beraten! 
 

Niemandsland

von Adwin de Kluyver

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Kleine Maus auf großer Fahrt
Katja Schneider

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„Eines Tages entdeckte eine Maus ein Schiff.“ So beginnt „Kleine Maus auf großer Fahrt.“ Auf den Sieben Weltmeeren wird sie unterwegs sein, bei Wind und Wetter, bei Tag und Nacht und sie wird unglaubliche Abenteuer erleben: Einen hohen Wasserfall geht es hinunter, Hasenpiraten auf ihrem Schiff sind zum Glück zu beschäftigt, um das Mäuseschiff zu kapern und auch den Pinguinen am Südpol sagt die Maus hallo. Nach all den Aufregungen und Strapazen ist die kleine Weltenbummlerin glücklich, als sie wieder in ihrem kuscheligen Bett liegen kann. Das Schiff harrt derweil geduldig aus, bereit einen neue_n Wagemutige_n aufzunehmen.

Entzückend illustriert und erzählt ist „Kleine Maus auf großer Fahrt“ ein wunderbares Bilderbuch zum Vorlesen und Entdecken ab 4 Jahre.
 

Kleine Maus auf großer Fahrt

von Andrew J. Ross

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A Thousand Threads
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Admittedly, before reading her autobiography, I only knew a handful of songs by Neneh Cherry, and those were the ones that became small and big hits: Woman, 7 Seconds, Buffalo Stance, and Manchild. I also knew that her dad is named Don Cherry,her brother is Eagle Eye Cherry and who both are musicians like their daughter and sister. 'A Thousand Threads' has added quite a bit of knowledge: that she was once part of 'The Slits', that Q-Tip from A Tribe Called Quest once offered her the chance to collaborate on their first album (which she regrets declining to this day), and above all, how warm-hearted and wise the singer and rapper is. 
Neneh Cherry tells her story directly, unflinchingly, and honestly from her life in the artistic milieu, about successes, mistakes, her favorite companions, painful losses, and places that provide solace.

'A Thousand Threads' is incredibly moving and wonderfully entertaining at the same time. For a few days now, the book has been on the longlist for the Women’s Prize for Fiction 2025, and I think that's very justified.
Well done!

A Thousand Threads

von Neneh Cherry

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Rubina Blackfield 1: Mit der Lizenz zum Spionieren
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Rubina Blackfield lebt zusammen mit ihrem Großvater Basil Blackfield auf einer wunderschönen und geheimen Vulkaninsel. Basil Blackfield ist ein sehr liebenswürdiger älterer Herr und der größte Superbösewicht aller Zeiten und mittlerweile im Ruhestand. Nun berät er andere Bösewichte und bildet seine Enkelin aus, damit sie einmal mit allen Wassern gewaschen sein wird, wenn sie groß ist. Der Sommer steht an und zum ersten Mal wird das Mädchen diesen zusammen mit anderen Kindern in einem Zeltlager auf dem englischen Festland verbringen. Sie ist ganz schön aufgeregt, weil sie noch nie mit anderen Mädchen und Jungen Zeit verbracht hat und außerdem hat ihr geliebter Großvater ein Mission für sie in geplant: 
Basil verfügt über Informationen, dass das MI6 (der britische
Geheimdienst) in diesem Camp im Geheimen nach Nachwuchs für sein Kader sucht und es gibt bestimmt die eine oder andere Spionageneuheit, die Rubina aufschnappen kann. Während der Zeit im Sommercamp sollen die Kinder in verschiedenen Prüfungen wie Tauchen und Hindernislaufen ihr Geschick und Können beweisen und gegeneinander antreten - wer weiß, ob der nächste James Bond gefunden wird? Rubina staunt, dass auch ihre Konkurrent_innen sehr viel drauf haben und sie muss sich mächtig anstrengen. Doch was nach Spiel und Spaß aussieht, erweist sich dann doch als bitterer Ernst und bald findet sich Rubina mitten in einer Verschwörung wieder. Wie gut, dass sie in Jimmy einen guten Freund an ihrer Seite hat und außerdem ihr Spaniel Alfred mit von der Partie ist.

Hand aufs Herz: Eigentlich scheinen ja Rubina und ihr Großvater als Bösewichte auf der falschen Seite zu stehen, aber verlasst euch nicht zu früh auf diesen ersten Eindruck! Wer so nett ist, hat sein Herz am rechten Fleck, oder? „Rubina Blackfield“ endet mit einem fiesen Cliffhanger, aber zum Glück sind bereits Teil 2 und 3 der superspannenden und witzigen Reihe erschienen!

Ab 8 Jahre.

Rubina Blackfield 1: Mit der Lizenz zum Spionieren

von Lea Melcher, Jonas Melcher

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Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Mal angenommen, es gäbe eine Welt, in der es keine Bücher mehr gäbe. 
Wäre das nicht schrecklich? Für die Zwillinge Finn und Nola ist das ganz normal, sie gucken täglich auf Bildschirme, benutzen Smartwatches und all den anderen technischen Firlefanz für ein komfortables Leben. Um ganz korrekt zu sein: Ein paar Bücher gibt es noch. Von jedem Buch, das je geschrieben wurde, steht ein Exemplar in einer ganz besonderen Bibliothek und diese Bibliothek steht in einer alten verwunschenen Villa. Behütet werden diese Kostbarkeiten nicht von Menschen, sondern von sogenannten Buks, Buchschutzgeistern, so groß wie ein Kind, mit großen Augen und sehr liebenswert. Seit geraumer Zeit leiden einiger der Bücher an einer schrecklichen Krankheit, bei der sich die Buchstaben auf den Seiten auflösen und es werden immer mehr Bücher! In der alten Villa befindet sich außer vielen, vielen Büchern und den Buks auch noch ein Orakel, welches ab und an verrückte Weissagungen von sich gibt und die neueste Prophezeiung ist ganz besonders mysteriös: Menschenkinder werden kommen und die Bücher retten! Aber wie nur? Kein Mensch weiß, wo sich die Villa befindet und wenn niemand von ihnen Bücher vermisst, kann doch auch niemand zur Rettung eilen! Oder doch! Durch ein paar glückliche Zufälle werden ein paar Kinder von der Existenz von Büchern erfahren und alles tun, um diesen besonderen Schatz zu retten!

„Die magische Bibliothek der Buks. Das verrückte Orakel“ heißt Teil 1, Teil 2 ist gerade erschienen und beide Bände sind eine wundervolle, witzige und unglaublich spannende Liebeserklärung für alle, die Bücher lieben.

Ab 10 Jahre.

Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel

von Nina George, Jens J. Kramer

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Als Anders in mein Leben rollte
Katja Schneider

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Ronja hat es gerade wirklich nicht leicht: Ihre Eltern wollen sich trennen und dabei alles ganz korrekt machen. In ihre Klasse kommt ein neuer Mitschüler, der Anders heißt, im Rollstuhl sitzt und ausgerechnet Ronja soll sich um ihn kümmern, als ob sie mit ihren Eltern nicht genug zu tun hätte! Obendrein hat ihre Mutter einen neuen Freund samt grässlicher Kinder und zu dieser neuen Familie soll sie nun ziehen. Ach ja, und dann ist da auch noch das Theaterstück, dass Ronjas Klasse aufführen soll. In den Hauptrollen? Anders und Ronja!

Der einzige Lichtblick ist, dass Anders Ronja barsches Verhalten ihm gegenüber sehr wertschätzt, weil ihn endlich mal jemand nicht mit Samthandschuhen anfässt und eine besondere Freundschaft entsteht. Ganz ehrlich, bei dem ganzen Stress kann Ronja einen Freund wie Anders wirklich gut gebrauchen!

„Als Anders in mein Leben rollte“ ist superwitzig und gleichzeitig sehr einfühlsam und eine fantastische Freundschaftsgeschichte!

Ab 9 Jahre.

Als Anders in mein Leben rollte

von Ariane Grundies

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Alles zusammen
Katja Schneider

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Ente, großer Bär und Kaninchen sind die besten Freunde und klar, sie machen "Alles zusammen". Nur den langen, schmalen Pfad sind sie noch nie gemeeinsam lang gelaufen, weil er nicht breit genug erscheint oder weil er gerade matschig ist oder oder oder. Doch dann, beim Eislaufen rutscht Kaninchen aus Versehen in den Pfad hinein und kommt vor einer Riesentanne zum Stehen. Wenn das nur Ente und großer Bär sehen könnten! Schnell eilen die beiden Freunde Kaninchen hinterher und als alle wieder beisammen sind, kommt heraus, dass Ente und großer Bär bereits häufiger den langen, schmalen Pfad entlanggegangen sind - aber jeder für sich, um die Ruhe zu genießen. Das leuchtet Kaninchen schnell ein und in Zukunft machen die drei Freunde fast "Alles zusammen".

Oliver Tallecs herrlicher Strich passt einfach perfekt zu der liebevoll erzählten Geschichte von Nadine Brun-Cosme.

Ab 4 Jahre.

Alles zusammen

von Nadine Brun-Cosme

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Kolossale Katastrophe
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Missgeschicke oder peinliche Erlebnisse sind uns bestimmt allen schon einmal passiert, aber eine so richtige kolossale Katastrophe fällt eher in die Kategorie selten bis nie. Aber wenn sie doch eintritt, wenn zum Beispiel durch eine Verkettung unglücklicher Umstände das riesige Dinosaurierskelett im Naturkundemuseum umgeworfen und in seine Einzelteile zerlegt wird, dann kann man schon mal kurz verzweifeln und sich wünschen, ein Spalt zum Verschwinden möge sich im unter einem auftun. Was dann hilft? Atmen. (Wirklich!) Hilfe suchen. Und dann, wie durch Zauberhand, hat sich die kolossale Katastrophe in eine kreative Gemeinschaftslösung verwandelt. Phantastisch!

Hannah Brückner zeichnet und erzählt ganz wunderbar und nicht nur für Dinosaurerfans!

Ab 4 Jahre.

Kolossale Katastrophe

von Hannah Brückner

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Birds of Paris - Das magische Pendel
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Léa wohnt seit kurzem mit ihren Eltern in Paris. Es soll der letzte Umzug von vielen sein und birgt für das Mädchen die Chance, endlich einmal Freunde zu finden. Bei einem Erkundungsspaziergang begegnet sie einem Mädchen, dem eine Taube auf dem Arm sitzt und mit der sie ein richtiges Gespräch zu führen scheint, ganz so, als ob der Vogel ein Mensch wäre. Seltsam, findet Léa und folgt unbemerkt dem seltsamen Paar in einen abgeriegelten und verwunschenen Park, der zur Kirche Notre Dame gehört. Dort geht alles ganz schnell: Léa erblickt eine leuchtende Feder, die vom Himmel nach unten schwebt, berührt sie, die Feder explodiert und verwirbelt zu funkelndem Staub, der fortan in Léas Augenwinkel festsitzen und jucken wird. Dieser Vorfall bleibt natürlich nicht unbemerkt, schon steht das Taubenmädchen neben ihr, aber anstatt ihr Antworten zu geben, kann sie ihr nur sagen, dass sie schnell wegmüsse und übergibt zudem ein Säckchen an Léa, mit der Aufgabe, dieses bei der Buchhandlung Federkiel und Tintenfass abzugeben. Mit unendlich vielen Fragen im Kopf macht sich Léa auf den Weg zur Buchhandlung und wird dort erfahren, dass eine Gruppe von Kindern die Fähigkeit hat, einen Glanz wahrzunehmen, der von den sogenannten Schimmervögeln verbreitet wird und die ihre Glanzfedern in ganz Paris fallen lassen. Diese Federn werden von den Kindern eingesammelt und von Künstlern, Glanzwerkern genannt, in kostbare und nützliche Gegenstände eingearbeitet. Doch es gibt noch eine andere Gruppe, die es auf die Federn abgesehen hat und damit schlimme Ziele verfolgt: Die Vogelfänger. Léa kann nicht glauben, wie ihr geschieht, sie wird in die freundschaftliche Gemeinschaft der Kinder aufgenommen, denn auch sie verfügt über die Fähigkeit, Glanz wahrzunehmen und muss nun mit den anderen alles dafür tun, dass die Vogelfänger nicht die Herrschaft übernehmen werden. Und das Taubenmädchen? Das hatte sich auf einen Pakt mit den Vogelfängern eingelassen und schwebt nun in großer Gefahr. Eine Verfolgungsjagd voller Rätsel und Geheimnisse beginnt und wird die Kinder unter anderem durch das unterirdische Paris führen.

„Birds of Paris: Das magische Pendel“ ist der Auftakt einer superspannenden und magischen Reihe, in der Freundschaft eine ganz große Rolle spielt und der mit einem Cliffhanger und einigen offenen Fragen endet. Teil zwei folgt zum Glück schon bald!

Ab 10 Jahre.

Birds of Paris - Das magische Pendel

von Kathrin Tordasi

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Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Arthur lebt mit seiner Familie in Irland. Diese ist so arm, dass der Junge beschließt, demnächst von der Schule abzugehen und zu arbeiten, damit er Geld beisteuern kann. Doch dann erhält er eine geheimnisvolle Einladung von einem Internat in England, in der steht, dass er dort angenommen wurde und dass der Unterricht bereits am nächsten Tag beginnen würde. Voller Freude reist Arthur zur Baskerville Hall, nichts anhand, welche überraschenden Wendungen sein Leben von nun an nehmen wird. Alles an dieser Schule ist besonders, häufig auch sehr eigenartig und in jedem Fall überraschend. Schnell schließt er Freundschaften und auch ein paar Feindschaften und schon bald erhalten er und die meisten seiner Freund_innen Einladungen, Aufnahmeprüfungen für den Beitritt eines Geheimclubs zu bestreiten. Wie gut, dass Arthur ein besonders heller Kopf ist und auf seine Freund_innen zählen kann. Doch schon bald stellt sich heraus, dass die Aufnahme in diesen Geheimclub vielleicht doch nicht so erstrebenswert ist, wie anfangs gedacht und sowieso nicht alles so ist, wie es scheint.

Fehlt noch zu sagen, dass Arthur nicht nur sehr aufgeweckt ist, sondern auch als Erwachsener einmal sehr berühmt sein wird: Arthur Conan Doyle wird Autor vieler spannender Romane sein und einen der berühmtesten Detektive der Kriminalliteratur erfinden. Dessen Name ist, klar, Holmes. Sherlock Holmes. Und genau dieser und einige andere Charaktere, die wird aus eben jenen spannenden Büchern kennen, werden in „Baskerville Hall. Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente“ einen Auftritt haben.

Dieser Internatkrimi ab 10 Jahre wandelt auf den Spuren klassischer Kriminalromane und ist besonders spannend und aufregend!

Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente

von Ali Standish

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Pepe und der Oktopus auf der Flucht vor der Müllmafia
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Mitten in der Nacht stürmt ein Sondereinsatzkommando das Zimmer von Pepe mitten in Hamburg. Angeblich soll sich ein supergefährlicher Oktopus dort aufhalten. Ein paar Momente zuvor hat besagter Oktopus die Bekanntschaft mit dem Jungen gemacht und bittet diesen nun inständig, ihn nicht zu verraten. Pepe kann es sich nicht erklären, aber er versteht sofort, was das Tier von ihm will und dass es wichtig ist, dass er nicht entdeckt wird. Derweil hat die Spezialeinheit ein Riesenchaos in Pepes Zimmer hinterlassen, muss aber unverrichteter Dinge abziehen. Als die Gefahr vorübergehend gebannt ist, kann Pepe endlich erfahren, was es mit dem Irrsinn auf sich hat: Der Oktopus muss schnellstens in die Elbe gelangen, damit er von dort aus ins Südchinesische Meer schwimmen kann. Der Junge verspricht zu helfen und ihn zum Fluss zu bringen. Hat dieses achtarmige Tier eigentlich einen Namen? Pepe beschlie0ßt, ihn Rebo zu nennen, als Kurzform von Regenbogen, denn Reno kann rasant seine Farben wechseln und das in allen Farben des Regenbogens (und natürlich noch mehr!). Doch es kommt alles anders als gedacht und die gemeinsame Reise ist nicht an der Elbe zu Ende. Eventuell wird Pepe das unglaublichste Abenteuer erleben und erfahren, dass das Meer so sehr bedroht ist, dass nur noch mit vereinbarten Kräften aller Meeres- und Landbewohner eine glückliche Wendung herbeigeführt werden kann. Und Rebo? Der heißt eigentlich ganz anders* und ist hochverehrt und vor allem muss er in kürzester Zeit an seinen Zielort gelangen, um zur glücklichen Wendung beizutragen.

Dieser Umweltkrimi zeigt auf humorvolle und kindgerechte Art und Weise, wie sehr das Meer unter der Umweltverschmutzung, besonders durch Plastikmüll, leidet. Superspannend, aufrüttelnd und gespickt mit den tollsten Ideen ist es der perfekte dicke Schmöker für alle Vielleser_innen und jene, die es werden möchten!

Ab 10 Jahren.

Pepe und der Oktopus auf der Flucht vor der Müllmafia

von Stepha Quitterer

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Pullerpause im Tal der Ahnungslosen. Taschenbuchausgabe
Katja Schneider

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Jobst und seine Mutter Susanne besitzen einen alten, knautschigen Lederkoffer, in dem sie durch die Zeit reisen können. Sie sind gerade auf dem Rückweg vom Mittelalter ins moderne München, als Susanne ganz dringend einmal eine Pullerpause einlegen muss. Sie halten die Zeit an und landen im Jahr 1987 in einer Kleinstadt in der DDR. Mutter und Sohn lernen rasch Frank und seine Tochter Jule kennen und sie verstehen sich blendend, bis sie auf einmal feststellen müssen, dass der Koffer wie vom Erdbeben verschwunden ist. Wie sollen Susanne und Jobst bloß wieder nach Hause kommen? Der Koffer muss gesucht werden. Die Kinder bekommen dabei Unterstützung von Jules Freund Letscho, zu dritt sucht es sich auf jeden Fall besser als zu zweit! Die Erwachsenen sind derweil vom Suchweg abgekommen, denn Frank ist Theaterregisseur und meint, in Susanne ein Schauspieltalent entdeckt zu haben und sie proben nun eifrig. Ziemlich schnell stellt sich heraus, dass der Koffer bei niemand geringerem als Erich Honecker gelandet ist. Da ist guter Rat teuer, aber sie kommen auf die fantastische Idee, ein Theaterstück darüber zu inszenieren, wie die Jugend über den Sozialismus denkt, da muss der Staatsratsvorsitzende doch auf jeden Fall zur Premiere kommen! Nun sind auch Frank und Susanne wieder mit Feuereifer dabei und die Premiere wird eine sein, die ihresgleichen suchen wird!

„Pullerpause im Tal der Ahnungslosen“ ist superwitzig und superspannend und nebenbei erfährt man Einiges aus dem Alltag und die Geschichte eines Landes, das es nicht mehr gibt. 

Ab 9 Jahre.

Pullerpause im Tal der Ahnungslosen. Taschenbuchausgabe

von Franziska Gehm

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Der Lehrling des Wunscherfüllers
Katja Schneider

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Felix wünscht sich nichts sehnlicher, als dass seine Schwester Rebecca ihn wieder mag. Früher haben sie sich so gut verstanden, aber momentan ist sie so abweisend zu ihm. Ob es daran liegt, dass sie ein paar Jahre älter ist und sie deshalb keine mehr Lust hat, mit ihrem jüngeren Bruder Zeit zu verbringen? Zwar glaubt er nicht daran, aber er beschließt, eine Münze in einen Brunnen zu werfen, wer weiß, vielleicht erfüllt sich sein Wunsch? Kurze Zeit darauf macht Felix die Bekanntschaft mit Rupus Beewinkle, seines Zeichens Wunscherfüller und da diesem die Arbeit über den Kopf wächst, wird er den Jungen als seinen Lehrling einstellen. Doch es bahnt sich etwas schlimmes an, immer wieder und immer öfter werden bereits erfüllte Wünsche wieder rückgängig gemacht. Wer hat da seine Hände im Spiel? Gemeinsam werden Felix und Rupus versuchen, die Wünsche zu retten!

„Der Lehrling des Wunscherfüllers“ ist ein spannendes und heimeliges Buch für alle, die an die Magie der Wünsche glauben!

Ab 8 Jahre.

Der Lehrling des Wunscherfüllers

von Rachel Chivers Khoo

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Das geheime Buch der Wichtel
Katja Schneider

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Wichtel kennen wir alle, aber wusstest du, dass sie keine kleinen Finger und keine kleinen Zehe und den Bauchnabel auf dem Rücken haben? Weißt du, was sie gerne essen, was sie in der Schule lernen oder wie sie sich tarnen, damit sie von uns Menschen nicht erkannt werden? Der kleine Wichtel Kick verrät das alles und noch viel mehr, zum Beispiel wie auch du dir eine Wichtelmütze basteln kannst oder was es braucht, damit sich Wichtelhaustiere wohl fühlen. 

Nach dem Durchblättern, Bilder anschauen und Vorlesen dieses herrlichen Bilderbuchs ab 4 Jahre bist du ein Wichtelprofi!

Das geheime Buch der Wichtel

von Loes Riphagen

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Wie kommt der Weihnachtsmann durch den Schornstein?
Katja Schneider

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Wenn der Weihnachtsmann die Geschenke bringt, dann kommt er durch den Schornstein,klar! Aber wie macht er das nur? Mac Barnett und Jon Klassen haben sich viele Gedanken gemacht und verschiedene Vorschläge aufgemalt, die alle sehr einleuchtend klingen: Er schrumpft sich ganz klein oder verwandelt sich in eine Flamme oder…Und wenn es keinen Schornstein gibt? Auch dafür gibt es natürlich Lösungen! Egal, wie er es macht und ganz genau werden wir es wohl nie wissen, aber auf jeden Fall danke, lieber Weihnachtsmann, für all die Mühen!

Dieses amüsante und herzerwärmende Bilderbuch ab 3 Jahre ist ein großer Spaß, auch für erwachsene Kinder!

Wie kommt der Weihnachtsmann durch den Schornstein?

von Mac Barnett

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Das Bett mit dem goldenen Bein
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Ich denke immer von mir, dass Familiensagas gar nicht zu meinem Beute-, äh Leseschema gehören und dann werde ich stets eines besseren belehrt, denn ab und zu ist es herrlich, auf möglichst vielen Seiten die Irrungen und Wirrungen und Beziehungsverflechtungen einer Familie über möglichst viele Jahrzehnte oder gar ein ganzes Jahrhundert zu verfolgen. 

Dafür weiß ich ganz genau, dass ich osteuropäische Literatur liebe und deshalb war ich natürlich sofort gewillt, „Das Bett mit dem goldenen Bein“ zu lesen, ein Klassiker der lettischen Literatur, der das Leben einer weitverzweigten Familie über große Bereiche des 19. und 20. Jahrhunderts abbildet. Turbulent geht es auf den über 500 Seiten zu und ohne den vorne im Buch abgebildeten Stammbaum (Tipp: kopieren und als Orientierungshilfe und Lesezeichen verwenden) hätte ich wohl einige Mitglieder der Familie immer wieder durcheinandergebracht und mich in den Handlungssträngen verirrt. Wenn man dann einmal verstanden hat, wer zu wem gehört, dann ist das von Zigmunds Skujins geschaffene Epos ein großartiger und origineller Spaß, dessen besondere, durchaus verschrobene Charaktere die unglaublichsten Abenteuer und Schicksale erleben und die mir hier und da sehr ans Herz gewachsen sind. Einige dieser Begebenheiten tragen sich im fiktiven Küstenörtchen Zunte zu und manches Familienmitglied wird es auch nicht weit über den Stadtrand hinausschaffen in seinem oder ihrem Leben. Andere wiederum können gar nicht weit genug wegkommen und gelangen bis nach England und darüber hinaus. 

„Das Bett mit dem goldenen Bein“ ist ein weiteres Werk aus der Klassikerreihe des mare Verlags, das die Ästhetin, die Sammlerin, die Matrosin und die Lesewütige in mir sehr befriedigt hat.

Das Bett mit dem goldenen Bein

von Zigmunds Skujins, Zigmunds Skujiš

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Die November-Schwestern
Katja Schneider

Katja Schneider

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„Die Novemberschwestern“ ist schonungslos und wunderschön zugleich. Schonungslos, wenn erzählt wird, wie die Familie Haldmarne eine abgelegene Farm bezieht, um ein Auskommen zu haben und wie die Hypothek und die anhaltende Dürre die Existenz aller Mitglieder bedroht: Die des Vaters, der früh bis spät schuftet und doch nie genug zu leisten vermag. Die der Mutter, die ihre Persönlichkeit aufgegeben hat und im Leben ihrer Mitmenschen aufgeht. Die von Kerrin, der ältesten der drei Schwestern, die eigenwillig ist und immer mehr auch eigenbrötlerisch wird. Die von Merle, der jüngsten, die unbedarft und unbefangen ihren Weg sucht und findet. Und die von Marget, der mittleren und Ich-Erzählerin, einer stillen Person, die ihre Sorgen und Wünsche mit sich selbst ausmacht. Als ein junger Mann namens Grant auftaucht, um der Familie bei der Arbeit auf dem Feld zu helfen, gerät das eh schon schwierige Schwesternverhältnis in eine absolute Schieflage und ein weiteres trockenes und zermürbendes Jahr wird katastrophal enden. Wunderschön wiederum ist Josephine W. Johnsons Vermögen, die Natur und den Lauf der Jahreszeiten zu beschreiben und den Roman dadurch zu einem sprachlichen Genuss macht, während die schrecklichen und traurigen Geschichten und Schicksale fast schon nüchtern erzählt werden und dadurch umso betroffener machen und ein Appell sind, nicht wegzuschauen, wenn die Umwelt und Menschen leiden.

Josephin W. Johnson hat 1935 für dieses Buch, ihren Debütroman, im zarten Alter von 24 Jahren den Pulitzerpreis gewonnen. Dank des Aufbau Verlags und der Übersetzerin Bettina Abarbanell konnte ich nun Bekanntschaft mit einer besonderen Autorin und Vorreiterin machen und ich hoffe sehr, dass auch weitere (am liebsten alle) ihrer insgesamt 11 publizierten Romane ins Deutsche übertragen werden.

Die November-Schwestern

von Josephine Johnson

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Nichts Neues von Gurb
Katja Schneider

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Landen zwei Außerirdische auf der Erde, genauer gesagt in Barcelona im Jahr 1992. Der eine (Gurb genannt) wird (natürlich in Menschengestalt) losgeschickt, um sich unters Volk zu mischen und erste Kontakte zu knüpfen. Der andere (der Kapitän) wartet auf Gurbs Rückkehr. Und wartet. Und wartet. „Nichts Neues von Gurb“. So bleibt dem Zurückgebliebenen nichts anderes übrig, als das Raumschiff zu tarnen und sich ebenfalls (natürlich in Menschengestalt) unters Volk zu mischen und hoffentlich den Verschollenen wieder zu finden. Das geht nicht reibungslos von der Bühne, Körperteile werden verloren, allerlei Missverständnisse geschehen und immer wieder „Nichts Neues von Gurb“. Ob sich die beiden Freunde jemals wiederfinden werden oder sind sie lost on Earth?

Eduard Mendozas Roman erschien zum ersten Mal 1990 und ist extrem gut gealtert - ein zeitloser Spaß, auch wenn man kein großer Fan von Ufos, Aliens und anderen paranormalen Phänomenen ist.

Nichts Neues von Gurb

von Eduardo Mendoza

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Im Saal von Alastalo
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Schon beim Anblick von „Im Saal von Alastalo“ verspürte ich den großen Wunsch (na gut, eher heftiges Verlangen), dieses Buch nicht nur in meinem heimischen Bücherregal stehen zu haben, sondern auch alsbald zu lesen. Beides habe ich so schnell wie möglich in die Tat umgesetzt und bin nun schwer verliebt. Zudem möchte ich Finnisch lernen (Mir wurde bereits in Aussicht gestellt, das dies ein hoffnungsloses Unterfangen sein könnte, schwere Hirn- und Zungenverknotungen seien zu befürchten.) und einmal zu einem der jährlichen Kilpi-Treffen im finnischen Kustavo fahren, um ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Ich habe im Saal von Alastalo gelesen“ käuflich zu erwerben (natürlich mühelos auf finnisch plaudernd).
Meines Erachtens ist dieser 1933 erschienene Roman (und dessen erstmalige Übersetzung ins Deutsche) nicht weniger als ein Meisterwerk, an dem der Autor 10 Jahre schrieb und zeitweise einen Stellvertreter für seine Arbeit in einer Bibliothek einstellte und aus eigener Tasche entlohnte, um so viel Zeit wie möglich zur Verfügung zu haben. Um was geht es denn eigentlich auf den rund 1100 Seiten? Nun, um gerade mal 6 Stunden, einen Nachmittag, der im Saal von Bauernkapitän Alastalo im Jahr 1864 in der Schärengemeinde Kustavi zugebracht wird. Da wird gemütlich eine geeignete Pfeife ausgesucht, Kaffee ausgeschenkt, Scherze ausgetauscht und einander beäugt, bis es „endlich“ zur Sache geht: Der Gastgeber möchte seine Gäste davon überzeugen, Anteile zu zeichnen, um eine Bark zu bauen und das jeweilige Vermögen aufzustocken. Und wir Leser*innen haben das große Vergnügen, den jeweiligen Gedanken und Taten beizuwohnen und mitzufiebern, ob es denn dazu kommen wird. Kilpis Sprache ist unglaublich originell und allein schon deshalb lohnt sich die Lektüre. Stefan Moster, der Übersetzer, erzählt in dem ebenfalls sehr lohnenden Nachwort von den Mühen des Übertragens in die deutsche Sprache und ich bin ihm sehr dankbar dafür, dass er sich dieser Mammutaufgabe angenommen hat. Dieses Buch und sein Autor haben mein Herz im Sturm erobert und ich wünsche mir, dass es sehr vielen Leser*innen auch so gehen wird.

Im Saal von Alastalo

von Volter Kilpi

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Der Wanderer auf dem Eis
Katja Schneider

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Meine (kitschige?) Lobeshymne zu „Im Saal von Alastalo“ möchte ich gern auf „Der Wanderer auf dem Eis“ ausweiten. Auch hier lohnt sich die Lektüre sehr, vor allem weil es dieses Loch, das ich nach der Lektüre der dicken Schwarte verspürte, vortrefflich zu füllen vermag. Volter Kilpi hatte beim Schreiben die Idee einer Schärentrilogie, um einen umfassenden Eindruck dieser Gegend und seiner Bewohner*innen zu vermitteln. „Der Wanderer auf dem Eis“ versammelt ein paar der Geschichten aus dem zweiten Teil „Die Kleineren der Gemeinde. Während in Teil eins die Mächtigen und Reichen der Gemeinde in Alastalos Saal zusammenfinden, tafeln und wichtige Entscheidungen treffen, werden im Folgeteil die Ärmeren der Gegend und ihre mitunter sehr traurigen Schicksale vorgestellt. Dafür findet Volter Kilpi einen ganz anderen Ton als für seinen Vorgänger, ich hatte einige Male einen dicken Kloß im Hals und hier und da kullerte bei mir eine Träne. Nun fehlt mir nur noch der dritte Teil „Zur Kirche“ zu meinem ganz großen Glück und ich hoffe, dass Stefan Moster bereits an der Übersetzung sitzt!

Der Wanderer auf dem Eis

von Volter Kilpi

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Kerbholz
Katja Schneider

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Ich erinnere mich noch, als ob es gestern gewesen wäre, als mein Kollege Frank Menden bei einem unserer Abendbrote „Rockig Horse Road“ von Carl Nixon vorstellte, wie er uns allen wortlos das gelungene Cover, den passenden Einband und die schöne Innengestaltung des Buchs zeigte und dann darüber sprach. Ich erinnere mich auch noch, dass ich das Buch dann begeistert las und dann vergaß ich Carl Nixon wieder. Das ist über zehn Jahre her, in dieser Zeit hat der Autor weitere Bücher geschrieben die ich unbeachtet ließ und erst bei seinem neuen Roman „Kerbholz“ hatte ich wieder Lust bekommen, reinzulesen. Und gleich mit dem ersten Satz „Das Auto mit den drei schlafenden Kindern verließ die Erde.“ hatte er mich.

Es geht um die englische Familie Chamberlain, deren Vater eine neue Stelle in Neuseeland antritt. Vor dem ersten Arbeitstag ist noch ein wenig Zeit und so wird gemeinsam die Insel im Auto erkundet. Dabei kommt es zu einem folgenschweren Unfall, bei dem das Auto von der Straße abkommt und in einem Fluss landet. Die Eltern Julia und John und das Baby Emma sterben, die drei schlafenden Kinder auf dem Rücksitz überleben. Maurice, seine jüngere Schwester Katherine und der jüngste Bruder Tommy sind nun auf sich allein gestellt, verletzt, frierend und hungrig irgendwo im Nirgendwo. Hilfe kommt in Form von Peters, einem wortkargen Mann, der sich der drei annimmt und auf seine entlegene Farm mitnimmt. Auf dieser Farm lebt neben ein paar Tieren noch eine Frau, Martha. Zunächst kümmern sich die beiden Erwachsenen um die Geschwister, doch als es darum geht, Hilfe von Außerhalb zu holen oder gar die drei Kinder wieder gehen zu lassen, wird klar, dass sie die Hilfe, die ihnen zuteil wurde, abarbeiten müssen, vermerkt auf einem Kerbholz. Während Katherine sich in ihr Schicksal fügt, denkt Maurice nur ans Flüchten und Tommy hat sich nach dem Unfall in eine ganz eigene Realität zuückgezogen.

Für einige Zeit ist das spurlose Verschwinden der Familie auf der Titelseite aller neuseeländischen Zeitungen und im fernen England beschließt die Schwester von Julia, Suzanne gemeinsam mit ihrer Familie nach den Vermissten zu suchen. Eine zermürbende Zeit und Erfahrung, die über die Jahre alle Beteiligten, sowohl die Vermissten als auch die Suchenden seelisch und körperlich verändern wird.

Carl Nixon dicht und packend erzählte Familiengeschichte hat mich durchgeschüttelt und sehr mitgenommen und ich bin mir sicher, dass ich noch häufig an die Familie Chamberlain und das wunderschöne Neuseeland denken und Ausschau nach neuen Büchern des Autors halten werde.

Kerbholz

von Carl Nixon

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Aufruhr der Meerestiere
Katja Schneider

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Der Meerwalnuss widmet Luise, eine Meeresbiologin, ihre ganze Aufmerksamkeit. Ihre Zielstrebigkeit, ihre Intelligenz und ihr umfangreiches Wissen haben sie um den ganzen Erdball geführt und die Karriereleiter hinauf klettern lassen. Und nun soll die nächste Stufe, der nächste Punkt auf der Landkarte, Graz sein. Dessen Tierpark möchte der Quallenart, für die Luise DIE Expertin ist, in einem neuen Aquarium viel Platz widmen und hat die junge Frau als Beraterin engagiert. Ausgerechnet Graz, der Ort ihres Heranwachsens und dem sie doch eigentlich entwachsen war. Nicht nur Graz als Stadt sondern auch ihrer Vergangenheit samt ihren Freund_innen, ihrem Bruder und ihren mittlerweile geschiedenen Eltern. Ob Luise die Feuerprobe besteht und allen, vor allem sich selbst beweisen kann, dass sie wirklich erwachsen geworden ist, stark und unabhängig oder ob sie sich eine Wunschluise übergestülpt und sich und allen anderen etwas vorgemacht hat?

Vordergründig ruhig, fast schon unbeteiligt erzählt Marie Gamillscheg diese Geschichte, doch unter der Oberfläche brodelt es und berührt dadurch umso stärker. Ein toller Roman, der nachwirkt.

Aufruhr der Meerestiere

von Marie Gamillscheg

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Dünne Wände
Katja Schneider

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„Dünne Wände“ gibt es in der Banneker Terrace-Siedlung in Harlem, New York City zuhauf. Dort lebt ein bunter Strauß an Mieter_innen. Eine von ihnen ist Mimi, eine junge Frau und Mutter von Fortune, die beruflich Zöpfe flechtet und kellnert und nicht weiß, wie sie die nächste Miete stemmen soll. Fortunes Vater Swan wohnt ebenfalls in der Siedlung bei seiner Mutter Ms. Dallas und verbringt seine Zeit größtenteils mit zwielichtigen Freunden und ab und zu dann auch mit seinem Sohn. Ms. Dallas wiederum schuftet in zwei Jobs und hat wie ihre Schwiegertochter Probleme, die Miete zu bezahlen. Und Dary, der junge schwule Mann aus der 12H lernt bei Mimi das Zöpfe flechten und hofft auf finanziellen Erfolg durch Escort Service. Sie und noch ein paar andere Nachbar_innen erzählen mitunter ziemlich derb von ihrem Alltag und ihren Eskapaden im Wohnkomplex. Das ist häufig erschreckend und dabei immer sehr unterhaltsam.

Sidik Fofana hat ein tolles Gespür für Sprache und seine Held_innen sind ganz besondere Originale, die zwar selten auf der Gewinnerseite stehen und deren Leben im Appartement-Komplex häufig eine Herausforderung ist, doch wie Mimi es treffend zusammenfasst: „Die Banneker-Siedlung an der 129. Ecke Fred Doug ist nicht schön, aber sie ist dein Zuhause.“ Wenn Sie wie ich New York City Romane lieben, dann sollten Sie auf jeden Fall einen Blick in „Dünne Wände“ werfen!

Dünne Wände

von Sidik Fofana

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Himbeereis am Fluss
Katja Schneider

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Ida ist 7 Jahre und wohnt mit Ihrem Bruder Oskar, 5 Jahre und ihren Eltern in einem kleinen Ort in Norwegen. Jeden Tag erlebt sie große und kleine, schöne und traurige Dinge mit ihrer Familie und ihren Freund_innen von denen sie in „Himbeereis am Fluss“ erzählt. Mal geht es um den Weihnachtsmann und wer da wirklich die Geschenke bringt, mal wird ein fantastischer Cupcake-Kiosk neben der Rodelbahn aufgebaut, mal vergisst Oskar immerzu seinen Ranzen und mal sind alle sehr traurig weil Onkel Eyvind für immer geht. 

Maria Parr ist eine wunderbare Autorin, die Alltägliches so gewitzt und einfühlsam erzählt, dass man die zehn Geschichten auf keinen Fall portionsweise lesen kann, sondern alle in einem Rutsch verschlingen muss!

Zum Vorlesen ab 7 Jahren.
 

Himbeereis am Fluss

von Maria Parr

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Kurz vor dem Rand
Katja Schneider

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Ari ist tough und nimmt kein Blatt vor den Mund. Schon gar nicht, als sie Tom kennenlernt, so ein richtiger aalglatter Skaterschnösel, den die anderen im Skatepark supernett und witzig finden. Das Mädchen ist sich aber sicher, sie und er werden keine Freunde werden und erst recht nicht zusammen skaten. Dann findet aber diese Party bei Leyla statt. Leyla, in die Aris Freund Yasin schon ewig und drei Tage verliebt ist. Läuft da etwa was zwischen Leyla und Tom? Doch es kommt alles anders, als gedacht und Ari muss einsehen, dass man seine Meinung auch mal ändern muss und Liebe passieren kann.

Schon von Anfang an ist klar: Ein Bilderbuchhappyend wird es nicht geben und trotzdem (oder gerade deshalb) ist dieses Buch eine großartige Wucht für alle jungen Leute ab 13 Jahre.

Kurz vor dem Rand

von Eva Rottmann

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Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn
Katja Schneider

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Sammeln macht Spaß. Ich habe schon so Einiges in meinem Leben gesammelt, von diesen Sammelleidenschaften ist eine Mumin-Tassensammlung übrig geblieben. Vielleicht hätte ich Autogramme sammeln sollen, das nimmt nicht so viel Platz weg. In „Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn“ fängt der achtjährige Adam mit dem Sammeln von Unterschriften berühmter Persönlichkeiten an, als so eine berühmte Persönlichkeit in die Nachbarschaft von Adams Familie zieht. Adams Vater sammelt ebenfalls, nämlich Fotos von zerstörten Synagogen und das ist nicht der einzige Spleen. Das jüdische Familienoberhaupt hat eine große Leidenschaft für alles aus den 60ern (wir befinden uns in den 80ern in einem Londoner Vorort und das Letzte, was die Kinder der Familie hören wollen, sind Buddy Holly und Konsorten). Zudem schleift er seine Familie regelmäßig zum Volkstanz, etwas, das Adams Mutter an den Rande des Nervenzusammenbruchs bringt. Eine ganz normale Familie also mit all ihren Irrungen und Wirrungen und mittendrin Adam auf dem Weg zum Erwachsenwerden.

Ich habe diese tragischkomische Geschichte geliebt und Dank Adam Andrusiers, dem Autor dieses Buchs und selbst Autogrammsammler, hat sich mir eine ganz neue Welt eröffnet. Fange ich jetzt etwa wirklich an, Autogramme zu sammeln?

Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn

von Adam Andrusier

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Blue Ruin
Katja Schneider

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Up State New York, zu Beginn der Corona Epidemie. Jay fährt Lebensmittel aus und trifft unerwartet auf Alice, die in einem luxuriösen Anwesen tief im Wald residiert. Die beiden sind einander nicht unbekannt: In den 90ern waren die beiden in London ein Paar. Glücklich waren sie nicht, nach einiger Zeit kam sie mit Jays (ehemaligem) Freund Rob zusammen und die beiden zogen in die Staaten um. Viele Jahre schien Jay verschollen, ja tot zu sein. Während einer Performance (Jay war einmal ein aufstrebender Konzeptkünstler, dem es nie ums Geld ging) verschwand dieser, ohne Spuren zu hinterlassen, um nun, über 20 Jahre später, plötzlich wieder aufzutauchen. Alice und Rob sind noch immer zusammen: Sie haben eine Tochter, er war einmal ein erfolgreicher Maler, dem Geld wichtig ist und sie stehen vor den Scherben ihrer Beziehung. Nun treffen die drei also wieder auf einem anderen Kontinent während einer Epidemie aufeinander - eine explosive Mischung. Die Stimmung wird zusätzlich von Robs Galerist Marstall und von Nicole, einer Künstlerin und dessen Freundin, die ebenfalls vor Ort sind, aufgeheizt. Am Ende wird es zu einem Showdown kommen, bei dem es fast nut Verlierer geben wird.

Romane, die im Kunstmilieu angesiedelt sind, lese ich immer gern und der ehemalige Kunstkritiker Hari Kunzru ist ein wunderbarer Erzähler, der es versteht, interessante Figuren zu zeichnen und deren mitunter tragischen Geschichten miteinander zu verstricken, sowie gesellschaftsrelevante Themen geschickt einzuweben. „Blue Ruin“ ist beste Unterhaltung und ich glaube, dass ich Kunzrus anderen Romane „White Teams“ und „Red Pill“ auch noch lesen muss!

Blue Ruin

von Hari Kunzru

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Reise einer Frau in die Arktis
Katja Schneider

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1839, im zarten Alter von 19 Jahren, reist die die Französin Léonie d’Aunet in die Arktis. Durch ihre Schlagfertigkeit hat sie es geschafft, an einer Forschungsreise teilzunehmen, denn reisende Frauen sind in diesen Breitengraden in der Mitte des 19. Jahrhunderts geradezu ein kariertes Maiglöckchen. Während ihrer Reise macht sie sich unermüdlich Notizen, welche 10 Jahre später in Buchform erscheinen. In diesem Buch schreibt sie Briefe an ihren Bruder, der zu dieser Zeit in New York lebt und berichtet ihm (uns uns) von ihren Erlebnissen und Begegnungen, die sie auf den einzelnen Etappen (unter anderem Hamburg!) hat. Herausstechend sind ihr Humor und ihre Unerschrockenheit, jedes noch so riskant erscheinendes Wagnis einzugehen und so liest sich dieser Reisebericht herrlich vergnüglich und kein Stück maniriert, wobei aus heutiger Sicht natürlich einiges einfältig erscheint und politisch nicht korrekt ist. Ein sehr gutes Vor- und Nachwort sowie Anmerkungen ordnen ein und erläutern die mitunter schwierigen Lebensumstände der Autorin und sind eine wichtige Ergänzung.

Manchmal denke ich, ich hätte nun wirklich genug über den Nord- und den Südpol gelesen. Kurze Zeit später kommt mir dann ein interessant scheinendes Buch unter die Augen, welches ich dann natürlich trotzdem lesen MUSS, besonders, wenn es sich wieder um einen der besonders schön gestalteten Titel aus der mare Klassikerreihe handelt. Wie immer wurde ich nicht enttäuscht! Danke an Léonie d’Aunet und mare für eine weitere Leseperle in meinem Buchregal!

Reise einer Frau in die Arktis

von Léonie D'Aunet

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Eine Feder auf dem Atem Gottes
Katja Schneider

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Sigrid Nunez ist für mich der Inbegriff einer New Yorker Intellektuellen, deren fantastischen Romane mich immer wieder begeistern. So auch ihr autobiografischer Debütroman aus dem Jahr 1995, der ihren anderen bisher auf Deutsch erschienen Romanen „Der Freund“ und „Was fehlt dir?“ In Nichts nachsteht. Die Autorin beschreibt ihr Aufwachsen in einer Sozialwohnung in einem Randbezirk New Yorks, die sie sich mit ihren beiden älteren Schwestern und ihren Eltern teilt. Der Vater ist asiatisch-panamischer Abstammung und bis zu seinem frühen Tod ein Unbekannter für seine gesamte Familie: stets verschlossen, leidenschaftslos und ständig arbeitend, um seinen Angehörigen ein gutes Leben zu ermöglichen. Die Mutter ist gebürtige Deutsche, stets unzufrieden, vergangenheitsverklärend und noch immer ihrer ersten großen Liebe nachtrauernd. Sigrid findest einen Ausweg aus der Tristesse: Ballett! Auch wenn sie kein großes Talent hat, möchte sie sich wie „Eine Feder auf dem Atem Gottes“ fühlen. Und dann ist da noch Vadim, der mit seiner Familie aus Odessa eingewandert ist und dem die junge Frau als Lehrerin Englisch beibringen und mit dem sie eine Affäre haben wird.

Diese Geschichte über die Suche nach einem Platz im Leben und nach sich selbst ist deprimierend (im besten Sinne), obsessiv, schonungslos, (wohltuend) ehrlich, erhellend, berührend und unterhaltsam, kurz gesagt großartig - also genau das, was ich erwarte, wenn ich einen Roman von Sigrid Nunez lese.

Eine Feder auf dem Atem Gottes

von Sigrid Nunez

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Nickel der Dackel
Katja Schneider

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Dackel sind mir die liebsten und allen voran Nickel! Dieser lebt in einer sehr schönen Wohnung zusammen mit Herrchen, Frauchen und seinen Geschwistern. Seine Familie liebt es, an Hundeschauen teilzunehmen und zu gewinnen. Doch Nickel kann mit posieren, laufen und springen gar nichts anfangen. Er ist ein Künstler und malt für sein Leben gern, aber niemand in seinem Umfeld weiß davon. Doch eines Tages kommt die Wahrheit ans Licht.

"Nickel der Dackel" ist ein besonders zauberhaftes Bilderbuch nicht nur für Dackelfans ab 4 Jahre.

Nickel der Dackel

von Juliette Lagrange

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Tilda und Pony Törtchen
Katja Schneider

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Tilda lebt auf einem kleinen Bauernhof, zusammen mit ihrer Omi und ihrer Oma. Einen großen Traum hat das kleine Mädchen: Ein eigenes Pony. Eines Tages ist es endlich soweit und Pony Törtchen tritt ins Tildas Leben. Anfangs ist es gar nicht so leicht für die beiden. Tilda möchte Törtchen streicheln, striegeln und auf ihm reiten, doch besonders letzteres ist dem Pony wirklich nicht geheuer. Stur sind sie beide, doch weil sie sich sehr mögen, machen sie einen großen Schritt aufeinander zu, so wie es sich für wahre Freunde gehört.

Anu Stohner hat wunderschön und besondes entzückend die von Ninka Reittu erzählte Geschichte illustriert. Einfach fabelhaft!

Ab 4 Jahre.

Tilda und Pony Törtchen

von Ninka Reittu

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Ist Oma noch zu retten?
Katja Schneider

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Hurra, endlich wieder Schulferien und Pia reist zu ihrer Oma Lore. Raus aus dem großen und wuseligen Berlin und hinein ins beschauliche Klein Funkenwalde. Doch merkwürdigerweise ist von Oma Lore weit und breit nichts zu sehen, als ihre Enkelin am Zielbahnhof angekommen ist. Also macht sich Pia allein auf dem Weg zum Haus ihrer Oma und schafft es, sich über ein Fenster Zutritt zum Inneren zu verschaffen. Doch außer Schnorrer, dem Kater, ist niemand zu Hause. Alles sehr merkwürdig. Noch merkwürdiger wird das Ganze, als plötzlich ein Junge vor ihr steht: Pepe, der Nachbarjunge, der Pia auf frischer Tat beim Einsteigen ertappt hat. Doch schnell ist die Situation geklärt und es ist sogar ganz praktisch, dass der Junge da ist, denn er ist, laut seiner Visitenkarte „Pepe Caruso - Ihr Mann für alle Fälle“. Prima, dann kann er ihr ja helfen, Oma Lore zu finden. Schnell gibt es erste heiße Spuren und die deuten darauf hin, dass Pias Oma kriminell sein könnte, denn seit geraumer Zeit werden in der Kleinstadt immer wieder Rennräder einer ganz bestimmten Marke geklaut und die alte Dame hat auf ihrem Smartphone, dass zu Hause liegen geblieben ist, Nachrichten a la „Perfekt, wann machen wir die Übergabe“ hinterlassen und das scheint doch höchst verdächtig zu sein. Gemeinsam mit Pepe und natürlich auch mit Schnorrer setzt Pia alles daran, Oma Lore zu finden und ihre Unschuld zu beweisen, denn eigentlich ist diese eine grundehrliche Person, der jede Ungerechtigkeit zuwider ist. Ob das Mädchen lieber zu Hause geblieben wäre, wenn sie gewusst hätte, was für ein gefährliches Abenteuer auf sie wartet? Aber wie Oma Lore immer zu sagen pflegt: „Angst aus, Mut an.“ und eins ist am Ende sicher: Aufregendere Ferien hatte Pia noch nie!

„Ist Oma Lore noch zu retten“ ist eine der schönsten Freundschaftsgeschichten und kniffligsten Detektivromane für Kinder ab 10, die es gibt!!!

Ist Oma noch zu retten?

von Marie Hüttner

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Die Lolli-Gäng sucht das Abenteuer
Katja Schneider

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Die Lolli-Gäng, das sind die Geschwister Theo, Tom und Lotti. Gemeinsam mit ihren Eltern wohnen sie in einem Haus in einer kleinen Gasse in einem kleinen Ort. Nebenan wohnt Frederike, die bestimmt schon 100 Jahre alt, superfurchtlos und supernett ist. Und im Lokal von Carlos an der Ecke bekommen die drei Kinder ihre tägliche Lolli-Ration. Die Lolli-Gäng sucht immer nach dem nächsten großen Abenteuer. Und eines Tages, da wird es besonders groß und abenteuerlich: plötzlich ist da dieser Mann mit den schwarzen Schuhen, der superunfreundlich ist und Frederikes Haus und ihren schönen Garten ergaunern will. Wie gut, dass Frederike so furchtlos und die Lolli-Gäng so tollkühn ist!

Gemeinsames Vorlesen macht mit diesem lustigen Buch ab 6 Jahren besonders viel Spaß! Und alle, die nicht genug von der Lolli-Gäng bekommen können, haben einen Grund zur Freude, der zweite Band „Die Lolli-Gäng zähmt einen Drachen“ ist gerade erschienen!

Die Lolli-Gäng sucht das Abenteuer

von Charlotte Inden

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Spaceboy
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Ruth führt ein trostloses Leben auf der Farm ihrer Tante Dorothy, bei der sie von früh bis spät schuften muss. Die einzigen Freuden sind ihr Hund Juri, der ihr zugelaufen ist und den sie nach ihrem Held, dem Kosmonauten Juri Gagarin benannt hat und ihr Teleskop, das ihr dreibeiniger Freund (tatsächlich fehlt Juri ein Bein und sein Frauchen hat ihm aus einem Schneebesen einen Ersatz gebastelt) ausgegraben hat und durch welches sie die Sterne beobachtet und davon träumt, selbst einmal durchs All zu fliegen. Und dann, eines Nachts sieht sie durch eben jenes Fernrohr ein unbekanntes Flugobjekt düsen und kurze Zeit später auf dem Acker ihrer Tante bruchlanden! Rasch laufen Ruth und Juri dorthin und machen die Bekanntschaft mit einem Außerirdischen: Spaceboy. Das Mädchen ist außer sich vor Freude, denn der Unbekannte aus dem All ist freundlich und bereit, sich mit ihr anzufreunden Doch kurze Zeit später wird die Idylle gestört, denn der Sheriff des Orts ist im Anmarsch und auch Tante Dorothy hat inzwischen mitbekommen, was auf ihrem Anwesen vor sich geht. Was bleibt den ungleichen Freund_innen anderes übrig, als die Flucht zu ergreifen, damit niemand mitbekommt, dass Spaceboy kein Mensch ist? Eine wilde Reise beginnt und führt über das Weiße Haus bis in die Wüste zu einem streng geheimen Forschungsgelände, wo es zu einem Showdown der Extraklasse kommt.

David Walliams hat wieder einmal eine irrsinnig komische und bewegende Geschichte geschrieben, bei der kein Auge trocken bleibt und die auch prima zum Vorlesen geeignet ist!

Ab 9 Jahre.

Spaceboy

von David Walliams

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Popcorn süß-salzig (TB)
Katja Schneider

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Ruby kann es nicht fassen, als Guillaume ihr auf dem Schulflur den Vorschlag macht, für seinen Freund Phil die Alibifreundin zu spielen, damit der seine Exfreundin Anna zurückgewinnen kann. Nein, danke! Aber wie das Schicksal so spielt, treffen Ruby und Phil plötzlich immer häufiger zufällig aufeinander und müssen sogar ein Referat zusammen vorbereiten. So übel ist Phil gar nicht und gegen eine Freundschaft ist nichts einzuwenden. Aber nicht nur das Schicksal, auch Amor hat ein Wörtchen mitzureden und schon bald ist die Verwirrung und das Gefühlschaos perfekt!

„Popcorn süß-salzig“ ist einer von den Büchern, das ich mir als 14-jährige gewünscht hätte: superwitzig, offen und tiefgründig. Einmal mehr hat Lena Hach ein großartiges Buch geschrieben!

Ach ja: Für Rom Com Fans gibt es auch noch etwas zu entdecken: Allerlei Begriffe aus diesem Genre werden in kleinen Infoboxen erklärt und in der Geschichte von Ruby, Phil und den anderen filmreif umgesetzt.

Popcorn süß-salzig (TB)

von Lena Hach

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Die Swifts (Band 1) - Ein vorzügliches Verbrechen
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Stell dir vor, du hättest einen ungewöhnlichen Namen, einen den deine Eltern durch Zufall im Familienlexikon ausgesucht haben. Einen Namen wie Brüsk oder Schaudervoll, ein Name, der dich und dein Wesen beschreibt. Klingt das toll oder eher unangenehm? Nun, bei Familie Swift ist das ganz normal und so treffen Erbschaft, Mahlstrom und allerlei andere Namen und ihre Träger_innen alle 10 Jahre auf dem alten und verwinkelten Familienanwesen aufeinander, um zu schmausen, zu plaudern und zu suchen, letzteres stets erfolglos. Vor vielen, vielen Jahren soll Großonkel Zuwider einen Schatz im Haus versteckt haben, den seine Nachfahren einfach nicht finden können. Und so scheint es auch bei diesem Treffen keinen Sucherfolg zu geben und obendrein noch kommt es zu schrecklichen Zwischenfällen: Tante Schadenfreude, die Matriarchatin der Swifts, wird bewusstlos aufgefunden, offenbar ein Mordversuch! Ihre Nichten, Schelmerei, Phänomen und Clementine fangen sofort an zu ermitteln. Wer von der Verwandtschaft war es und warum? Allerlei Geheimnisse werden zu Tage gefördert und weitere mysteriöse und schreckliche Dinge geschehen. Und was ist mit dem Schatz? 

„Die Swifts. Ein vorzügliches Verbrechen“ ist ein herrlicher Krimi ab 10 Jahre, der nichts für Zartbesaitete und zudem unaufmerksame Leser_innen ist, da die ungewöhnlichen Namen den Lesefluss stören können. Wenn man aber einmal drin ist im Swift Universum, ist die Geschichte viel zu schnell zu Ende, ich hoffe, der zweite Teil kommt rasch!

Die Swifts (Band 1) - Ein vorzügliches Verbrechen

von Beth Lincoln

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An Rändern
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Es gibt Filme, Musik, Bilder und Bücher, die einen verschlingen, die einen durchrütteln und die einen besonders berühren. So ging es mir auch mit „Closed“, einem wunderschönen, zärtlichen, harten, traurigen und hoffnungsvollen Film und „An Rändern“, einem wunderschönen, zärtlichen, harten, traurigen und hoffnungsvollen Roman. Für beide zeichnet sich Angelo Tijssens als (Drehbuch)autor verantwortlich.

Im Buch reist der Erzähler in Schlaglichtern zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her und offenbart nach und nach seine Geschichte. Es handelt sich um einen jungen Mann, der nach Flandern in einen kleinen Ort seiner Kindheit zurückkehrt, in dem er die schrecklichsten und gleichzeitig schönsten Erfahrungen machen musste und durfte. Seine Mutter, unter anderem verantwortlich für alles Schreckliche, ist verstorben und ihr Sohn nun in der Pflicht, sich um den Nachlass zu kümmern. Seine Jugendliebe, verantwortlich für alles Schöne, lebt noch immer dort und nach einem Wiederfinden via Facebook kommt es auch zu einem echten Wiedersehen.

Eine Gewohnheit von mir ist es, zuerst bei einem Buch auf die letzte Seite zu blättern, aber nicht, um zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht, sondern auf wie viele Seiten ich mich (im besten Fall) freuen darf. Bei „An Rändern“ wurde bewusst auf Seitenzahlen verzichtet und so habe ich mich einfach auf die Geschichte eingelassen, wurde verschlungen, durchgerüttelt und besonders berührt.

An Rändern

von Angelo Tijssens

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Auf der Suche nach der geheimnisvollen Riesenqualle
Katja Schneider

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Die junge Forscherin Dr. Morley hegt den großen Traum, die arktische Riesenqualle zu finden, die noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat. Und so reist sie mit ihrem Team auf einem Forschungsschiff zum Nordpol, um sich auf die Suche zu machen. Monatelang wird jeder Quadratmeter durchpflügt, aber die Suche bleibt vergeblich. Traurig entschließt sich Dr. Morley, nach Hause zu reisen, da plötzlich...

Wunderschön und mit viel Liebe zum Detail erzählt Chloe Savage von einer besonderen Reise für alle großen und kleinen Forscher_innen ab 4 Jahre

Auf der Suche nach der geheimnisvollen Riesenqualle

von Chloe Savage

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In der Zwischenzeit
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Warum sind wir auf der Welt? Woran glauben wir? Für diese und andere Fragen hat sich Annie Dillard auf eine (Gedanken)reise begeben und ungewöhnliche Schauplätze besucht: Eine Entbindungsstation, das Mausoleum eines chinesischen Kaisers, welches von den berühmten Terrakottasoldaten bewacht wird und dergleichen mehr. Sie befasst sich mit dem Leben eines französischen Paläontologen, der in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts nach China reiste, mit Wolkenformationen, der Entstehung von Sand oder auch dem Leben chassidischer Juden. All dies scheint die Autorin zunächst losgelöst voneinander zu betrachten und zu untersuchen, doch dann wird die Erzählung immer dichter und die einzelnen Teile zu einem großen und opulenten Teppich der Erkenntnis verknüpft. 

Ich liebe es, wenn Autor_innen unaufgeregt und sprachlich versiert ihr gesammeltes Wissen darlegen und mich mit Dingen und Orten vertraut machen, von denen ich noch nie gehört habe und mir neue Perspektiven aufzeigen. Der Pulitzer Preisträgerin Annie Dillard ist das mit „In der Zwischenzeit“ fabelhaft gelungen, ein weiteres Buch von ihr liegt bereits auf meinem Nachttisch bereit!

In der Zwischenzeit

von Annie Dillard

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Sepia 1: Sepia und das Erwachen der Tintenmagie
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Flohall ist ein beschaulicher Ort an der Küste, in dem eine besondere Liebe für Papier, Tinte und Bücher gehegt wird. In genau diesen Ort wird Sepia kommen, ein zwölfjähriges Waisenmädchen, das eine Einladung erhalten hat, die Geheimnisse der Buchdruckkunst zu erlernen. Niemand geringerer als Silbersilbe, der beste und berühmteste Buchdruckmeister von ganz Flohall, hat diese Einladung ausgesprochen. Das Mädchen fühlt sich geehrt und sofort wohl zwischen all den Maschinen und Metalllettern, auch wenn sie, wie sie meint, sich ziemlich tollpatschig anstellt. Als immer wieder merkwürdige Dinge in Silbersilbes Werkstatt passieren, meint sie zunächst, ihre Fantasie würde ihr einen Streich spielen, doch schon bald stellt sich heraus, dass diese magischen Vorkommnisse nur der Auftakt zu einem großen und gefährlichen Abenteuer sind. Wie gut, dass Sepia in Niki und Sanzio gute Freund_innen finden wird, die ihr mutig und unerschrocken zur Seite stehen werden.

„Sepia und das Erwachen der Tintenmagie“ ist der fantastische Auftakt einer Trilogie voller überraschender Wendungen und einer ganz besonderen Heldin. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung!

Ab 10 Jahre.

Sepia 1: Sepia und das Erwachen der Tintenmagie

von Theresa Bell

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Paare
Katja Schneider

Katja Schneider

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In „Paare. Eine Liebesgeschichte“ erzählt Maggie Miller von einer Frau, die scheinbar zufrieden mit ihrem Partner in Brooklyn, New York City wohnt. Schon ziemlich lange sind sie zusammen, gemeinsam von Kalifornien an die Ostküste gezogen und haben es gut miteinander. Doch dann lernt sie eine andere Frau bei einem arrangierten Treffen kennen, eine gemeinsame Freundin meinte, sie würden (platonisch) gut zusammen passen. Hals über Kopf verliebt sie sich in diese Frau und trennt sich von ihrem Freund, da dieser für eine Dreiecksbeziehung nichts übrig hat. Sie wiederum findet sich kurze Zeit später in einer polyamourösen Partnerschaft wieder und ist nicht besonders glücklich darüber. Und das Ende vom Lied? Scherben.

Die Geschichte ist natürlich nicht neu, aber Maggie Miller schreibt originell, klug und unterhaltsam entweder in Reimen oder in dichter Prosa und durchleuchtet Erwartungshaltungen und Gefühle, mit denen sich jede Art von amouröser Beziehung auseinandersetzen muss. Ein tolles Debüt, ich bin gespannt auf mehr!

Paare

von Maggie Millner

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Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an
Katja Schneider

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Einst als Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland gekommen, sind die Kinder nun groß, die Ehe geschieden und Herr Kiyak bereit, zurück in sein Heimatland zu gehen und dort bei seiner Freundin zu leben. Doch dann macht seine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung: Lungenkrebs. Herr Kiyak ist bereit, zu sterben, aber seine Tochter, eine Autorin, ist bereit zu kämpfen, alles stehen und liegen zu lassen, Abgabefristen zu verschieben und sich ganz der Umsorgung ihres Vaters zu widmen. Unglaublich berührend, frustrierend und traurig ist es, wenn Vater und Tochter leiden, Ärzt_innen ratlos sind und Leben und Tod passieren. Unglaublich berührend, unterhaltsam und lustig ist es, wenn der Vater Geschichten aus seinem Leben erzählt, das Krankenhausessen ausgeteilt wird, der fantastische Sprachwitz Mely Kiyaks leuchtet und Leben und Tod passieren.

„Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an“ ist eines dieser lebensklugen Bücher, die einen gleichzeitig lachen und weinen lassen, die einen mitreißen und ausfüllen und froh und traurig zurücklassen, wenn die Geschichte zu Ende erzählt ist. Zum Glück hat Mely Kiyak noch ein paar andere Bücher geschrieben, die das Loch ausfüllen, allen voran „Frausein“, in dem der echte Herr Kiyak seinen Auftritt hat.

Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an

von Mely Kiyak

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Lila Leuchtfeuer - Geh nicht nach Nimmeruh!
Katja Schneider

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Lila Leuchtfeuer ist eine Magichanikerin. Magiwas? Magichaniker_innen reparieren magische Gegenstände, wie zum Beispiel zerbrochene Hexenbesen oder Zauberkugeln mit Empfangsstörung. Um ehrlich zu sein, ist Lila noch in der Ausbildung bei ihrem Vater dem Meister Leuchtfeuer. Aber der ist gerade unterwegs, als Hexe Tremebunda Smert in der magischen Werkstatt auftaucht, um ihr defektes fliegendes Fass reparieren zu lassen und zwar ein bisschen plötzlich, sprich, in wenigen Tagen! Schnell findet Lila heraus, was das Fass am Fliegen hindert, nämlich ein Wurm-Fürst, der sich in dem magischen Holz sehr heimisch fühlt. Alles Bitten und Betteln hilft nichts, das royale Würmchen ist nur gewillt, seine neue Unterkunft zu verlassen, wenn ihm noch etwas Besseres angeboten wird und da gibt es nur eine Sache: Das Spinnrad des letzten Wichtels! Oje, wo könnte das nur stecken und vor allem, wer besitzt es und wäre hoffentlich bereit, es herzugeben? Lila muss sich auf eine höchst abenteuerliche Reise begeben und hat zum Glück ihre Freunde dabei: ein als Eichhörnchen verkleideter Waldgeist namens Willi und Hubert, ein lebendiger Hammer. Zudem hat die Hexe Tremebunda Smert ihren Knecht Philomeno und einen sehr großen Hahn, der auf den Namen Phosphorus hört, in der Werkstatt zurück gelassen, damit das fliegende Fass nicht unbeaufsichtigt bleibt. Und so machen sich die Fünf auf den Weg, nicht ahnend, welche Gefahren, neue Freunde, alte Feinde und magische Überraschungen auf sie warten werden.

„Lila Leuchtfeuer. Geh NICHT nach Nimmeruh“ ist einfach wundervoll: spannend, lustig und magisch und zudem hoffentlich der Auftakt für viele, viele Folgebände!

Ab 9 Jahre.

Lila Leuchtfeuer - Geh nicht nach Nimmeruh!

von Tijan Sila, Lena Schneider

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Meisterdetektiv Sherlock Bones. Spannender Rätselkrimi zum Mitraten, Bd. 1: Die Jagd nach den Kronjuwelen
Katja Schneider

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Der Königin wurden die Kronjuwelen gestohlen und was liegt da näher, als den berühmtesten und besten Detektiv aller Zeiten um Hilfe zu bitten? Und Sherlock Holmes, ah nein, Verzeihung, natürlich Bones macht sich sofort an die Ermittlung und hat im Nu vier Verdächtige ausgemacht, die schon bald in ihren Zellen schmoren und auf das finale Verhör warten müssen. Wer ist der oder die Schuldige? Ein wenig Unterstützung kann auch der beste der besten Ermittler gebrauchen und die bekommt er von seiner langjährigen Assistentin Dr. Jane Carson und von uns! Auf vielen Seiten warten Rätsel, die geknackt werden müssen. Wer lieber nur über Sherlock Bones neueste Heldentat lesen möchte, anstatt selbst zu ermitteln, kann die Rätselseiten auch überspringen und sich zurücklehnen.

„Meisterdetektiv Sherlock Bones. Die Jagd nach den Kronjuwelen“ ist ein herrlich altmodischer, spannender und lustiger (Rätsel)Krimi für alle Spürnasen ab 8 Jahre.

Meisterdetektiv Sherlock Bones. Spannender Rätselkrimi zum Mitraten, Bd. 1: Die Jagd nach den Kronjuwelen

von Tim Collins

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Die rätselhaften Honjin-Morde
Katja Schneider

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Vorhang auf für den Privatdetektiv Kosuke Kindaichi, der mit Beobachtungsgabe und Kombinationsgeschick auch die vertracktesten Fälle löst. Aufgrund seines hervorragenden Rufs wird er gebeten, sich der „rätselhaften Honjin-Morde“ anzunehmen: Ein frisch vermähltes Paar wird in seiner Hochzeitsnacht ermordet aufgefunden, in einem Raum, der von innen verschlossen war, sodass der Mörder diesen weder betreten noch verlassen haben konnte. Ein sogenannter „Looked Room Murder Mystery“ Fall, an dem sich schon einige Krimiautor_innen versucht haben. So auch Seishi Yokomizo, der in seinem Krimi als Erzähler auftritt und für uns Leser_innen den Fall Revue passieren lässt. Und hierin liegt auch der Reiz und Charme dieser vor fast 50 Jahren zum ersten Mal in Japan veröffentlichten Geschichte, die im Heimatland des Autors als Klassiker gilt. Während Yokomizo über den Fall und die Ermittlungsarbeit erzählt, nennt und ehrt er einige Krimiklassiker, blickt hinter die Kulissen des Genres und gibt einen faszinierenden Einblick in die Kultur Japans. Ich kann es nicht erwarten, auch die anderen Fälle für Kosuke KIndaichi zu lesen und hoffe sehr, dass der Blumenbar Verlag diese ganz schnell verlegt!

Die rätselhaften Honjin-Morde

von Seishi Yokomizo

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Morgen bestimme ich!
Katja Schneider

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Hurra, es gibt ein Wiedersehen mit dem Wiesel und dem Bären. Wie schon bei "Zwei für mich und einer für dich" wird wieder gestritten. Dieses Mal geht es ums Bestimmen. Wer darf mit dem Dachs spielen? Und welches Spiel? Und wer bevormundet wen und wer fühlt sich ungerecht behandelt? Die Auflösung ist wieder einmal einfach wie genial.

Ach, es ist wieder herrlich, mit wie viel Liebe zum Detail Jörg Mühle die beiden Zankhähne und den Dachs gezeichnet und mit wie viel Witz die Geschichte erzählt hat!

Für alle Freunde ab 4 Jahre.

Morgen bestimme ich!

von Jörg Mühle

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Lieblingspulli
Katja Schneider

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Manche Kleidungsstücke begleiten einen das ganze Leben. So geht es auch einem Mädchen, dessen Oma ihm einen „Lieblingspulli“ strickt und der ihn ihr ganzes Leben begleiten und Enkelin und Großmutter auf ganz besondere Art und Weise verbinden wird. Immer und immer wieder wird der Pulli angezogen: Zum Drachensteigen und beim Verstecken spielen und wenn er ein Loch hat, kann ihn das Mädchen selbst liebevoll reparieren. Viele Jahre später ist der Pulli noch immer im Besitz der mittlerweile jungen Frau, die ihn an ihr Kind weitergeben wird, damit es ebenso wie seine Mutter darin besondere Erinnerungen sammeln kann.

Wunderschön und leise erzählt und gezeichnet kommt Pauline Petes Geschichte daher, die das Zeug zum Lieblingsbilderbuch hat.

Lieblingspulli

von Pauline Pete

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Mücke, Zebra und die wilde Rettung
Katja Schneider

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Mücke findet es sehr langweilig, abends ins Bett zu gehen und so lungert sie noch auf dem einsamen Spielplatz herum, als sie unverhofft die Begegnung mit Gabriel macht. Gabriel ist ein junges Zebra, das auf der Suche nach seinen Eltern ist, die von einem fies aussehenden Kerl entführt worden sind. Das Mädchen ist zunächst ein wenig überrascht, dass sie die Laute des Tieres verstehen kann, dennoch zögert sie keine Sekunde und bietet dem verängstigten Tier ihre Hilfe an. Erst einmal muss es einen Schlafplatz haben und richtet sich unter Mückes Bett ein. Als nächstes muss ein Plan her, um Gabriels Eltern zu finden und zu befreien. Da kommt der mürrische Nachbarshund, welcher den Namen Regenbogen trägt, gerade recht und nach ein paar Verhandlungsschwierigkeiten (welche auf zweieinhalb Knochen als Belohnung hinauslaufen) erklärt er sich bereit, bei der Rettungsaktion mitzumachen. Immer mehr Tiere kommen hinzu und so kann am Ende nicht nur Gabriel von seinen Eltern in die Hufe genommen sondern noch allerlei anderen exotischen Tiere in die Freiheit entlassen werden und der fiese Kerl namens Herr Spuck bekommt seine gerechte Strafe. Das muss natürlich gebührend gefeiert werden: Es wird geschmaust, getanzt und getrunken und der sonst so mürrische Regenbogen findet, dass die riesengroße Freude Belohnung genug ist.

„Mücke, Zebra und die wilde Rettung“ ist ein besonders zauberhaftes Bilderbuch, bei dem einfach alles stimmt! 

Ab 5 Jahre

Mücke, Zebra und die wilde Rettung

von Katherine Rundell

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Die geheime Benedict-Gesellschaft
Katja Schneider

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„Bist du ein begabtes Kind, das nach besonderen Möglichkeiten sucht?“ Auf diese Zeitungsannonce fühlen sich einige Mädchen und Jungen angesprochen, unter ihnen der Waisenjunge Reynie. Und so absolviert er mit vielen anderen Kindern knifflige Prüfungen und zu seiner großen Überraschung wird er ausgewählt und in „Die geheime Benedict-Gesellschaft“ aufgenommen. Dort trifft er auf Kate, Kleber und Constance - Waisenkinder wie Reynie und ebenfalls besonders begabt. Bei Mr „Benedict“ handelt es sich um einen äußerst freundlichen älteren Herrn, der einen Widersacher hat: Mister Curtain, der als fieser Doppelgänger von Mr Benedict durchgehen könnte und der gemeine Bosheiten plant. Um ihm das Handwerk zu legen, müssen die vier Kinder großen Mut beweisen und alle besonderen Fähigkeiten und Talente, die sie haben, unter Beweis stellen.

Ich erinnere mich wie gestern, als ich „Die geheime Benedict-Gesellschaft“ gelesen habe und das ist mindestens 16 Jahre her. So großartig fand und finde ich diese Freundschafts- und Abenteuergeschichte, die mit besonderen Charakteren, einer tollen Geschichte und einigen überraschenden Wendungen aufwartet. Einige Zeit war dieses Buch nicht lieferbar, umso größer war meine Überraschung und Freude, dass es endlich in diesem Jahr wieder aufgelegt wurde. Ich hoffe, dass noch viele Kinder in diese Geschichte eintauchen werden und zudem, dass die Folgebände ebenfalls bald wieder erhältlich sein werden.

Ab 10 Jahre.

Die geheime Benedict-Gesellschaft

von Trenton Lee Stewart

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Dunkel war's, der Mond schien helle
Katja Schneider

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"Dunkel war's der Mond schien helle", dieses wunderbare Quatschgedicht könnte noch viel länger sein. Zum Glück haben sich Autor_innen wie Paul Maar und Heinz Janisch Gedanken gemacht und fleißig weitere Reime drangehängt, die genauso viel Spaß machen wie das "Original". Dazu noch die Bilder von Jens Rassmus und fertig ist ein superwitziges und -schönes Bilderbuch für Groß und Klein.

Ab 4 Jahre.

Dunkel war's, der Mond schien helle

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Irgendwo im Schnee
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Das Weihnachtsfest naht, überall sind die Fenster festlich erleuchtet. Nur bei Sofie kommt keine Freude auf, bei ihr zu Hause ist es dunkel und ihr Vater hat keinen Kopf für Plätzchen und Kerzenschein. Das Mädchen beschließt, ganz allein nach etwas Schönem und Besonderen zu suchen. Auf ihrem Weg durch einen dichten Flockensturm begegnet sie einem Elch, der sie mitnimmt in einen tief verschneiten Winterwald. Dort findet Sofie einen kleinen, krummen Baum, dem sie eine Freude bereiten will: gemeinsam mit den Tieren des Waldes schmückt sie die Tanne, bis sie wunderschön aussieht. Nun ist fast alles, wie es sein soll, aber etwas fehlt noch. Da knackt und raschelt es...

"Irgendwo im Schnee" ist leise, poetisch und einfach wunderschön.

Ab 4 Jahre.

Irgendwo im Schnee

von Linde Faas

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Jims brillante Weihnachten
Katja Schneider

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Dies ist die Geschichte von Jim, dem Streuner und seinen fabelhaften Abenteuern. Durch einen glücklichen Zufall wohnt er in einem Museum, dessen Direktor Sir Henry Cole ein großes Herz für kleine, braune, räudige Hunde hat. 
Weihnachten ist nah und Sir Henry Cole kommt auf die geniale Idee, Weihnachtspost in Form von Karten drucken und versenden zu lassen. Um diese fantastische Erfindung bekannt zu machen, wird Jim beauftragt, eine Karte zu Queen Victoria in den Buckingham Palace zu bringen. Kaum bei der Königin zu Hause angekommen, beginnen sich die Ereignisse für den kleinen Streuner zu überschlagen und brillante Weihnachten sind zum Greifen nah.

Diese herrliche Geschichte für alle ab 6 Jahre wurde von der Schauspielerin Emma Thompson wundervoll erzählt und von Illustrator Axel Scheffler wie gewohnt genial illustriert.

Jims brillante Weihnachten

von Emma Thompson, Axel Scheffler

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Das Buch der Abenteuer
Katja Schneider

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Elinor Mordaunt war eine englische Autorin und Reisejournalistin. Zu Lebzeiten war sie sehr bekannt und geachtet und wurde in einem Atemzug mit ihren bis heute berühmten Kollegen wie Lafcatio Hearn oder Mark Twain genannt. Heute kennt niemand mehr diese mutige Abenteuerin und ihr Werk, das viele, viele Reiseberichte und auch Romane umfasst. Wie gut, dass es den Mare Verlag und seine fantastische Klassikerreihe gibt, die „Das Buch der Abenteuer“ zum ersten Mal auf Deutsch (großartig übersetzt von Alexander Pechmann) herausgegeben hat. Von Seite eins war ich fasziniert und begeistert von den treffenden Beschreibungen, den ungewöhnlichen Begegnungen mit der Bevölkerung und anderen Reisenden und vor allem vom unverblümten und amüsanten Schreibstil der Autorin. Erzählt wird eine Reise, die Elinor Mordaunt 1923 im Auftrag der Londoner Zeitung Daily News von England nach Australien unternommen hatte. Den Weg über den Atlantik und den Pazifik legte sie nicht bequem auf einem Kreuzfahrtschiff oder einer Luxusyacht zurück, sondern sie wählte die Null Komfort Klasse auf einem Frachtschiff und freundete sich während der langen Fahrt mit der Besatzung an. Herausgekommen ist ein abenteuerlicher und mitreißender Reisebericht mit Herz und Hirn, der Lust auf all die anderen, noch nicht übersetzten Bücher von der „Frau, die niemals Angst hatte“ macht.
 

Das Buch der Abenteuer

von Elinor Mordaunt

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Buddeln, baggern, bauen
Katja Schneider

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Das ich mal ein Bilderbuch über große Maschinen und Baufahrzeuge toll finden würde, hätte ich nicht gedacht. Dank Ole Könnecke und seinen wie immer fabelhaften Illustrationen und witzigen Einfällen habe ich mit großer Freude durch "Buddeln, Baggern, Bauen" geblättert und nebenbei Einiges über Telekopkräne, Portalhubwagen, Schwimmbagger und dergleichen mehr gelernt. Fürs leibliche Wohlergehen wird auch gesorgt und ein Pfannkuchenrezept verraten, für welches man nur 2696 Liter Milch, 2692 Tonnen Mehl und 32304 Eier braucht und am besten einen (sauberen) Fahrmischer, um alles gut durchzumischen.

Wer denkt, es gäbe schon genug Bücher über Traktoren, Bagger und Laster, sollte auf jeden Fall man einen Blick in dieses herrliche Bilderbuch ab 3 Jahren werfen!

Buddeln, baggern, bauen

von Ole Könnecke

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Die Alleinseglerin
Katja Schneider

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Ich bin zwar ein Kind der DDR, doch bis vor ein paar Wochen habe ich noch nie etwas von Christine Wolter und ihrem Roman „Die Alleinseglerin“ gehört, der in den frühen 80ern ein Bestseller „in der Zone“ war. Umso beglückender ist es für mich, dass dieses Buch in diesem Jahr neu aufgelegt wurde und ich in den Lesegenuss gekommen bin. Es geht um eine junge Frau namens Almut, Literaturwissenschaftlerin und alleinerziehende Mutter in Ostberlin, die von ihrem Vater ein Segelboot, einen sogenannten Drachen, übernimmt und der ihr ganzes Leben bestimmen wird. Oh, was habe ich gelacht und mich an vergangene Zeiten erinnert, wenn Almut sich auf die stadtweite Suche nach Materialien für die Instandhaltung begibt und weil es nichts gibt, das Beste aus dem macht, was sie alternativ findet. Immer wieder versucht sie, den Drachen loszuwerden, denn er frisst ihr die Haare vom Kopf und dann ist da auch noch das Patriarchat, das ihr stets zu verstehen gibt, dass so ein Segelboot ganz bestimmt nichts für eine Frau ist. Und dennoch kann und will sie nicht loslassen, denn dieser schreckliche Klotz am Bein steckt voller Erinnerungen und schenkt ihr auch unglaublich viel Freiheit und Freude, wenn sie auf ihm auf dem See dahingleitet. 

Um dieses besondere, kluge und unterhaltsame Buch zu mögen, ist es sicher nicht verkehrt, Wasser und Booten zugetan zu sein, doch ich empfehle es auch allen bergverliebten Leser_innen!

Die Alleinseglerin

von Christine Wolter

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Waldbilder
Katja Schneider

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Die wohltuende Wirkung eines Waldspaziergangs ist sicher hinlänglich bekannt. Manchmal jedoch braucht man sofort einen beruhigenden Blick auf viel frisches Grün und für solche Notfälle gibt es zum Glück eine Lösung: "Waldbilder" vom renommierten Fotografen Markus Bühler versammelt viele, viele Baumfotos zu allen Jahreszeiten und entspannt sofort. 

Zudem enthält dieser wunderschöne Bildband einen Essay von Autor Peter Stamm, in dem er seine ganz persönliche Waldgeschichte erzählt.

Waldbilder

von Markus Bühler

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Calidragos 1. Der Ruf des Drachen
Katja Schneider

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Toby kann es nicht fassen: Widerwillig hat er sich auf Wunsch seines Vaters ein Haustier in einem Tierheim namens „Zaubernapf“ ausgesucht, und nun entpuppt sich die Schildkröte als waschechter Drache, der auf den Namen Loubarian hört! Begeistert ist der Junge nicht und als er versucht, seinen neuen tierischen Gefährten zurückzugeben, heißt es nur „Magische Haustiere sind vom Umtausch ausgeschlossen“. Na klasse! Doch dann bietet sich die Chance, Loubarian, kurz Lou, doch noch loszuwerden, als nämlich Ellie, die im Zaubernapf arbeitet, verzweifelt auf Toby zukommt, da ihr eigenes magisches Haustier verschwunden ist. Widerwillig willigt das Mädchen ein, dass Lou zurück ins Tierheim kommt, wenn Toby ihr hilft, ihren Greifen namens Mango wieder zu finden. Die beiden Kinder ahnen nicht, welches fantastische, aber auch gefährliches Abenteuer auf sie wartet! Und am Ende findet Toby magische Haustiere vielleicht doch besser, als zunächst gedacht.

„Calidragos. Ruf der Drachen“ ist der erste Teil einer superspannenden und witzigen Serie rund um Toby, Ellie und allerlei magische Wesen ab 10 Jahre.

Calidragos 1. Der Ruf des Drachen

von Viktoria Etzel

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Willkommen bei Familie Fies - Nicht ohne unsere Geister!
Katja Schneider

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Fiona Fies hat es nicht leicht: Ihre Familie ist berühmt berüchtigt dafür, boshaften Schabernack zu treiben und natürlich soll die Tochter des Hauses dem in nichts nachstehen. Das Mädchen jedoch möchte lieber Gutes tun und hat sogar einen besten Freund, und beides belastet die Familienehre. Ihr einziger Verbündeter in der Familie ist ihr Opa Strolchior Schuftig, ein Geist, mit dem sie leidenschaftlich gern Poker spielt und der ebenso lieber nett als boshaft ist. Eines Tages wird Opa Schuftig plötzlich vom Erdboden verschluckt und Fiona macht sich fieberhaft auf die Suche nach ihm - wo könnte er nur stecken? Zum Glück gibt es auch noch Furian Fies, genannt Furi, der Bruder von Fionas Vater, der ebenfalls dem Bösesein abgeschworen hat und als Detektiv im Unterland ermittelt. Im Unterland? Ja, richtig gelesen, es gibt nicht nur das Oberland, in dem wir Menschen leben, sondern auch noch eine Welt darunter, in der Geister, Hexen und dergleichen herumstreichen. Onkel und Nichte ermitteln nun gemeinsam und stoßen bald auf ein Haus voller Opas. Ob auch Fionas geliebter Opa unter ihnen ist?

„Willkommen bei Familie Fies" ist die perfekte Kombination aus Krimi und freundlicher Gruselgeschichte mit herrlich ungewöhnlichen Charakteren für alle ab 9 Jahre.

Willkommen bei Familie Fies - Nicht ohne unsere Geister!

von Jenni Jennings

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Das Glashotel
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

„Das Glashotel“ ist einer der ungewöhnlichsten Romane, die ich in der letzten Zeit gelesen habe und der sich nicht so leicht mit ein paar Sätzen beschreiben lässt. Es geht vor allem um Vincent, eine junge Frau, deren Eltern früh verstorben sind, die sich durchs Leben treiben lässt und Chancen ergreift, scheinbar ohne groß darüber nachzudenken. Ihr älterer Bruder Paul, der eine andere Mutter hat, macht seiner Schwester stets stille Vorwürfe für das, was ihm nicht gelungen oder an Schlechtem widerfahren ist. Es geht in Zeitsprüngen vor und zurück, mal geht es um die Geschwister, mal geht es um Jonathan, Investor und eine Art Ehemann von Vincent. Es geht um Enttäuschung, Vertrauen, der Suche nach einem Halt im Leben, all die großen und kleinen Themen, die uns alle umtreiben. 

Wer sich auf diesen Roman einlässt, wird sehr belohnt werden

Das Glashotel

von Emily St. John Mandel

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Sturmvögel
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Ab und an träume ich davon, als Matrosin zur See zu fahren und die Schiffsbibliothek zu verantworten. Und dann lese ich auf wahren Begebenheiten beruhende Romane, die auf hoher See spielen und schlagartig fällt mir wieder ein, dass ich leider schnell seekrank werde und Nässe und Kälte in Kombination nicht sehr einladend finde. Und so bange und fiebere ich mich dann durch die Seiten und bin am Ende froh, in meinen warmen und trockenen vier Wänden und nicht auf einem Schiff im Schleudergang zu sein. Eines dieser Bücher ist „Sturmvögel“, in dem der isländische Fischfangtrawler „Mávur“ im Winter 1959 vor Neufundland in ein schreckliches Unwetter gerät. Die Mannschaft muss um ihr Leben fürchten und darum kämpfen, während um sie herum die Welt unter zu gehen scheint und einige andere Schiffe mit sich reißt. 

Einar Kárason schreibt unglaublich fesselnd und kenntnisreich und hat mir ein paar wunderbare Lesestunden beschert.

Sturmvögel

von Einar Kárason

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Detektiv Samson 1
Katja Schneider

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Die Tiere sind in heller Aufregung: dem Tausendfüßler fehlen zehn Schuhe, der Katze ihre zehn Kinder, der Elster zehn ihrer Schmuckstücke...wie gut, dass es Detektiv Samson gibt, der sich sofort an die Ermittlung macht. Dafür reist er unter anderem an den Strand, zu den Yetis in die Berge, in eine Tropfsteinhöhle und andere nahe und ferne Gegenden.

Zwar ist der Detektiv supererfahren, aber bei so vielen Suchaufträgen kann Untersützung nicht schaden und die bekommt er von uns, die die Seiten betrachten und ihn auf seiner Reise begleiten - haufenweise Gegenstände müssen gesucht und gefunden werden und das macht großen Spaß und ist superspannend. Am Ende ist klar: zusammen lösen wir jeden Fall!

"Detektiv Samson" ist ein mit besonders viel Liebe zum Detail gezeichneter, extraherrlicher und superwimmeliger Bilderbuchspaß für alle ab 3 Jahre (auch für Erwachsene, Versprochen!).

Detektiv Samson 1

von Katerina Gorelik

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Luftmaschentage
Katja Schneider

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Matea ist sehr zurückhaltend und meistens stumm. In ihrem Bauch sitzt ein Krake namens Madame Schüchtern und sorgt dafür, dass sie sich nicht traut, mit anderen Menschen, außer ihrer Familie und ihrer Freundin Charlotte zu sprechen. Bis eines Tages Riccarda in Mateas Schulklasse auftaucht. Die Neue ist das komplette Gegenteil zu dem schüchternen Mädchen: selbstbewusst und laut. Und da Gegensätze sich anziehen, werden die beiden Freund_innen und Matea, von Riccarda Mats genannt, blüht auf. Riccarda, kurz Ricci, wiederum scheint ihre Probleme lieber mit sich selbst auszutragen, nur am Rande bekommt ihre Freundin mit, dass da etwas im Busch ist. Ricci hat häufig ungewaschene Haare, ein Aggressionsproblem, Angst vor einem schielenden Herren, dem die beiden Mädchen ab und zu auf der Straße begegnen und offenbar Probleme zu Hause. Die Mutter von Mats, die Pfarrerin und Seelsorgerin ist, weiß mehr, will aber ihre Tochter schützen. Und dann eines Tages, kommt es zu einem Zwischenfall, nach dem Ricci spurlos verschwindet und Matea nur noch das Hinterlassen von vielen, vielen Sprachnachrichten auf dem Anrufbeantworter ihrer Freundin bleibt.

Schüchtern oder selbstbewusst? Diese besondere Freundschaftsgeschichte ist für alle da!

Ab 11 Jahre.

Luftmaschentage

von Anne Becker

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Das Meer der endlosen Ruhe
Katja Schneider

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„Das Meer der endlosen Ruhe“ ist eines dieser klugen, besonderen und sprachlich wunderbaren Bücher, die man aufschlägt, hineinfällt und vom ersten bis zum letzten Wort genießt. Es ist außerdem eines dieser Bücher, deren Inhalt schwer in wenige Sätze zu fassen ist, weil er so komplex ist. Ich versuche es mit ein paar Häppchen: Es geht um Zeitreisen. Im Jahr 2401 lebt die Menschheit auf dem Mond und noch weiter von der Erde entfernten Gebieten. Gasperys Leben auf dem Erdtrabanten ist recht eintönig, bis er erfährt, dass im sogenannten „Zeitinstitut“ ein Apparat steht, mit dem Zeitreisen möglich sind. Das ist der Weckruf für den jungen Mann und er schafft es, rekrutiert zu werden und in die Vergangenheit zu gelangen. Sein Auftrag: Einer Art Datenverschiebung nachzuspüren, die sich durch aufblitzende Dunkelheit, Geigenklänge und einem „Wusch“-Geräusch sicht- und hörbar machen und in der Vergangenheit immer wieder auftritt. Zoey arbeitet ebenfalls beim Zeitinstitut und gesteht ihrem Bruder Gaspery, dass die Vermutung besteht, dass das menschliche Leben nur eine Idee, eine Simulation sein könnte.

Emily St. John Mandel verwebt die Handlung mit Geschehnissen aus ihren Romanen „Station 11“ (ehemals „Das Licht der letzten Tage“) und „Das Glashotel“. „Das Meer der endlosen Ruhe“ kann natürlich als Einzelwerk gelesen werden, aber noch mehr Freude bereitet es, im Anschluss oder vorher diese Bücher zu lesen, die ich ebenfalls liebe und auch Leser_innen, die sonst nie Dystopien lesen, sehr empfehlen kann.

Das Meer der endlosen Ruhe

von Emily St. John Mandel

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So kam das mit dem Drachen
Katja Schneider

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Ein Junge bekommt von seiner Großmutter zum Geburtstag ein Bilderbuch geschenkt. "Danke." sagt er artig und denkt für sich, dass Bücher Quatsch sind. Da ist er ganz schön froh, dass seine ältere Schwester mit ihm das Buch gegen ihr altes Piratenschwert eintauscht. Doch dabei bleibt es nicht. Immer weiter tauscht das Geburtstagskind und plötzlich nennt er einen echten Drachen sein Eigen und den würde er niemals eintauschen. Wirklich? Was der Junge nicht bedacht hat, ist, dass Drachenfürze schrecklich stinken und Drachen furzen ganz schön oft. Wird sich eine Lösung für dieses Dilemma finden? Oh ja und zwar eine ganz herrliche!

"So kam das mit dem Drachen" ist ein großartiger Bilderbuchspaß für alle ab 4 Jahre.

So kam das mit dem Drachen

von Daniel Fehr

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Der Apparat
Katja Schneider

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Schon einige Male habe ich gedacht, wie großartig es wäre, wenn man sich flott von hier nach dort teleportieren könnte. J.O. Morgan hatte offenbar denselben Gedanken und hat darüber einen Roman verfasst. „Der Apparat“ zeigt eine Welt auf, in der es kein Internet (auch mal ganz schön) und dafür eben Teleportation gibt. In elf Kapiteln gibt es Einblicke in den Alltag verschiedener Personen zu unterschiedlichen Entwicklungsstadien der bahnbrechenden Technik: Wir sind zum Beispiel zu Gast im Haus von Ehepaar Pearson, die einen Prototyp eines Geräts zur Teleportation in die Küche gestellt bekommt und diesen klammheimlich auf Herz und Technik prüft. Dann geht es weiter zu Mrs Carter, die Dank Teleportation umzieht und diesen Umstand einfach schrecklich findet. Was ist mit der guten alten Art des Umziehens? Und als dann ein Porträt ihres Großvaters teleportiert wird, ist die Entrüstung auf dem Höhepunkt, denn während dieser Art des Transports wird jeder Gegenstand in seine Atome zerlegt und am Bestimmungsort wieder zusammengesetzt und das bedeutet doch, dass das Original dann etwas ganz anderes ist! Wie könnte Mrs Carter diese billige Fälschung an einer ihrer neuen Wände akzeptieren!

Am Ende dieser unglaublich unterhaltsamen und gleichzeitig tiefgründigen Lektüre war mir klar, dass ich das Internet der Teleportation vorziehe beziehungsweise mich damit abfinde, niemals in Nullkommanix an einen fernen Ort reisen zu können. Zu Risiken und Nebenwirken lesen Sie also dieses Buch!

Der Apparat

von J. O. Morgan

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An das Wilde glauben
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Diese autobiografische Geschichte ist eine Wucht voller Gegensätze: Sie ist archaisch und poetisch, schonungslos und zart, sie bewegt sich im Hier und Jetzt und auf Traumpfaden, in der Wildnis und der Zivilisation, zwischen Moderne und uralten Riten. Und sie nimmt uns mit auf eine Reise nach Kamtschatka, lässt uns seine besondere und schöne Natur bestaunen und am Leben der indigenen Bevölkerung mit seiner uralten Kultur teilhaben. Dorthin, auf die russische Halbinsel, ist die junge Anthropologin Nastassja gereist, um zu arbeiten. Bei einem Ausflug wird sie von einem Bären attackiert und schwer am Kopf verletzt. Ihr Heilungsprozess in Russland und Frankreich gleicht einen Martyrium, zwar heilen die äußeren Wunden mit der Zeit, aber ihr Inneres findet keine Ruhe. Um Frieden und einen Sinn im Geschehenen zu finden, muss sie zurück nach Kamtschatka fliegen und sich erneut auf eine Reise begeben. Diesem besonderen und klugen Buch wünsche ich viele Leser*innen!

An das Wilde glauben

von Nastassja Martin

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Erde, Salz & Glut (Krautkopf)
Katja Schneider

Katja Schneider

Mitarbeiterin bei stories!

Susann Probst und Yannic Schon gründeten 2013 ihr Blog Krautkopf, um ihre Liebe für die Fotografie und das Kochen zu verbinden. 2015 erschien ihr erstes Kochbuch mit wunderbaren vegetarischen und veganen Rezepten und wunderschönen inspirierenden und vor allem hungrig machenden Fotos. Ihr neues Werk „Erde, Salz und Glut“ steht dem in Nichts nach und geht sogar noch einen Schritt weiter. Konnten sie früher in ihrem damaligen Wohnort Berlin aus einem unglaublichen Warenangebot wählen (wobei ihnen der Focus auf saisonales und vor allem regionales Obst und Gemüse schon immer am Herzen lag) bauen sie mittlerweile im eigenen Garten alles an „Grünzeug“ an, was sie benötigen. Dafür sind sie nach Mecklenburg Vorpommern in ein selbst renoviertes Siedlerhaus samt Garten gezogen, von dem man sich einen Eindruck auf dem Blog verschaffen kann. Im Rhythmus der Jahreszeiten haben die beiden intuitiv Rezepte für ihr Buch entwickelt und dabei auf wenige Zutaten wertgelegt, die nach Lust, Laune und Verfügbarkeit ausgetauscht werden können. Vor allem verschiedene Kochtechniken sollen vermittelt werden, wozu auch das Haltbarmachen (wie Fermentation oder Einlegen) gehört. 
Dieses Buch ist nicht nur ein Augen- und Gaumenschmaus, sondern eine ausgezeichnete Inspirationsquelle.

Erde, Salz & Glut (Krautkopf)

von Susann Probst, Yannic Schon

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Buch der Tage
Katja Schneider

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Wenn das erste Buch des neuen Jahres Freude verbreitet, kann es einfach nur ein gutes Jahr werden und das „Buch der Tage“ von Patti Smith ist für mich die perfekte Wahl gewesen. Sie schreibt im Vorwort: „Dieses Buch, ein Jahr und ein Tag (für alle an einem Schalttag geborenen), ist ein dankbares Angebot, selbst in den dunkelsten Tagen Zeiten Mut zu schöpfen. Jeder Tag ist kostbar, weil wir noch atmen und uns davon berühren lassen, wie das Licht auf einen hohen Ast fällt, auf einen Arbeitstisch, am Morgen oder auf den Grabstein eines verehrten Dichters.“ Dieses Buch passt also immer und gerade jetzt besonders gut.

Buch der Tage

von Patti Smith

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Derselbe Mond
Katja Schneider

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„Junge Frau.“ Das hört Magdalena in letzter Zeit immer häufiger. Was soll das bitte heißen? Hat sie ihr Kind sein plötzlich abgestreift und sich von einer Raupe in einen Schmetterling verwandelt? Warum ist die Zeit auf ein Mal vorbei, in der sie mit ihren besten Freund_innen Quatsch machen konnte, sorgenlos und ohne Angst, nicht cool genug zu sein? Und dann sind da ja auch noch die Jungs, die für ihre beste Freundin Sofia und alle anderen Mädchen plötzlich sehr interessant und für das Mädchen höchstens Freunde sind. Erwachsen werden ist ganz schön anstrengend, vor allem, wenn die eigenen Eltern beschließen, aus einer Familie zwei zu machen.

Nach der Schule ist es Pflichtprogramm, wie alle aus der Klassenstufe an der Pipe abzuhängen und den wagemutigen Skatern zuzugucken und klar, sich über alles Mögliche und vor allem über andere auszulassen. Hat schon wer geküsst? Was hat die bloß an und was hat der wieder Peinliches getan? Mit der nachmittäglichen Ruhe ist es dann vorbei, als ein Mädchen mit blau gefärbten Haaren auftaucht und dem anscheinend egal ist, was andere über ihr Aussehen und ihr Verhalten denken und sagen könnten. Magdalena ist fasziniert von „der Blauen“ und möchte sie gern näher kennenlernen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn irgendwie ist es ihr vor ihren Freund_innen peinlich, das zuzugeben, weil die Fremde eben nicht ins coole, angepasste Bild passt. Oder steckt da vielleicht noch etwas anderes dahinter?

Lara Schützsack hat es wieder getan und ein wundervolles Buch geschrieben über diese Zeit, in der alles so anstrengend und verwirrend, aber auch irgendwie toll und aufregend ist.

Ab 11 Jahre.

Derselbe Mond

von Lara Schützsack

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Super-Isa
Katja Schneider

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Isa findet Superheld_innen supergut, allen voran Superlady und hätte gern die Actionfigur dazu. Noch besser wäre es aber, wenn Isa selbst eine Superheldin sein könnte! Gesagt, getan, bastelt sie mit ihrer Mama ein Kostüm und am nächsten Tag versucht Isa allen, die Hilfe brauchen, unter die Arme zu greifen. Doch das ist gar nicht so leicht! Vielleicht sollte das Mädchen erst einmal herausfinden, was ihre Superkraft ist! Zum Glück bekommt sie dabei Unterstützung von ihrer Familie und am Ende kann Isa superstolz auf sich sein!

"Super-Isa" ist ein Supererstlesebuch für alle, die schon ganz gut lesen können und auch zum Vorlesen ist es perfekt!

Super-Isa

von Stephanie Runge

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Gestatten, Mr. Stink
Katja Schneider

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Ich kann nicht fassen, dass ich vor „Gestatten, Mr. Stink“ noch nie ein Buch von David Walliams gelesen habe. Wenn ich gewusst hätte, wie klug und unterhaltsam er auch über ernste Themen schreiben kann, hätte ich doch längst all seine anderen Bücher gelesen und wäre dem David Walliams Fanclub beigetreten. Beides will ich alsbald nachholen.

In „Gestatten. Mr. Stink“ geht es um die 12 jährige Chloe Crump, die es zu Hause und auch in der Schule nicht leicht hat. Ihre Mutter tut immer besonders vornehm, ihre jüngere Schwester Annabelle ist immer unausstehlich, ihr einziger Verbündeter, ihr Vater, gibt immer klein bei und ihre Schulkamerad_innen sind immer fies zu ihr, weil sie schrecklich schüchtern ist und sich aus Kummer einen kleinen Schokoriegelbauch angegessen hat. Alles ändert sich, als das Mädchen Mut fasst und Mr. Stink anspricht, einen Obdachlosen, der mit seiner Hündin, der Gräfin, auf einer Parkbank wohnt. Unglaublich nett sind die beiden, wobei der alte Herr seinem Namen alle Ehre macht, dabei könnte er schwören, erst letztes Jahr ein Bad genommen zu haben. Zu dem Geruchsproblem kommt erschwerend hinzu, dass Chloes Mutter Kontakt zu obdachlosen Menschen strengstens verboten hat. Trotzdem kann und will das Mädchen ihre Freundschaft zu Mr. Stink nicht aufgeben und lädt ihn und die Gräfin in der kalten Jahreszeit sogar ein, beim Familie Crump im Gartenhäuschen zu wohnen. Geheim natürlich. Aber natürlich bleiben die beiden Gäst_innen nicht lange unentdeckt und die Ereignisse überschlagen sich.

David Walliams hat mit Chloe Crump eine Heldin geschaffen, die ein Vorbild für Groß und Klein ist und zeigt, wie wir alle einander begegnen sollten. „Gestatten, Mr. Stink“ ist ein großartiger Spaß zum selber lesen ab 9 Jahre oder auch zum Vorlesen für die ganze Familie!

Gestatten, Mr. Stink

von David Walliams

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Weiter Sehen
Katja Schneider

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Die namenlose Ich-Erzählerin, wohnhaft in Budapest, reist in den Südosten Ungarns, wo sie in einem der Dörfer dieser Gegend ein altes Kino entdeckt. Während sie es näher betrachtet, wird ihr von einem der Dorfbewohner angeboten, das alte Gebäude zu erwerben. Und sie, eine große Kinoliebhaberin, gibt sich dem Reiz hin, dem „Mozi“ (ungarisch für „Kino“) neues Leben einzuhauchen. Gesagt, getan, wird alles gründlich entstaubt, geflickt, gewienert und mit anderen Enthusiast_innen in cineastischen Erinnerungen geschwelgt und plötzlich hat das Dorf wieder ein funktionierendes Lichtspielhaus. Doch wird dieses Märchen länger als einen Sommer andauern?

Bereits an anderer Stelle erwähnte ich meine große Begeisterung für Esther Kinskys Schaffen als Autorin und Übersetzerin und auch „Weiter Sehen“ ist wieder einmal sprachlich wie inhaltlich famos geraten und ich möchte fragen: Wenn Sie ins Kino gehen, dieser Moment, wenn das Licht ausgeht und Sie erwartungsvoll auf die Leinwand schauen, Zuspätkommende mit geducktem Rücken und Handykamera versuchen, möglichst unauffällig ihren Platz zu erreichen, wenn um Sie herum das Popkorn raschelt, wenn Sie dann ganz und gar im Zugucken- und Zuhören aufgehen und nach dem Abspann benommen wieder in die Helligkeit taumeln, ist das nicht wunderbar und etwas ganz anderes als Heimkino à la Netflix, wo wir zwischendurch mal gucken, was bei Instagram los ist und dann spulen wir plötzlich eine Szene vor und dann folgt man der Handlung nur noch so semi und dann gar nicht mehr und warum dauert die eine Szene so lange? Und auch das ist ein ganz wichtiges Thema für die Autorin und ein sehr interessanter Exkurs im Buch: Nicht nur WAS, sondern vor allem WIE wir sehen, macht einen großen Unterschied. 

Sie haben es vielleicht schon geahnt: Dieses Buch empfehle ich dringend allen Leser_innen, die nicht nur Bücher sondern auch das Kino lieben!

Weiter Sehen

von Esther Kinsky

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Wie schmeckt der Mond?
Katja Schneider

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Hast du dich schon einmal gefragt, wie der Mond schmeckt? Die Tiere wollen es genau wissen und so stellt sich der Elefant auf die Schildkröte, die Giraffe auf den Elefanten, ... bis schließlich die Maus nah genug ist, um zu kosten. Und wie schmeckt nun der Mond? Ganz besonders, das ist klar!

Nach 30 Jahren ist dieser Bilderbuchschatz endlich wieder neu aufgelegt worden und genauso zauberhaft wie eh und je.

Ab 3 Jahren.

Wie schmeckt der Mond?

von Michael Grejniec

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Der Elefant auf dem Mond
Katja Schneider

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Eine Astronomin macht eine bahnbrechende Entdeckung, als sie ihr Teleskop auf den Mond richtet: Ein Elefant! Auf dem Mond! Sie lädt alle Wissenschaftler_innen zu sich ein, dieses Phänomen selbst zu betrachten, aber statt dem großen grauen Tier auf dem Erdtrabant erblicken die anderen eine kleine graue Maus, die sich im Teleskop versteckt hat. Fortan machen sich alle lustig über die Astronomin, doch diese lässt sich nicht einschüchtern und beschließt, in ihrer Rakete zum Mond zu fliegen. Dieser Ausflug zum Mond wird ihr Leben verändern!

Dieses famose Bilderbuch ab 5 Jahren besticht durch seine künstlerischen und trotzdem kindgerechten Bilder und die wunderschöne Geschichte!

Der Elefant auf dem Mond

von Gosia Herba, Mikolaj Pasinski, Mikoaj Pa

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Zusammenkunft
Katja Schneider

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Sie ist eine Frau um die 40, Schwarz und sehr erfolgreich im Finanzsektor. Scheiß Frauenquote, Scheiß Ausländerin. Das ist doch nicht fair! Und doch hat sie es, Dank Schweiß, Blut und Tränen, die sie und ihre (Ur)ahninnen zahlreich vergossen haben, ganz nach oben geschafft. Aber für diesen Erfolg muss sie einen hohen Preis zahlen...

Wie großartig und wichtig kann ein Buch sein? Natasha Browns Debutroman ist es.

Zusammenkunft

von Natasha Brown

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Der heilige King Kong
Katja Schneider

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Brooklyn, New York 1969: In der kleinen Schwarzen Baptistengemeinde „Five Ends“ herrscht Aufregung. Ihr Diakon (zudem Baseballtrainer und Säufer) namens „Sportcoat“ hat einem seiner ehemaligen Schützlinge das Ohr weggeschossen. Mitten auf einem belebten Platz, am helllichten Tag. Hinterher kann sich der alte Mann an Nichts mehr erinnern, im Zweifel wars für einen guten Zweck, denn Clemens Deems schlägt mittlerweile keine Bälle mehr, sondern ist ein ganz Großer im Drogenmilieu. Natürlich ruft der Vorfall die Polizei auf den Plan, jedoch ist Sportcoat nicht so leicht zu fassen, denn die Gemeinde hält zusammen und es gibt allerlei Verstrickungen auf verschiedenen Ebenen, die der Autor nach und nach aufdeckt. Das ist natürlich erschreckend und schonungslos und offenbart Einiges, was nicht nur Ende der 60er, sondern noch heute schief läuft im politischen und gesellschaftlichen Gefüge. Aber vor allem macht dieser Roman Spaß und all die kauzigen und speziellen Protagonist_innen sind mir sehr ans Herz gewachsen, denn James McBride hat ein unglaubliches Gespür und Empathie für seine Figuren und weiß, an welchen Stellen ein Lachen gut tut. Und „Der heilige King Kong“? Das ist ein teuflisch guter selbstgebrauter Fusel, auf den nicht nur „Sportcoat“ schwört.

Der heilige King Kong

von James McBride

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Das Geheimnis von Darkmoor Hall
Katja Schneider

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Kate zieht mit ihrer Familie in ein südenglisches Örtchen an der Küste namens Darkmoor-on-Sea und das Mädchen befürchtet das Schlimmste: Dauerregen und weit und breit nur tote Hose. Doch dann lernt sie in kürzester Zeit auf höchst ungewöhnliche Weise zwei Jungen kennen. Zum einen den abergläubischen Billy, der gerade auf der Flucht ist vor drei gemeinen Jungs und dem Kate aus der Patsche hilft. Zu anderen den schüchternen Gus in seinem Zuhause, als sich Billy und Kate schon wieder vor den drei gemeinen Jungs in Sicherheit bringen müssen. Gus wohnt in keinem gewöhnlichen Haus, er wohnt in Darkmoor Hall, einem riesigen und unheimlich anmutenden Anwesen, das ihre Verfolger niemals wagen würden, zu betreten. Puh, in Sicherheit! Kate, Billy und Gus lernen sich kennen und haben schon bald ein gemeinsames Anliegen: Der Urgroßvater von Gus hat vor fast einem Jahrhundert ein vertracktes Rätsel niedergeschrieben, dass noch niemand lösen konnte. Was, wenn es die drei versuchen würden und Erfolg hätten? Zudem stellen sie fest, dass sie einander mögen und gute Freund_innen werden könnten. Doch diese Freundschaft wird bald auf die Probe gestellt und höchstgefährlich wird es obendrein! Ob die Kinder zusammenhalten werden und das extraknifflige Rätsel lösen können? Fest steht in jedem Fall, dass das Leben in Darkmoor-on-Sea viel aufregender ist, als Kate sich je hätte vorstellen können!

„Das Geheimnis von Darkmoor Hall“ ist der Auftakt einer zweiteiligen Reihe für Kinder ab 10 Jahre, Teil 2 erscheint im Herbst 2023.

Das Geheimnis von Darkmoor Hall

von Nina Scheweling

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Der Dreh von Inkarnation
Katja Schneider

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Noch nie ist es mir so schwer gefallen, einen Text über ein Buch zu schreiben. Mein Kopf schwirrt noch immer ob all der Ideen, der großartigen Sprache und der Geschichte, ach, ich will „Der Dreh von Inkarnation“ sofort noch einmal verschlingen!

Grundsätzlich geht es um Bewegung. Lilian Gilbreth hat im 20. Jahrhundert gelebt und hat zusammen mit ihrem Mann Arbeits- und Bewegungsstudien in Fabriken durchgeführt und gilt als Pionierin auf diesem Gebiet. Viele Jahrzehnte später wird ihr Werk in einem Archiv durchstöbert und es fällt auf, dass eine der vielen Schachteln mit Studien, die sie hinterlassen hat, fehlt. Und genau diese Schachtel ist nun auf einmal von großem Interesse. Schnitt. Plötzlich sind wir an einem Filmset, ein Weltraumabenteuer namens „Inkarnation“ wird gefilmt und damit alle Bewegungen im luftleeren Raum täuschend echt aussehen, wird eine Firma engagiert, die sich damit auskennt. Und dazwischen wechseln die Schauplätze zwischen Windkanälen, Anwaltskanzleien und dergleichen mehr, es entspinnt sich aus allem eine Geschichte, die sich plötzlich zum Krimi auswächst und in der viel Zeit und Raum ist, um zum Beispiel detailverliebte Berichte über die Beschaffenheit von Glas einzustreuen.

Ja, das Ganze ist nerdig und erfordert Muße, aber die Lektüre lohnt sich, denn man lernt unglaublich viel, quasi im Vorbeigehen, Tom McCarthys Sprache macht süchtig und obendrein hat mich dieser besondere Roman nicht nur bestens unterhalten sondern auch sehr berührt!

Der Dreh von Inkarnation

von Tom McCarthy

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Der Kiosk
Katja Schneider

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Olga lebt und arbeitet in ihrem kleinen freistehenden Kiosk. Tag für Tag weiß sie ganz genau, was ihre Kundschaft möchte und braucht: Zeitungen, Lottoscheine, einen halben Liter Wasser ohne Kohlensäure, Lollis und vor allem offene Ohren. Und Olga selbst? Zu gerne träumt sie sich in ferne Länder und stellt sich vor, dem Meeresrauschen zu lauschen und Sonnenuntergänge anzuschauen. Und eines Tages kommt durch ein (Un)glück Bewegung in den Kiosk und plötzlich ist Olga ihrem Traum ganz nah.

„Der Kiosk“ von Annette Melece hat unsere Herzen im Sturm erobert mit seinen plakativen und fantasievollen Bildern, seinem feinsinnigen Text und vor allem mit seiner ganz besonderen Heldin namens Olga. 

Ab 6 Jahre

Der Kiosk

von Anete Melece

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Der erste Schritt
Katja Schneider

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Zwei Gruppen von Kindern gibt es in einer kleinen Siedlung im Wald - die Primeln und die Ringelblumen. Diese beiden leben ganz unterschiedliche Leben, während die Ringelblumenkinder lernen und spielen dürfen, müssen die Primelkinder schuften. Dass diese Ordnung eingehalten wird, dafür sorgt die einzige Erwachsene vor Ort, genannt die Schäfin. Zudem gibt es eine weiße Linie rund um die Siedlung, deren Übertretung strengstens untersagt ist. Einem der Kinder von der Ringelblumengruppe fällt auf, dass ihr Leben sich doch sehr stark von dem in der Primelgruppe unterscheidet. Gerecht ist das nicht! Was wäre, wenn die Kinder ihre Rollen tauschen würden, ganz heimlich, damit die Schäfin Nichts davon mitkriegt? Und kaum ist dieser erste Schritt getan, ist es womöglich nicht mehr weit bis zum Schritt über die weiße Linie?!

Pija Lindenbaum hat ein fantastisches Bilderbuch gezeichnet und geschrieben, das ganz unaufgeregt und trotzdem eindringlich das Thema Gerechtigkeit behandelt und nicht nur für Kinder ab 4 Jahre sondern auch für Erwachsene ein Mustguck und -denk ist!

Der erste Schritt

von Pija Lindenbaum

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Aufstand
Katja Schneider

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Aitor ist Rundfunkjournalist und -moderator und führt ein unaufgeregtes Leben in Madrid. Es gibt einige Dinge, die in seinem Leben anders hätten laufen sollen, aber auf eine Sache ist er wirklich stolz und macht alle anderen mehr als wett: Seine Tochter Ana, für die er alles tun würde. Und Ana? Diese hat die Schnauze voll von ihrem Vater, der so angepasst durchs Leben läuft, während ihre Wut auf die spanische Politik und die gesellschaftliche Schieflage wächst. Für die fast Erwachsene ist klar, dass etwas passieren muss und sie beschließt, von zu Hause auszureißen und ihr Leben einem größeren Zweck zu widmen. Außer sich vor Sorge engagieren ihre Eltern Luis, einen Privatdetektiv, von dem sie erfahren, dass ihre Tochter in einem besetzten Haus lebt. Während Aitor versucht, seine Tochter zurück zu bekommen, plant Ana etwas Aufwühlendes und Luis hat eigene Pläne, mit denen er Vater und Tochter in die Quere kommen wird.

José Ovejero hat eine schnelle, schonungslose und aufrüttelnde Geschichte über Familie und Gesellschaft geschrieben und ich bin restlos begeistert!
 

Aufstand

von José Ovejero

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Über die Berechnung des Rauminhalts I
Katja Schneider

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Die Eheleute Tara und Thomas Selter betreiben gemeinsam im Norden Frankreichs ein Versandantiquariat. Währender sich um die administrativen Dinge kümmert, fährt sie mehrmals im Jahr in ganz Frankreich umher, um neue Buchschätze zu heben. Es ist November und Tara ist wieder einmal unterwegs. Und am 18. November, morgens beim Frühstück im Hotel, als einem anderen Gast ein Stück Brot herunterfällt, fällt Tara auf, dass sie diese Szene bereits gestern schon einmal erlebt hat. Ein unglaublicher Moment und spätestens seit „Und täglich grüßt das Murmeltier“ ein beliebtes Motiv in Filmen und anderen Büchern, dennoch ist es immer wieder faszinierend, zu sehen, wie der oder die Protagonist_in versucht, aus dieser zeitlichen Gefangenschaft auszubrechen und welcher Grund hinter dem ganzen Mysterium steckt. Tara kehrt zurück nach Hause und versucht zunächst gemeinsam mit ihrem Mann einen Ausweg zu finden. Was nur hat diesen Umstand hervorgerufen und welcher ist der richtige Weg zurück in das gewohnte Leben? Schnell ist klar: Für Tara ändert sich alles, sie wird auch älter, während für die anderen jeder neue 18. November ein frischer, unverbrauchter Tag ist.

Die Dänin Solvej Balle hat ein faszinierendes und komplexes Gedankenexperiment geschrieben, in dem es nicht um eine spektakuläre Auflösung geht. Vielmehr ist es eine Einladung, sich gemeinsam mit Tara auf den Umstand des wieder und wieder erlebten Tages einzulassen, sein Zeitgefühl neu zu justieren und gar das hier und jetzt zu leben. „Über die Berechnung des Rauminhalts 1“ ist der Auftakt einer auf sieben Bände angelegten Reihe und ich kann es kaum erwarten, diese zu lesen und mich wieder von der ruhigen Sprache in den Bann ziehen zu lassen.

Über die Berechnung des Rauminhalts I

von Solvej Balle

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Der Tod in ihren Händen
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Vesta, eine ältere Dame, wohnt seit dem Tod ihres Mannes tausende Kilometer östlich von ihrem alten Wohnort in einem ärmlichen Städtchen in den USA. Gemeinsam mit ihrem Hund Charlie verbringt sie ein einsames und stilles Leben in ihrer Hütte am Waldesrand. Bis zu dem Tag, an dem Sie auf ihrer gewohnten Gassiroute mitten im Wald ein beschriebenes Stück Papier entdeckt: "Sie hieß Magda. Niemand wir je erfahren, wer sie ermordet hat. Ich war es nicht. Hier ist ihre Leiche." Nein! Da ist keine Leiche! Hat sich da Jemand einen Scherz erlaubt? Doch für Vesta ist der Fall klar, sie beginnt zu ermitteln: Wo ist Magda? Wer war sie? Wer hat sie ermordet? Und wer hat den kurzen Brief verfasst? Dabei lässt sie zunächst ihrer Fantasie freien Lauf, doch beunruhigender Weise scheinen all ihre Hirngespinste Wirklichkeit zu sein. Und je tiefer sie gräbt, desto mehr längst vergessen geglaubte Erinnerungen an ihre eigene Vergangenheit fördert sie zutage. Liegt die Lösung des Falles in Vesna selbst?

Ob trunksüchtiger Matrose, verwöhnte New Yorkerin mit Schlafproblem, "einfache" Leute und ihr Traum vom Glück oder scheinbar unscheinbarere alte, einsame Lady: Jedes Mal wieder schafft es Ottessa Moshfegh, dass ich vollkommen gebannt, begeistert und erschüttert gleichermaßen gemeinsam mit den Protagonist*innen durch die Untiefen ihres Lebens und denen der Gesellschaft, angesiedelt zwischen Traum und Wirklichkeit, wate, nein rase! Welches mein Lieblingsbuch der Autorin ist? Einfach alle!

Der Tod in ihren Händen

von Ottessa Moshfegh

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Was fehlt dir
Katja Schneider

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Sigrid Nunez hat eine genaue Beobachtungsgabe und ein Gespür für die Details, die jedes ihrer Bücher zu einem besonderen Lesevergnügen machen, so auch hier: Die namenlose Erzählerin begleitet eine krebskranke Freundin auf ihrem schweren Weg, den diese gern selbstgewählt beenden möchte. Ein bekannter Autor und Professor empört auf seiner Vortragsreise das Publikum, weil er keine versöhnlichen Worte findet oder gar Hoffnung machen möchte, wie das nahende Unglück, dass der Klimawandel mit sich bringt, noch abgewendet werden könne. Ja, auch in ihrem neuem Roman geht es traurig, gar tragisch zu. Und gleichzeitig schafft es die Autorin, den Geschehnissen die Schwere zu nehmen, gewürzt mit einem subtilen Humor, dass man sich der berührenden Lektüre nicht entziehen kann. Die große Frage lautet: Wie kann man mit Aufmerksamkeit, kleinen Gesten und ehrlichen Worten dazu beitragen, nicht nur dass eigene Leben, sondern auch dass der anderen in eine neue Richtung zu lenken, das, was fehlt, zu ergänzen? Ich hoffe, dass diesem Werk noch viele folgen werden!

Was fehlt dir

von Sigrid Nunez

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Frittenfrettchenfete - Die große Sprachspielparty
Katja Schneider

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Sprache macht Spaß und viele, viele Tiere (Herdmännchen, Fliedermaus, Küstenrennmaus und Co.) laden dazu ein, damit zu spielen. Es wird gereimt und gedichtet, was das Zeug hält und am Ende der Fete hat man viele neue Lieblingswörter und vor allem Lieblingstiere (Rasgeier und Quarkfrosch finde ich ganz besonders herrlich) kennengelernt. Dieses affenstarke und flunderschöne Buch macht allen ab 6 Jahren große Freude!

Frittenfrettchenfete - Die große Sprachspielparty

von Ina Hattenhauer

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Aus der Vogelperspektive
Katja Schneider

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Seit einigen Jahren liebe ich es, Vögel zu beobachten und (zu versuchen), diese anhand ihres Aussehens, ihrer Bewegungen und am Gesang zu erkennen. Einige Vogelarten werde ich wohl nie in freier Wildbahn sehen können, Flamingos zum Beispiel oder auch Pinguine. Wie gut, dass es solch wunderbare Bücher wie "Aus der Vogelperspektive" gibt, welches vom Ornithologen Tim Birkhead geschrieben wurde. Ich habe sehr viel über Vögel aus nahen und fernen Gegenden lesen und vor allem auch lernen können! So habe ich noch nie von Flötenkrähenstaren (aus Australien!) und dem Honiganzeiger (aus Afrika!) gehört und bin nun ganz verliebt in diese Geschöpfe. Abgerundet wird dieses famose Buch für alle ab 8 Jahre durch die wunderschönen Illustrationen von Catherine Rayner.

Aus der Vogelperspektive

von Tim Birkhead, Catherine Rayner

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Mein kleines Prachttier
Katja Schneider

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Marieke Lucas Rijneveld schreibt besonders und intensiv und hatte mich damit ab dem ersten Satz. Andernfalls hätte ich das Buch womöglich schnell wieder zugeklappt, denn es geht um Pädophilie. Ausgangspunkt ist das Jahr 2005, Handlungsort zumeist ein Bauernhof in den Niederlanden. Der örtliche Tierarzt geht dort ein und aus, häufig aus vorgeschobenen Gründen: Auf diesem Hof wohnt ein 14 jähriges Mädchen mit ihrem älteren Bruder, ihrem Vater und vielen Kühen. Und dieses Mädchen übt eine unglaubliche Anziehung und Faszination auf den 49 jährigen Familienvater und Ehemann aus. Und obwohl er weiß, dass eine (sexuelle) Beziehung zwischen den beiden aus gesellschaftlichen, rechtlichen und ethischen Gründen weder Berechtigung, Chance noch Zukunft hätte, nähert er sich dem besonderen, sich in Musik und Literatur verlierenden Mädchen, seinem kleinen Prachttier, an. Manchmal war es mir ist unerträglich, mich durch die schonungslosen, harten und trotz allem poetischen Sätze zu arbeiten, aber ich konnte einfach nicht aufhören, denn die Autorin fördert die seelischen Abgründe seiner Protagonist_innen und unserer Gesellschaft zu Tage und schafft ein gewisses Verständnis für all das, was in diesem wichtigen und großartigen Buch geschieht.

Mein kleines Prachttier

von Lucas Rijneveld

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Rombo
Katja Schneider

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„Rombo“ ist das unterirdische Geräusch, eine Art Donnern, welches ein Erdbeben ankündigt. 1976 bebt die Erde mehrere Male gewaltig in der Bergregion im Nordosten Italiens. Danach ist vieles anders für die Bewohner_innen der kleinen Orte, die häufig von Jetzt auf Gleich ihre Behausung oder gar eine ihnen nahestehende Person verloren haben. Esther Kinsky lässt in ihrem neuen Roman ein paar von ihnen zu Wort kommen, lässt uns ihre Trauer, Wut und Verluste spüren, die nicht nur von den Erdbeben herrühren. Dazwischen sind wunderschöne Beschreibungen der örtlichen Flora und Fauna und Erzählungen der lokalen Mythen eingestreut, die das Buch zu einem Gesamtkunstwerk machen.

Bisher war ich großer Fan von Esther Kinskys Übersetzungsarbeit („Unrast“, „Mein Privatbesitz“, „Das Lied vom Abendrot“). Nun entdecke ich sie auch als Autorin für mich und bin wirklich schwer begeistert.

Rombo

von Esther Kinsky

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Schnabeltier Deluxe
Katja Schneider

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Lieber wütend als traurig ist Kims Lebenseinstellung. Nachdem sie Untertassen und sogar eine Kaffeemschine aus dem Lehrerzimmer geworfen hat, ist Schluss: Sie muss in eine andere Schule und die liegt in einem 3000-Seelendorf. Wohnen soll sie bei René, dem Exfreund ihrer Mutter und dessen Tante Agnes. Oh je. Um den entstanden Sachschaden zu beheben, arbeitet Kim in der örtlichen Tankstelle. Und dort wird sie Janne kennenlernen, von nun an ihr "entfernter Bekannter", denn das Mädchen hat nicht nur ein Problem mit Aggressionen, sondern auch mit Nähe. Die beiden sehr gegensätzlichen Jugendlichen werden fortan viel Zeit miteinander verbringen und sich Stück für Stück annähern. Ob das gutgehen kann, so wie es sich Kim mit orangefarbenen Edding auf den Unterarm geschrieben hat: "Du vermasselst das nicht."?

Sarah Jäger schreibt einfach famos aus Kims Sicht, als Teenager hätte ich ihre Bücher geliebt und mich verstanden gefühlt. Als Erwachsene freue ich mich sehr, dass es so großartige Bücher für junge Leser_innen gibt!

Ab 14 Jahre.

Schnabeltier Deluxe

von Sarah Jäger

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Joan Procter, Drachendoktor
Katja Schneider

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Dies ist die wahre Geschichte von Jaon Procter, Reptilien- und Echsenfreundin! Während andere Mädchen mit Puppen spielen, verschlingt sie alles, was es über Kriechtiere zu lesen und lernen gibt. Als Jugendliche hat sie sogar ein eigenes Krokodil, welches sie mit in die Schule nimmt, aber das trifft leider auf wenig Begeisterung. Als Erwachsene arbeitet sie zunächst im Naturkundemuseum und später wird sie für den Londoner Zoo ein neues Reptilienhaus entwerfen. Und dort, in diesem Reptilienhaus wird sie Drachen kennenlernen! Okay, es sind "nur" Komodowarane, aber diese sehen echten Drachen wirklich sehr ähnlich und machen den Besucher_innen des Zoos Angst, denn sie sind sehr groß und sehr schnell und sie haben viel Appetit auf Fleisch. Aber Joan wird sich mit diesen ungewöhnlichen Tieren anfreunden und allen zeigen, dass ihre geschuppten Freunde viel freundlicher sind, als vermutet. 

Patricia Valdez erzählt wunderschön und mitreißend die Geschichte von Joan Procter, die Anfang des 20. Jahrhunderts lebte und als Pionierin der Wissenschaft wirkte. Dieses Bilderbuch ist ein wahrer, von Felicita Sala illustrierter Schatz.

Ab 4 Jahre.

Joan Procter, Drachendoktor

von Patricia Valdez

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Am Leuchtturm gibt es Erdbeereis
Katja Schneider

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Hurra, es gibt ein Wiedersehen mit Mika und seinem Vater! Im großartigen „Seepferdchen sind ausverkauft“ hat der Junge zu Hause einen Zoo versammelt und dieses Mal macht die kleine Familie Urlaub auf einer Insel. Große Lust auf Eis hat Mika, aber oh weh, haarscharf hat er den Eiswagen, der von Strand zu Strand an der Küste entlang fährt, verpasst. Einem netten Esel verspricht er eine Kugel Eis, wenn dieser ihn geschwind zum fahrenden Eisparadies bringt. Aber es soll einfach nicht sein, am nächsten Strand angelangt, ist der Wagen samt Verkäufer und Eis schon wieder verschwunden. Aber Mika und der Esel geben nicht auf und mit Hilfe einer Postbotin, eines Busses und sogar eines Hubschraubers nimmt die wilde Verfolgungsjagd Fahrt auf. Und Mikas Vater? Der hat zum Glück ein dickes Buch dabei und ist bis zum Schluss fest davon überzeugt, dass sein Sohn nur mal eben zum Eiswagen gelaufen ist.

„Am Leuchtturm gibt es Erdbeereis“ steht seinem Vorgänger in Nichts nach, es ist wieder ein Riesenspaß voller irrwitziger Ideen, liebevoller Zeichnungen und warmherziger Figuren ab 5 Jahre.

Am Leuchtturm gibt es Erdbeereis

von Constanze Spengler

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Wilde Radtour mit Velociraptorin
Katja Schneider

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Dieses (Vorlese)Buch vereint zwei Dinge, die ich sehr liebe: Erstens Dinosaurier und zweitens Fahrrad fahren. Nils Mohl hat daraus das geniale Buch „Wilde Radtour mit Velociraptorin“ kreiert, in dem der Schriftsteller selbst mit seinem Fahrrad auf eine Velociraptorin mit ihrem Fahrradanhänger trifft und schnell klar ist, dass die beiden zusammengehören. Und so unternehmen sie eine wilde Fahrt durchs ABC und den Kosmos der Fahrradwelt, bei der kein schwieriger Begriff (wie Nabenschaltung oder Maulschlüssel) ungeklärt bleibt. Großartig illustriert hat die herrliche Sause (für alle ab 4 Jahre) Halina Kirschner.

Wilde Radtour mit Velociraptorin

von Nils Mohl

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Pizzakatze
Katja Schneider

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Flitzeflink braust Pia, die Pizzakatze durch die Straßen, um alle mit der leckersten Pizza zu versorgen. Und alle, das sind zum Beispiel Atze, das Krokodil und die sehr vornehmen Hunde Herr Giltz und Frau Glitza, lieben nicht nur Pizza sondern eben auch Pia, weil sie so toll ist. 

Will Gmehling hat die herrlichsten Reime verfasst, Antje Damm die schönsten Bilder gemalt und ich lege mich fest: großartiger wird es nicht mehr, das ist ganz klar mein Bilderbuch des Jahres für alle großen und kleinen Fans (ab 3 Jahre) von Pizza, Katzen, Reimen und Pia!

Pizzakatze

von Will Gmehling

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Fred und ich
Katja Schneider

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Anni hat ein Geheimnis: Um sich vor allen möglichen Gefahren des Lebens zu wappnen, fährt sie jeden Wintermorgen mit ihrem Fahrrad zu einem See, wärmt sich mit Hampelmännern auf und badet im eiskalten Wasser. Brr. Nicht mal ihre beste Freundin Elmira weiß davon. Dafür aber ein fremder Junge namens Fred, den sie eines Morgens kurz vor ihrem Eisbadritual in einer Bäckerei kennenlernt und der ihr gefolgt ist, nicht um ihr hinterher zu spionieren, sondern um ihr ihren Hammer zu bringen, den sie in der Bäckerei vergessen hat und den sie braucht, um das gefrorene Seewasser aufzuhacken. Anfänglich ist Anni ganz schön abweisend, dabei findet sie Fred doch ganz schön toll. Und er sie. Und schnell weiß Anni, dass der Junge trans ist. Sie fängt an, im Internet zu recherchieren, um herauszufinden, was in Fred vorgeht und wie sie sich ihm gegenüber richtig verhalten kann. Und schon bald traut sich das Mädchen „Ich mag dich.“ zu sagen. Oder war es doch „Ich mag Fisch.“?

Seit „Grüne Gurken“ bin ich ein großer Fan von Lena Hachs Büchern. „Fred und ich“ ist eine weitere wundervolle Geschichte ab 11 Jahren, in der es nicht nur um die erste Liebe geht sondern auch um einen respektvollen Umgang miteinander und Verständnis füreinander.

Fred und ich

von Lena Hach

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Shuggie Bain
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Katja Schneider

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„Shuggie Bain“ ist eines der dieser Bücher, die ich so langsam wie möglich gelesen habe, um hoffentlich niemals Abschied nehmen zu müssen, so besonders und intensiv ist die Geschichte, seine Sprache und vor allem seine Protagonist_innen. Allen voran Shuggie, der Anfang der 80er Jahre in Glasgow groß wird und mehr ertragen und erleiden muss als so manch anderer seiner Altersgenoss_innen. Seine Mutter Agnes ist der traurigste Mensch der Welt, immer enttäuscht von den Männern und Alkohol die einzige Medizin, die Linderung verspricht. Seine älteren Halbgeschwister Catherine und Leek haben die Hoffnung längst aufgegeben, dass ihre Mutter jemals trocken werden könnte und spätestens, wenn sich die Familie in einer Sozialbausiedlung am Rande der Stadt und der Gesellschaft wieder findet, scheint das Ende nah zu sein. Shuggie jedoch will nicht einsehen, dass seine Mutter verloren ist, so gut könnten sie es doch haben, wenn sie sich alle noch mehr Mühe geben würden.

Traurig, brutal und schrecklich geht es zu in Douglas Stuarts preisgekrönten Debütroman und alles könnte viel zu viel des Schlimmen sein, wenn da nicht all diese schönen Momente wären, in denen Hoffnung aufkommt und das Leben für einen kurzen Moment eine gute Wendung nimmt. Lesen? Lesen!!!

Shuggie Bain

von Douglas Stuart

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Wie viel von diesen Hügeln ist Gold
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

C Pam Zhangs Debütroman über zwei Geschwister im Wilden Westen Mitte des 19. Jahrhunderts hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die beiden haben erst ihre Mutter und dann ihren Vater verloren und versuchen nun, sich alleine durchzuschlagen und einen Ort zu finden, den sie Zuhause nennen können. Die Voraussetzungen sind schlecht: Das Leben der Familie war entbehrungsreich und von Armut geprägt. Zunächst hatte der Vater erfolglos versucht, in verschiedenen Bergwerken Wohlstand zu erlangen, Dann schien das Schürfen von Gold endlich die leeren Taschen zu füllen, doch das anfängliche Glück brachte großes Unheil mit sich. Und obendrein sind Lucy und Sam wie Mutter und Vater chinesischer Abstammung, also Fremde und nicht viel mehr wert als zum Beispiel die indigene Bevölkerung Amerikas.

Die in Peking geborene und in den USA aufgewachsene Autorin widmet sich in ihrem sprachmächtigen Buch Themen wie Identität, Loyalität, Sehnsucht und Trauer und gibt dem glorifizierten Mythos des Wilden Westens und Goldrauschs eine neue Perspektive: Die der vielen tausenden chinesischen Menschen, die in die USA kamen, um für Billiglöhne zu schuften, den Ausbau der Eisenbahnlinien voranzutreiben und deren Schicksal unter den Teppich der Geschichtsschreibung gekehrt wurde - bis jetzt.
 

Wie viel von diesen Hügeln ist Gold

von C Pam Zhang

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Alibi für einen König
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Was könnte schlimmer sein, als ein paar Wochen krank im Bett zu liegen? Ein paar Wochen krank im Bett zu liegen und keine vernünftige Lektüre in Griffweite zu haben! So ergeht es Alan Grant, Inspector bei Scotland Yard, der nach einem Sturz mit Brüchen im Krankenhaus liegt und dessen guten Bekannten ihn zwar mit reichlich Lesestoff versorgt haben, aber eben mit dem falschen: Schundromane und seichte Krimis. Grässlich! Zum Glück kann ihm Marta Hallard eine gefeierte Theaterschauspielerin und gute Freundin, aus der Patsche helfen: Wie sie weiß, liebt es der Inspector (schon allein aus beruflichen Gründen), Gesichter zu studieren und so versorgt sie ihn mit einem dicken Stapel Portraits berühmter Persönlichkeiten. Besondere Aufmerksamkeit erregt bei dem Bettlägerigen das Bildnis Richard des 3., berühmt berüchtigt unter anderem für den Mord an seinen beiden kindlichen Neffen, um sich selbst auf den Thron zu setzen. Doch auf den Inspector wirkt das Gesicht des ehemaligen Königs von England nicht wie das eines Intriganten und Mörders auf der Anklagebank, sondern eher wie das eines Richters. Alan Grants Neugierde ist geweckt und so beginnt er zu ermitteln, in dem er sich durch Geschichtsbücher und historische Berichte wühlt und den jungen, wenig beschäftigen amerikanischen Historiker Brent Carradine für sich zuarbeiten lässt. Und was er und sein Gehilfe herausfinden, ist nicht weniger als eine Sensation!

Josephine Teys Krimi ist herrlich altmodisch (er ist ja immerhin auch über 70 Jahre alt!), aber keineswegs verstaubt, er ist klug, spannend und vor allem amüsant! Falls Sie also bald einen Krankenbesuch planen oder "Richard the Kid" im Schauspielhaus anschauen möchten oder einfach neugierig auf den "besten Krimi aller Zeiten" sind, empfehle ich Ihnen "Alibi für einen König"!

Alibi für einen König

von Josephine Tey

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Reise nach Maine
Katja Schneider

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Der namenlose Ich-Erzähler will mit seiner Mutter Celina ein paar Tage in New York City verbringen, um ihr seine Lieblingsplätze zu zeigen. Danach sollen sich ihre Wege trennen, der Sohn will alleine mit dem Auto an der Küste entlang bis Maine fahren, seine Mutter wiederum für eine Woche nach Textas zu einem alten Freund fliegen. Doch bereits am Startflughafen in Frankfurt eröffnet Celina ihm, dass sie doch lieber nicht weiterfliegen, sondern gemeinsam als Mutter-Sohn-Gespann den Nordosten der USA erkunden würde. Der Sohn schluckt, um keinen bereits hundertmal durchexerzierten Streit voller Anschuldigungen und verletzter Gefühle zu entfachen. Es soll ja schön und erholsam für beide werden. Und da sind sie dann auch, die schönen Momente und Gefühle der Zuneigung, die jedoch blitzschnell und ohne Vorwarnung umschlagen können in beleidigte Minen und giftige, hinterher garantiert bereute Äußerungen. 

Matthias Nawrat erzählt unaufgeregt und mit feinem Humor von einer der einfachsten und gleichzeitig kompliziertesten Beziehungen, die man in seinem Leben hat.

Reise nach Maine

von Matthias Nawrat

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Kommt ein Alligator in die Stadt
Katja Schneider

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Ein Junge, der mitten im Wald in einem roten Haus wohnt, spaziert mit seinem neuen Freund, einem Alligator, in die Stadt. Dessen Bewohner_innen geraten in helle Aufruhr, denn so ein Riesentier mit spitzen Zähnen scheint sehr gefährlich zu sein. Und der Bürgermeister stellt schnell klar: „Keine Alligatoren, bla, bla, bla …“ Doch dann überlegen die Städter_innen noch einmal: So ein Alligator kann ja doch nützlich sein, um zum Beispiel Essenreste zu vertilgen. So schmieden sie alle gemeinsam einen Plan, um den Alligator vor dem Bürgermeister zu verstecken…

Dieses besondere Bilderbuch ab 4 Jahre ist zauberhaft illustriert und herrlich erzählt und enthält auch ein Alligator-Schlaflied, um dem Tier eine gute Nacht zu wünschen.
 

Kommt ein Alligator in die Stadt

von Judith Henderson

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Eine Formalie in Kiew
Katja Schneider

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1994, im zarten Alter von 8 Jahren, emigriert Dimi mit seinen Eltern und seiner Großmutter von Kiew nach Leipzig. 25 Jahre später ist die Großmutter tot, sein Vater hat sich in die Untätigkeit zurückgezogen und seine Mutter ist die Herrschrin von "Katzastan", ihrem ganz persönliches Reich mit 13 Katzen als Untertanen. Nur Dimi scheint noch Elan zu haben, er beschließt, die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen. Dafür muss er nur eine Formalie erledigen, in die Ukraine reisen und eine Geburtsurkunde und eine Apostille zurückbringen und schon ist er Deutscher. Leichter gesagt als getan, denn ohne Schmiergeld und Beziehungen sind auch scheinbar einfache Besorgungen und Erledigungen fast ein Ding der Unmöglichkeit. Doch tapfer reist Dimi zurück in sein Geburtsland um die wichtigen Dokumente zu besorgen. Und damit nicht genug, auf einmal muss auch sein Vater, mit dem der Sohn (wie auch mit seiner Mutter) anderthalb Jahre nicht gesprochen hat, in die Heimat reisen, um ein Vollgebiss zu erhalten, was dort viel günstiger ist als im neuen Zuhause. Doch dabei bleibt es nicht. Dimi wird also eine schicksalsträchtige Reise in seine vernebelte Vergangenheit, seine ungewisse Gegenwart und seine hoffentlich glorreiche zukunft unternehemen, die situationskomisch und traurig, hart und zärtlich und vor allem absurd zugleich ist und zeigt: Blut ist dicker als Wasser.
 

Eine Formalie in Kiew

von Dmitrij Kapitelman

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Als Doktor Möhrke durch Zufall den Unsinn erfand
Katja Schneider

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Frau Dr. Möhrke ist Erfinderin und jeden Tag, wenn sie in ihrem Labor steht, macht sie ein sehr ernstes Gesicht und versucht, etwas sehr Sinnvolles zu erfinden. Leider gehen all ihre Versuche immer schief und ihr Assistent Herr Olm kann zwar sehr gut rühren und schütteln, aber genau wie seine Chefin nur sehr schlecht rechnen und deshalb kommt nie etwas Funktionales, Praktisches zustande. Eines Tages geben sich die beiden besonders große Mühe beim Erfinden und heraus kommt: Unsinn, ein kleines grünes Männlein, das lustig spricht, die Beine oben und die Arme unten am Körper hat und nur lustige Dinge im Kopf hat und tut. 
Frau Dr. Möhrke und Herr Olm merken nach anfänglicher Beunruhigung, dass Spaß haben ganz schön toll und mindestens genauso wichtig ist, wie ernste Dinge zu tun und zu erfinden und reisen voller Mut zu einem Erfinder_innenkrongress, um vielleicht doch endlich einmal einen Preis zu gewinnen.

Diese Geschichte ist herrlich lustig und (un)sinnig und macht am meisten Spaß, wenn man sie gemeinsam liest.

Ab 6 Jahren.

Als Doktor Möhrke durch Zufall den Unsinn erfand

von Oliver Schlick

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Dad
Katja Schneider

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"Er war der Beste" sagt sie, "man durfte ihn nur nicht lieben." erhält Marlene von ihrer Mutter als Antwort auf die Frage, was ihr Vater für ein Mensch war. Vorsichtig und gleichzeitig brachial nähert sich die Ich-Erzählerin ihm an, ohne ihn letztendlich wirklich erfassen zu können. Der Leser begibt sich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle - man wird durchgeschüttelt und bis ins Mark berührt und eine Reise in die Gefilde der eigenen Familienbande ist nahezu unausweichlich. Und spätestens, wenn sich posthum eine Liebesgeschichte ihren Weg bahnt, möchte man nur noch Rotz und Wasser heulen.

Dad

von Nora Gantenbrink

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Unrast
Katja Schneider

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Olga Tokurczuk verwebt reizvoll zwei Themen, die den (modernen) Menschen umtreiben: Das ewige Leben, welches zu Erlangen momentan in Gunter van Hagens Körperwelten gipfelt und den Wunsch, sich umzutreiben, unterwegs zu sein, unter anderem gefördert durch die sozialen Medien. Im Mittelpunkt dieses fragmentarischen Episodenromans steht eine junge Frau, die voller Unrast ist. Wir treffen sie an auf den Bahnhöfen und Flughäfen dieser Welt, auf der Suche nach sich selbst und etwas, das bleibt. Diesen Roman auf wenigen Zeilen zusammenzufassen, fällt schwer. So überbordend sind die Geschehnisse und Ideen, welche die Autorin sprachmächtig, fast schon märchenhaft, zu Papier gebracht hat und die sich ins Gehirn des Lesers pflanzen, um dort lange nachzuwirken. Zu Recht hat sie für diesen Roman den Man Booker International Prize und für Ihre Gesamtwerk nachträglich den Literaturnobelpreis für das Jahr 2018 erhalten. Ein großartiges Plädoyer für Menschlichkeit und (Gedanken)Freiheit. Auch die Übersetzerin Esther Kinsky hat einmal mehr Großartiges geleistet. Chapeau!

Unrast

von Olga Tokarczuk

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Das Jahr ohne Schlaf
Katja Schneider

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Vor ein paar Jahren hatte mal ich eine zweiwöchige Phase, in der ich kaum ein- und schon gar nicht durchschlafen konnte. Ich fühlte mich wie ein Zombie und hatte große Zweifel, jemals wieder in den Genuss eines erholsamen Schlafes kommen zu können. Ich weiß nicht mehr, was die Ursache war (Vollmond? Wetter? Lärmende Nachbarschaft?) und was mir letzten Endes geholfen hat (Schäfchen zählen? Baldrian? Lavendel auf die Schläfen?), in jedem Fall kann ich auf eine Wiederholung des Ganzen sehr gern verzichten. Und dennoch sind zwei Wochen nichts im Vergleich zu einem ganzen Jahr, wie es Samantha Harvey ergangen ist. In „Das Jahr ohne Schlaf“ berichtet die Autorin vom stündlichen Ablauf einer schlaflosen Nacht, inklusive Wutanfällen, Atemübungen, aufstehen und liegen bleiben. Sie erzählt von einem Besuch im Schlaflabor, Bluttests, Experten_innenmeinungen, den Einsatz von Hausmittelchen, der Einnahme von Medikamenten und dem Eingeständnis, dass die Schlafstörungen vor allem auf private Schicksalsschläge zurückzuführen sind. 

Die wichtigste Erkenntnis? Ohne (Galgen)humor kommt man auch bei Schlaflosigkeit nicht weiter und so ist dieses Tagebuch trotz aller Verzweiflung und Trauer unglaublich unterhaltsam und mitreißend. Falls ich jemals wieder über einen längeren Zeitraum nicht in den Schlaf finde, werde ich an dieses Buch denken und mich zumindest getröstet fühlen.

Das Jahr ohne Schlaf

von Samantha Harvey

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Wellen
Katja Schneider

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Böse Zungen könnten behaupten, Heinz Helles neuer Roman wäre wieder einmal der literarische Erguss aus dem Leben und der Gedankenwelt eines heteronormativen Cis-Mannes. Ich habe trotzdem begierig nach diesem Buch gegriffen, schon allein, weil es das literarische Gegenstück zu Julia Webers (wunderschönem und besonderen) „Vermengung“ darstellt. 

Der Titel hält, was er verspricht: „Wellen“ ist eine emotionale Berg- und Talfahrt, mal philosophisch und weise, mal ratlos und überfordert und dabei immer schonungslos, ehrlich und unterhaltsam. In beiden autofiktionalen Werken wird ihre Partnerschaft und die Geburt und das Leben mit einem zweiten Kind thematisiert und begleitet. Das jeweilige Ergebnis ist sprachlich und formal so unterschiedlich und hervorragend gelungen, dass ich mich sehr freue, beide Bücher gelesen zu haben.

Wellen

von Heinz Helle

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Der Schiffskoch
Katja Schneider

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Ein Schiffskoch niederländisch javanesischer Abstammung, der auf einem Feuerschiff an der niederländischen Küste arbeitet, hat einen jungen Ziegenbock an Bord geschmuggelt, um ein traditionelles javeneisches Gericht zu kochen. 
Natürlich wird das Tier schnell entdeckt und wird fast zum Maskottchen ernannt, sprich, für einen Teil der Besatzung ist es bald undenkbar, es zu verspeisen. Doch der Tag der Schlachtung naht und genau da befällt den Koch die Malaria, eine Krankheit, die seit seiner Kindheit auf Java, wo seinerzeit Krieg herrschte, immer wieder ausbricht. In Fieberträumen reist er in seine Vergangenheit zurück, eine von Schmerz und Verlust gezeichnete Zeit. Und der Ziegenbock? Dieser wird bald zum Verhängnis.

Mathijus Deen erzählt schnörkellos, unterhaltsam, mit subtilen Humor und Feingefühl für traurige Momente eine skurrile Begebenheit, die mir sehr gut gefallen hat. Überschwänglich begeistert bin ich von den prezisen Beschreibungen des kargen Lebens und Arbeitens auf einem Schiff, die der Autor in die Handlung einfließen lies und genau das Richtige für mein seeabenteuerromantisches Herz sind. 
Großartig!

Der Schiffskoch

von Mathijs Deen

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RABBIT BOY. Die seltsame Verwandlung des Robert Kümmelmann
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Robert sitzt mit seiner Familie am Abendbrottisch. Seine Mutter meint, dass gesunde Ernährung wichtig ist und hat Karottenrohkost vorbereitet. Widerwillig isst der Junge davon und stellt fest, dass es gar nicht so übel schmeckt. Er kaut und kaut und es knallt und auf einmal ist er ein großes Kaninchen! Also, er ist innendrin noch Robert, aber nun hat er Fell statt Haut, riesige Schneidezähne und lange Ohren! Nach anfänglicher Irritationen bei seiner Familie und in der Schule kann Robert mit seinem neuen Aussehen punkten: Auf einmal ist er super sportlich und hüpft wie kein zweiter beim Basketball und seine Mutter freut sich sehr, dass er nun Rohkost statt Süßigkeiten mümmeln möchte. Aber noch viel, viel wichtiger: Er hat ein Mission zu erfüllen! Auf dem Gelände seiner Schule soll eine neue Sporthalle gebaut werden. So weit, so gut, jedoch ist die benötigte Fläche ein Biotop, dessen Wert nur der Biologielehrer Dr. Kohl erkennt und der alles dafür tun möchte, es zu schützen. Zudem entdeckt der Lehrer, dass in diesem Biotop eine als ausgestorben geltende Kaninchenart namens Nuralagus Lux wohnt, deren Fell schwarz ist und deren Köttel im Dunkeln leuchten. Ihre Stammesälteste hat vorhergesehen, dass ein riesengroßes Kaninchen ihr Zuhause retten wird! Wie gut, dass Robert nun ein riesengroßes Kaninchen ist und natürlich alles dafür tun wird, um seine Kumpel_inen zu beschützen!

„Rabbit Boy. Die seltsame Verwandlung des Robert Mümmelmann“ ist ein herrlicher Spaß für alle Kinder ab 8 Jahre.

RABBIT BOY. Die seltsame Verwandlung des Robert Kümmelmann

von Franziska Biermann

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Die Gilde der Hutmacher (Die magischen Gilden, Band 1) - Geheimnisse aus Stoff und Seide
Katja Schneider

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Cordelia Hatmaker, kurz Dillie, gehört zur Gilde der Hutmacher. Ihre Familie fertigt mithilfe von hoher Kunstfertigkeit, erlesenen Materialien und etwas Zauberei die schönsten Hüte für jede Gelegenheit. Wenn man zum Beispiel eine große Portion Mut benötigt, geht man in die fantastische Werkstatt der Hatmakers in London und bekommt die passende Kopfbedeckung, die einem den nötigen Mut verleiht. Für ihre Kreationen werden besondere Accessoires benötigt, zum Beispiel Federn und Edelsteine. Cordelias Vater unternimmt immer wieder gefährliche Schiffsreisen, um überall auf der Welt nach ungewöhnlichen Zutaten zu suchen. Doch von seiner letzten Reise wird er nicht zurückkehren, das Schiff ist mit Mann und Maus versunken. Familie Hatmaker ist am Boden zerstört, aber beschließt, ihre wichtige Arbeit ohne Unterlass fortzuführen, denn Frankreich droht England mit einem Krieg und der König braucht einen Hut, der ihm die Fähigkeiten verleiht, den Frieden zu wahren. Nur Dillie ist fest entschlossen, ihren Vater zu suchen und Heim zu bringen. Dabei stößt sie auf einige Schwierigkeiten und Gefahren, die sie nur mit einer großen Portion Mut, einem Hauch Magie und ganz viel Freundschaft bewältigen kann.

"Die Gilde der Hutmacher. Geheimnisse aus Stoff und Seide" ist der fantastische Auftakt einer Reihe für alle ab 10 Jahre.

Die Gilde der Hutmacher (Die magischen Gilden, Band 1) - Geheimnisse aus Stoff und Seide

von Tamzin Merchant

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Verflixter Flaschengeist! - Ein gefährlicher Wunsch
Katja Schneider

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Es ist Samstagabend und Fanni hat mal wieder die Milch alle gemacht. Klasse! Ihr kleiner Bruder Anton muss also wohl oder übel los, um Nachschub zu besorgen. Und was findet er in einem kleinen vollgestellten Eckladen? Ja, natürlich auch die Milch, aber noch etwas besseres: eine kleine goldblaue Flasche, von einer dicken Dreckschicht bedeckt und Anton kann dem Drang nicht widerstehen, diese einzustecken. Wieder zu Hause untersucht er seinen Fund genauer und nachdem er die Flasche geöffnet hat, strömt eine Rauchwolke aus ihr heraus und materialisiert sich zu einem Flaschengeist! Und dieser bleibt nicht lange unentdeckt, schon bald haben auch Fanni und die Eltern Bekannschaft mit Antons neuem Freund Osman gemacht. Nach anfänglicher Skepsis ist die Begeisterung groß, denn wie wir alle wissen, müssen Dschinns zum Dank für ihre Befreiung Wünsche erfüllen und davon hat Antons Familie so einige. Das alte Haus, in das die vier gerade gezogen sind, muss an einigen Stellen repariert und verschönt werden und da kommt ein Dschinn doch sehr gelegen! Doch es ist gar nicht so einfach, einen Wunsch so zu stellen, dass er auch zur Zufriedenheit erfüllt wird, vor allem, wenn der Dschinn 300 Jahre in seiner Flasche verbracht hat und keine Ahnung von modernen Technologien und Komfort hat. Und ist Anton eigentlich der einzige, dem auffällt, dass Osman nicht nur eine Wünschdirwas-Maschine ist, sondern eigene Wünsche und Gefühle hat? Und so wird der Junge einen schwerwiegenden Wunsch äußern, der ihn, seine Schwester und den Flaschengeist 300 Jahre zurückreisen und ein unglaubliches Abenteuer erleben lässt!

Ute Krauses neues Buch ab 9 Jahre ist wunderbar magisch, abenteuerlich und lustig und falls ihr euch jemals gewünscht habt, einem Dschinn zu begegnen, werdet ihr euch eure Wünsche noch einmal sehr gut überlegen!

Verflixter Flaschengeist! - Ein gefährlicher Wunsch

von Ute Krause

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Dinosaurs are Collectible
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

A huge amount of children love dinosaurs and so did I. 30 years later I'm still crazy in love with them and one day (another 30 years later when I am a pensioner) I will hopefully study paleontology. Which leads me to a question: What happens to all that dinosaur loving kids when they are grown-ups? Do they simply forget about Dinosaurs or even think these huge animals are too silly? If you are like me and think dinosaurs (and platypus and anteaters but that`s another topic) are the coolest, you might be (for sure!) interested in this extraordinary book „Dinosaurs are collectible" which contains a lot of known and unknown facts und wonderful pictures. And the most important chapter is a guide on how to start your own precious collection. I would give a lot for an own little gathering, but space might be a problem.

Dinosaurs are Collectible

von Thijs Demeulemeester, Koen Stein

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Wer wir sind
Katja Schneider

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Mitarbeiterin bei stories!

Manchmal liest man ein Buch, das besonders gut zum eigenen Leben, zur aktuellen Situation, passt und dann ist es ein extra großes Leseglück. So erging es mir gerade mit „Wer wir sind“ von Lena Gorelik, ein autobiographischer Roman, in dem die Autorin ihre Kindheit in Sankt Petersburg schildert, ihre Ausreise mit der Familie im Jahr 1992 und das Suchen und Finden eines neuen Lebens, einer neuen Identität im Süden Deutschlands, im Schwabenland. Lena Gorelik erzählt ungeschönt und ehrlich, mit einem besonderen Sinn für Details und einem zärtlichen Blick auf ihre Familie. Die Lebensgeschichte hat wenig Berührungspunkte mit meiner Eigenen, aber die Gefühle und Empfindungen, die sie transportiert, haben mich auf meiner eigenen Reise begleitet, unterstützt und getröstet und wieder einmal gezeigt, was Bücher und Sprache vermögen.

Wer wir sind

von Lena Gorelik

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